138px|Proteste in Paris gegen Karikaturen mit dem Gesicht MohammedsProteste in Paris gegen Karikaturen mit dem Gesicht Mohammeds200px|Außerordentliche Sitzung des Gouverneursrats der IAEOSitzung des Gouverneursrats der IAEO zum umstrittenen Atomprogramm des Iran 350px|Zerstörtes Gebäude im SüdlibanonIm Libanonkrieg zerstörtes Gebäude 200px Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 findet in Deutschland statt. Italien gewinnt das Finale gegen Frankreich im Elfmeterschießen und erlangt seinen vierten Weltmeistertitel. 200pxPluto wird der Status als neunter Planet des Sonnensystems von der Internationalen Astronomischen Union aberkannt, er gilt fortan als Zwergplanet
Jahreswidmungen Personen 2006 ist in Österreich Mozartjahr (anlässlich des 250. Geburtstages des Komponisten). Allein Ende Januar finden (auch in Deutschland) hunderte Veranstaltungen statt. Auch der 150. Geburtstag von Sigmund Freud wird mit Kongressen etc. begangen, ebenso der 100. Geburtstag des Logikers Kurt Gödel. 2006 ist in Norwegen Ibsenjahr. (anlässlich des 100. Todestages des Dramatikers) 2006 ist in den Niederlanden das Rembrandtjahr. Der Geburtstag von Rembrandt van Rijn (1606–1669) jährt sich zum 400. Mal. 2006 begeht man in Deutschland den 150. Todestag des Dichters Heinrich Heine (1797–1856), den 150. Todestag des Komponisten Robert Schumann (1810–1856) sowie den 50. Todestag des Dichters Bertolt Brecht (1898–1956). 2006 ist in den Staaten Serbien und Kroatien das Tesla-Jahr. (ausgerufen durch die UNESCO) 2006 wäre Hans Asperger (1906–1980), nach welchem das Asperger-Syndrom benannt wurde, 100 Jahre alt geworden. Darum wurde dieses Jahr mit Unterstützung des australischen Asperger-Spezialisten Tony Attwood zum „Internationalen Asperger-Jahr“ ernannt.
Initiativen 2006 ist Jahr der Informatik im Rahmen der Initiative Wissenschaft im Dialog des BMBF. 2006 ist „Jahr der kirchlichen Berufungen“ in der römisch-katholischen Kirche. (Schweiz) 2006 ist „Internationales Jahr der Wüsten und Wüstenbildung“. (Vereinte Nationen)
Artenschutz Der Echte Thymian (Thymus vulgaris) ist Arzneipflanze des Jahres (Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde) Die Schwarz-Pappel (Populus nigra) ist Baum des Jahres (Kuratorium Baum des Jahres/Deutschland) Das Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis) ist Blume des Jahres (Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen/Deutschland) Die Koppe (Cottus gobio) ist Fisch des Jahres (Verband Deutscher Sportfischer/Deutschland) Der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) ist Insekt des Jahres in Deutschland und Österreich (Kuratorium Insekt des Jahres/Deutschland) Die Breitblättrige Stendelwurz (Epipactis helleborine) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreise Heimische Orchideen/Deutschland) Das Deutsche Sattelschwein ist die Gefährdete Nutztierrasse des Jahres (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V.) Die Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) ist Europäische Spinne des Jahres (Arachnologischen Gesellschaft AraGes e. V.) Die Flammenblume (Phlox) ist Staude des Jahres (Bund deutscher Staudengärtner/Deutschland) Der Kleiber (Sitta europaea) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland) Der Seehund (Phoca vitulina) ist Wildtier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
Siehe auch: Natur des Jahres
Ereignisse Politik und Weltgeschehen
Januar
1. Januar: Österreich übernimmt den EU-Ratsvorsitz von Großbritannien. 1. Januar: In Polen tritt Lech Wałęsa aus der einst von ihm gegründeten Gewerkschaft Solidarność wegen deren Unterstützung der gegenwärtigen polnischen Regierung im Wahlkampf aus. 1. Januar: Moritz Leuenberger wird neuer Bundespräsident der Schweiz 4. Januar: Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon erleidet einen schweren Schlaganfall. 4. Januar: Die Karpatenkonvention tritt in Kraft 5. Januar: Im Irak werden durch gehäufte Selbstmordanschläge über 100 Menschen getötet. 13. Januar: Bei einem US-Luftangriff auf das pakistanische Dorf Damadolab werden führende Al-Qaida-Mitglieder getötet, darunter möglicherweise auch Abu Khabab al-Masri. 