mini|270px|Ansicht des Dorfes

Förmitz (oberfränkisch: Färmitz) ist ein Gemeindeteil der Stadt Schwarzenbach an der Saale im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Förmitz liegt in der Gemarkung Hallerstein.

Geografie Beim Dorf mündet die Förmitz in den Vorspeicher der Förmitztalsperre. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Albertsreuth (1 km westlich) bzw. nach Hallerstein (1,7 km östlich). Weitere Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Götzmannsgrün und nach Völkenreuth (2,1 km nordöstlich). Ein Anliegerweg führt nach Albertsberg (0,9 km südlich).

Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1361 als „Vormitz“ erstmals urkundlich erwähnt.D. Hermann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 181. In Förmitz gab es zwei Mühlen, die als Obere und Untere Mühle bezeichnet werden. Die Untere Mühle war eine Getreidemühle, die 1490 zur Herrschaft Hallerstein gehörte und 1778 in das Dorf eingegliedert wurde. Sie wurde 1976 abgerissen. Die Obere Förmitzer Mühle war als Getreide- und Schneidmühle vom 15. Jahrhundert bis 1934/35 in Betrieb. Wilfried Kluge: Mühlen in Münchberg und im alten Landkreis Münchberg. In Münchberg - Beiträge zur Stadtgeschichte, Band 2, Münchberg 1998, S. 143, 145, ISBN 978-3938463024

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Förmitz aus 18 Anwesen (2 Frohnhöfe, 4 Halbfrohnhöfe, 1 Dreiviertelfrohnhof, 5 Frohngüter, 2 Halbhöfe, 1 Halbhof mit Mühle, 2 Viertelhöfe, 1 Tropfhaus). Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtrichteramt Münchberg zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das bayreuthische Amt Hallerstein war Grundherr.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 407f.

Von 1797 bis 1810 unterstand Förmitz dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Förmitz dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Hallerstein und der zugleich entstandenen Ruralgemeinde Hallerstein zugeordnet.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 489. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Förmitz am 1. Juli 1976 in die Stadt Schwarzenbach an der Saale eingegliedert.

Baudenkmäler Zwei Wohnstallhäuser und ein Hoftor sind als Baudenkmäler ausgewiesen.

ehemaliges Baudenkmal Haus Nr. 11: Zweigeschossiges Wohnstallhaus mit Satteldach, der Türsturz zur Wohnung bezeichnet „18 J.A.P. 41“ (=Johann Adam Popp). Die beiden Granittorpfeiler gefeldert und bezeichnet „JAP“ und „1823“.T. Breuer: Landkreis Münchberg, S. 11. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.

Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1812 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 108 91 100 135 127 124 109 99 129 74 80 67HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 18 18 17 17 16 16 17 18Quelle J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken., Bd. 2, Sp. 157.

Religion Förmitz ist bis heute nach Hallerstein gepfarrt und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.

Literatur

Hans Bucka, Oskar Heland: Die Steinkreuze und Kreuzsteine im Landkreis Hof und in der Stadt Hof. Hof 1986. S. 51.

Werner Dengler: Hallerstein und Förmitz – Die Flurkarte als Grundlage für die Ortsgeschichte. Bayreuth 2012.

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Schwarzenbach an der Saale) Kategorie:Ort im Landkreis Hof Kategorie:Ersterwähnung 1361