Johann Julius Emil Sondermann (16. Oktober 1852 in Berlin, Königreich Preußen – 29. August 1927 in Berlin, Deutsches ReichQuelle: Sterbeurkunde Nr. 717, Standesamt Berlin-Schöneberg 2, Landesarchiv Berlin.) war ein deutscher Sänger, Theater- und Filmschauspieler sowie Theater-, Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent.

Leben Er begann seine Laufbahn in Berlin am Vorstädtischen Theater. 1879 spielte er in Görlitz, danach wechselte er ans Zentralhallentheater in Hamburg. Von 1880 bis 1881 gastierte er in Breslau, von 1883 bis 1885 am Residenztheater in Hannover. 1887 wechselte er ans Carl-Schultze-Theater nach Hamburg, wo er als Schauspieler, Sänger und Regisseur tätig war. 1899 ging er ans Berliner Central-Theater. Dort führte er auch Oberregie. Nach Eisenbergs Einschätzung war er „vielleicht im provinziellen Deutschland bekannter als in Berlin selbst“. Er spielte häufig Grafen und Lebemänner. Verheiratet war er mit der Schauspielerin Therese Delma, die ebenfalls am Central-Theater ab 1889 wirkte.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Sondermann bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs als Schauspieler und Sänger am Berliner Thalia-Theater beschäftigt, wo er u. a. mit Jean Gilbert zusammenarbeitete. 1915 begann er seine schauspielerische Tätigkeit beim Film. Als Sondermann im Sommer 1927 verstarb, wurde seiner in Nachrufen gedacht. Im Bühnenjahrbuch 1928 hieß es:

Filmografie 1915: Sondi hat Pech 1915: Sondi’s dunkler Punkt 1915: Sondi’s Glück im Unglück 1916: Lilli’s erste Liebe 1916: Sondi, Amor und Co 1916: Sondis Kleine 1918: Amor in der Klemme 1918: Die Filmkathi 1918: Haben Sie Fritzchen nicht gesehen? 1918: Harry lernt Billardspielen 1918: Harry wird Millionär 1918: Sein Badepuppchen 1918: So ’n kleiner Schwerenöter 1919: Bis früh um fünfe 1919: Die Sekretärin des Gesandten 1919: Ein toller Schwiegersohn 1919: Hoppla, Herr Lehrer 1919: Krümelchens Reiseabenteuer 1919: Madeleine 1919: ’n doller Schwiegersohn 1919: Seine Kammerzofe 1920: Lo, die Kokotte 1921: Die Schrecken der Schlangengruft 1921: Ironie des Schicksals 1922: Der einzige Zeuge 1922: Frauen, die die Ehe brechen 1922: Wer bin ich? 1923: Gestörte Flitterwochen 1925: Die zweite Mutter 1927: Lützows wilde verwegene Jagd

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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