15. Januar: Die Sozialistin Michelle Bachelet wird zur ersten Staatschefin Chiles gewählt. 16. Januar: In Liberia wird erstmals in der Geschichte des afrikanischen Kontinents mit Ellen Johnson Sirleaf eine Frau als gewähltes Staatsoberhaupt vereidigt. 19. Januar: Der taiwanische Präsident Chen Shui-bian ernennt den ehemaligen Chef der regierenden Demokratischen Fortschrittspartei (DPP), Su Tseng-chang, zum neuen Ministerpräsidenten. 22. Januar: In Bolivien wird Evo Morales, unter anderem Anführer der Coca-Bauern, neuer Präsident des Landes. 22. Januar: Der Konservative Aníbal Cavaco Silva wird zum Präsidenten von Portugal gewählt. 23. Januar: Nach über zwölf Jahren liberaler Regierungen wird Kanada künftig von den Konservativen regiert. 24. Januar: Im Irak werden die deutschen Ingenieure René Bräunlich und Thomas Nitzschke entführt. 25. Januar: Bei der Parlamentswahl in den Autonomiegebieten Palästinas erobert die extremistische Hamas 76 Sitze, während die bisher regierende Fatah entgegen den Umfragen nur 43 Mandate erreicht. 26. Januar: Marianne Birthler wird erneut vom Deutschen Bundestag zur Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen der DDR gewählt.
Februar
1. Februar: Im Westjordanland beginnen israelische Sicherheitskräfte gegen den gewaltsamen Widerstand jüdischer Siedler mit der Zerstörung des Außenpostens Amona. 5. Februar: Moslemische Demonstranten gegen die umstrittenen Mohammed-Karikaturen setzen das dänische Konsulat im Libanon in Brand. Infolge führen Proteste in anderen islamischen Ländern zu weiteren Gewalttaten und Bedrohung von EU-Institutionen. 18. Februar: Das Assoziierungsabkommen Albaniens mit der EU unterzeichnet. 26. Februar: Die Weltbevölkerung erreicht laut der US-Zensus-Behörde die Marke von 6,5 Milliarden Menschen.
März
In Frankreich führt der Gesetzentwurf Contrat première embauche zu wachsenden Studentenprotesten und -unruhen sowie zur Besetzung der Sorbonne. Das Gesetz soll die Kündigungsfristen ändern, um die hohe Jugendarbeitslosigkeit von 22 % zu verringern. 11. März, Den Haag: Serbiens früherer Ministerpräsident Slobodan Milošević, seit 2001 beim UN-Kriegsverbrechertribunal inhaftiert, wird in seiner Zelle tot aufgefunden. Die Chefanklägerin Del Ponte hält Selbstmord als Ausweg vor der Verurteilung für möglich, was aber dementiert wird. Serbische Anhänger sprechen von Mord, und Moskauer Kreise glauben nicht an eine objektive Autopsie. Belgrads Behörden möchten verhindern, dass sein Grab zur unerwünschten Pilgerstätte wird.Milosevic: Del Ponte hält Selbstmord für möglich, Spiegel, 12. März 2006. 13. März: Die Autopsie Miloševićs ergibt einen Herzinfarkt als Todesursache, was anderweitige Gerüchte in Serbien und Demonstrationen seiner Anhänger beendet. Nach langer Diskussion wird Miloševićs Begräbnis doch nicht in Moskau, sondern in seinem serbischen Geburtsort sein. Aufgebahrt wird er im Belgrader „Museum der Revolution“. 16. März: Beginn der Operation Swarmer im Nordirak 20. März: Die Präsidentenwahl in Belarus gewinnt Amtsinhaber Aljaksandr Lukaschenka angeblich mit 82,6 %. Die OSZE und Wahlbeobachter stellen fest, dass die Wahlen nicht fair waren und internationalen Normen widersprachen. In Minsk demonstrieren Tausende Belarussen trotz massiver Drohungen der Regierung. 22. März: Die baskische separatistische Terrororganisation Euskadi Ta Askatasuna (ETA) kündigt einen dauerhaften Waffenstillstand an, der am 24. März in Kraft treten soll. 22. März: Der Gründer der peruanischen Untergrundorganisation Movimiento Revolucionario Túpac Amaru, Víctor Polay, wird von einem Gericht zu 32 Jahren Haft verurteilt. 26. März: Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt 28. März: An einem ausgerufenen nationalen Protesttag gehen drei Millionen Franzosen auf die Straße, um ihren Unmut gegen den Contrat première embauche zu bekunden. Das geplante Gesetz soll in Frankreich das Entlassen von Angestellten unter 26 Jahren ohne Begründung und ohne Vorwarnung in den ersten zwei Jahren des Arbeitsverhältnisses gestatten.
