mini|hochkant|Hängerkleid der 1920er Als Hänger werden in der Mode bestimmte Schnittformen von Mänteln bzw. Kleidern bezeichnet.
Als Mantelform bezeichnet Hänger eine gerade bis weit geschnittene, lose fallende Form, die in den 1950er Jahren besonders beliebt war. Der Begriff wurde vor allem für entsprechend geformte Damenmäntel angewendet.Abbildung: Langer Hänger aus Wildkatze mit weiten Ärmeln und Stehkragen (Textilni Tvorba), Prag. In: Putz und Pelz Nr. 2, Februar 1954, Verlag Die Wirtschaft, Berlin, S. 4.Alfons Hofer: Textil- und Modelexikon. 7. Auflage. Band 1, Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 1997, S. 367, Stichwort „Hänger“, ISBN 3-87150-518-8.
links|hochkant|miniatur|Gisele Bündchen mit tent dress 2006 Als Hängerkleid werden verschiedene taillenlose, gerade geschnittene Formen bezeichnet, die in der Mode um 1900 als Ausprägung des Reformkleides und nach dem Ersten Weltkrieg als Kittel-, Futteral- oder Sackkleid erschienen. Auch das für die Flappermode typische Charlestonkleid der 1920er Jahre gehört zu dieser Gruppe. In den 2000er Jahren waren Hängerkleider unter der englischen Bezeichnung tent dress („Zeltkleid“) in Mode.
Schließlich wird auch ein taillenloses Kinderkleid mit kurzer Passe und daran gereihtem Rock als Hänger oder Hängerkleidchen bezeichnet.
Literatur Ingrid Loschek: Reclams Mode- und Kostümlexikon. 5. Aufl. Reclam, Stuttgart 2005, ISBN 3-15-010577-3, S. 236
Einzelnachweise
Kategorie:Kostümkunde des 20. und 21. Jahrhunderts Kategorie:Kleid