mini|Pfarrkirche St. Wolfgang mini|Lengenwang von Nordwesten
Lengenwang ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu.
Geografie Die Gemeinde liegt in der Region Allgäu in einer Höhenlage zwischen 768 (Lobach) und (bei Pflaubaumen). Die wichtigsten Gewässer sind die Lobach und deren Nebenflüsse Kippach und Lengenwanger Mühlbach.
Es gibt nur die Gemarkung Lengenwang.
Es gibt 15 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Bethlehem ist erst seit dem 8. Februar 2001 ein amtlich benannter Gemeindeteil, vorher war dieser Teil von Ried.
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Die erste Erwähnung der spätmittelalterlichen Rodungssiedlung datiert von 1386 als „Lengewank“. Der Ort gehörte den Freiherren von Freyberg bzw. dem Hochstift Augsburg. Die Rechte der verschiedenen Rechtsträger waren hier stark gemischt und fielen zu verschiedenen Zeitpunkten an Bayern: 1803 vom Hochstift, 1805 von Österreich (für Hohenfreyberg), 1806 von den Freiherren von Freyberg. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Kreiszugehörigkeit Bis 1879 gehörte Lengenwang zum Landkreis Füssen, danach bis zur Gebietsreform 1972 zum Landkreis Marktoberdorf.
Einwohnerentwicklung 1970: 1131 Einwohner 1987: 1226 Einwohner 1991: 1296 Einwohner 1995: 1338 Einwohner 2000: 1330 Einwohner 2005: 1385 Einwohner 2010: 1366 Einwohner 2015: 1439 Einwohner 2020: 1512 Einwohner 2025: 1525 Einwohner Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1246 auf 1459 um 213 Einwohner bzw. um 17,1 %.
Politik Bürgermeister Berufsmäßiger Erster Bürgermeister ist Peter Hartl (Wählergemeinschaft Lengenwang). Dieser ist seit 1. Mai 2026 im Amt. Bei der Bürgermeisterwahl 2026 wurde er im ersten Wahlgang mit einem Stimmenanteil von 71,5 % gewählt. Sein Vorgänger Albert Schreyer, jun. war seit 2020 im Amt, dessen Vorgänger war Josef Keller (Wählergemeinschaft Lengenwang), der von 2008 - 2020 im Amt war.
Gemeinderat
Der Gemeinderat von Lengenwang besteht aus dem Ersten Bürgermeister und 12 Mitgliedern, wovon seit der Gemeinderatswahl 2026 insgesamt 8 Mitglieder der Wählergemeinschaft Lengenwang und 4 Mitglieder der Lengenwanger Liste angehören.
Verwaltung Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Seeg.
Wappen
Baudenkmäler / Sehenswertes
In der Gemeinde Lengenwang gibt es zehn gelistete Baudenkmäler.
Lengenwanger Kapellenweg: ein 21 km langer Themenrundweg zu 11 Kapellen.
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Im Jahr 2021 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 6 und im produzierenden Gewerbe 408 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 81 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 656. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es zwei, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. 2020 bestanden zudem 61 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1624 ha, die komplett als Dauergrünfläche genutzt wurde.
Verkehr mini|Ein Zug im Bahnhof Lengenwang Lengenwang hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Marktoberdorf–Füssen. Es bestehen Verbindungen nach Augsburg sowie München.
Bildung Im Jahr 2026 besuchten 80 Kinder den örtlichen Kindergarten (85 Plätze). Die Volksschule zählte vier Lehrer und 58 Schüler.
Wasserversorgung Die Grundwasserentnahme für die gemeindliche Wasserversorgung erfolgt nördlich des Ortsteils Luttenried und wird durch ein ca. 43 ha großes Wasserschutzgebiet geschützt. Die Ortsteile Enisried, Aleuthen und Albatsried (Gemeinde Seeg) werden durch Wasserbeschaffungsverbände versorgt.
Bilder
Weblinks
Gemeinde Lengenwang (PDF; 1,05 MB)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Ostallgäu Kategorie:Ort in Oberschwaben Kategorie:Ersterwähnung 1386 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)