April
10. April: Matthias Platzeck tritt wegen gesundheitlicher Probleme als SPD-Chef zurück, Nachfolger wird der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck. 10. April: In Italien gewinnt das Bündnis unter Prodi die Parlamentswahlen gegen das Bündnis unter Berlusconi. 11. April: Der Präsident des Iran, Mahmud Ahmadineschad, erklärt den Iran offiziell zur Atommacht. 11. April: Das israelische Kabinett beschließt, den erkrankten Ministerpräsidenten Ariel Scharon für dauerhaft dienstunfähig zu erklären. Sein Stellvertreter Ehud Olmert übernimmt das Amt.
Mai
1. Mai: 99 Tage nach ihrer Entführung im Irak werden die deutschen Ingenieure René Bräunlich und Thomas Nitzschke freigelassen. Mehrfach waren Videos aufgetaucht, auf denen mit der Ermordung der Deutschen gedroht wurde. Appelle der Familie, Mahnwachen in Leipzig und politische Statements begleiteten das Ereignis. 5. Mai: Die sudanesische Regierung und die bedeutende Fraktion der Sudanesischen Befreiungsarmee (SLA) unter Minni Arcua Minnawi unterzeichnen ein Friedensabkommen in Abuja (Darfur-Krise). 13. Mai: In São Paulo kommt es nach von der kriminellen Organisation Primeiro Comando da Capital geschürten Massenunruhen zum Ausnahmezustand. In brasilianischen Strafvollzugsanstalten nehmen zeitgleich Häftlinge 112 Gefängniswärter als Geiseln. 14. Mai: Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck wird auf dem Parteitag in Berlin mit 95,07 % zum Vorsitzenden der SPD gewählt. 19. Mai: Der Bundestag beschließt die Erhöhung der Umsatzsteuer von 16 auf 19 % und die Erhöhung der Versicherungssteuer. 21. Mai: 55 % der abgegebenen Stimmen votieren in einem Referendum für die Unabhängigkeit Montenegros von Serbien und Montenegro. 27. Mai: Erste Demonstration in Moskau für die Rechte von homosexuellen Menschen, wo erst 1993 die Strafbarkeit von Homosexualität in Russland aufgehoben wurde. Bei der Demonstration wird der deutsche Politiker Volker Beck verletzt. 28. Mai: Der neue Berliner Hauptbahnhof geht in Betrieb.
Juni
mini|Flagge des neuen Staates Montenegro 3. Juni: Montenegro erklärt seine Unabhängigkeit vom Staatenbund Serbien und Montenegro. 5. Juni: Serbien erklärt formell seine Souveränität und scheidet aus dem Staatenbund Serbien und Montenegro aus. Montenegro hat schon am 3. Juni den Staatenbund verlassen. 7. Juni: Nach einem Luftschlag zweier von einer US-Spezialeinheit angeforderter Mehrzweckkampfflugzeuge vom Typ F-16 wird im Irak ein Haus bei Baquba zerstört. Die Aktion, die sich gegen den weltweit gesuchten Topterroristen Abū Musʿab az-Zarqāwī richtet, kostet ihn in der Folge das Leben. 9. Juni: Feierlichkeiten zum 60. Thronjubiläum von Königin Bhumibol Adulyadej (Rama IX) in ganz Thailand 14. Juni: Nach dem Wahlsieg von Romano Prodi beginnt Italien mit dem Truppenabzug aus dem Irak. 15. Juni: Das EU-Parlament stimmt mehrheitlich für die Forschungsförderung bei embryonalen Stammzellen. 17. Juni: In Taiwan wird der knapp 13 Kilometer lange Hsuehshan-Tunnel eröffnet. 20. Juni: Japan kündigt an, seine Soldaten aus dem Irak abzuziehen. 20. Juni: Das Bundesverfassungsgericht bestätigt, dass auch für Kinder streng religiöser Eltern eine Schulpflicht besteht und bei Nichteinhaltung der Schulpflicht strafrechtlich sanktioniert werden darf. 26. Juni: In einem Referendum lehnen in Italien die Wähler eine Reform der italienischen Verfassung ab. 27. Juni: Montenegro wird als 192. Mitglied in die UNO aufgenommen 27. Juni: Nguyễn Minh Triết wird mit 494 Stimmen (94,12 %) im Parlament zum Präsidenten von Vietnam gewählt.