Schallershof (fränkisch SchallashufD. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 251. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „šalɐshūf“.) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Erlangen (Mittelfranken, Bayern). Schallershof liegt in der Gemarkung Frauenaurach.
Geografie Das Dorf bildet mit Siedlung Sonnenblick im Norden eine geschlossene Siedlung. Diese liegt zwischen dem Main-Donau-Kanal im Westen und den Flussauen der Regnitz im Osten. Die Kreisstraße ER 2 führt zu einer Anschlussstelle der Staatsstraße 2244 (0,4 km südlich) bzw. zu einer Anschlussstelle der Kreisstraße ER 1 (0,8 km nördlich).
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1409 als „Schallers Hofe“ erstmals urkundlich erwähnt. Benannt wurde das Anwesen nach dem Familiennamen Schaller. Das Kloster Frauenaurach war von Anbeginn Lehensherr des Hofes (ab dem 16. Jh. das brandenburg-kulmbachische Klosteramt Frauenaurach).D. Fastnacht: Erlangen, S. 250ff. 1440 gehörten zum Einzelhof etwa 20 Morgen Acker und 14 Tagewerk Wiesen.A. Jakob: Schallershof, im: Erlanger Stadtlexikon, S. 606.
1690 erwarb der Metzger und Gastwirt Hans Frank aus der Neustadt Erlangen den Schallershof, um hier ein Wirtshaus einzurichten. 1711 kaufte die Elisabeth Sophie von Brandenburg den Besitz für 3020 fl. Sie ließ hier ein ‚Lusthaus‘ (Mon Plaisir) erbauen, was sie wegen Überschuldung bereits 1716 an Baron Groß von Trockau verkaufte.
Von 1797 bis 1810 unterstand Schallershof dem Justiz- und Kammeramt Erlangen. 1810 kam der Ort an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1813 gebildeten Steuerdistrikt Frauenaurach und der zugleich gebildeten Ruralgemeinde Frauenaurach zugewiesen. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Schallershof am 1. Juli 1972 nach Erlangen eingemeindet.
Baudenkmäler In Schallershof sind mehrere Objekte zu einem Baudenkmal zusammengefasst: Romesstraße 1: Bürgerhaus Schallershofer Straße 148: Wirtschafts- und Wohngebäude des ehemaligen Schlosses Mon Plaisir mit ehemaligen Barockgarten Schallershofer Straße 150: Wohnhaus
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 45 18 20 16 47 43 36 59 136 97 101HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 5 4 5 9 7 8 25 31Quelle
Religion Schallershof ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Matthäus (Frauenaurach) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Xystus (Büchenbach) gepfarrt.D. Fastnacht: Erlangen, S. 250.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort in der kreisfreien Stadt Erlangen Kategorie:Ersterwähnung 1409