mini|hochkant=1.25|Amberg (Schwaben) im Jahr 2018 Amberg ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Türkheim.
Geografie Amberg liegt in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.
Das Gemeindegebiet besteht nur aus der Gemarkung Amberg.
Es gibt die Gemeindeteile Amberg und Pisterhof.
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Der Ort wurde 1170 erstmals als welfisches Gut erwähnt. Mit dem Bau der Pfarrkirche wurde 1249 begonnen, sie war ursprünglich Johannes dem Täufer geweiht und bekam 1399 das Patrozinium Mariä Heimsuchung. Nach mehreren Besitzerwechseln gehörte das Dorf ab 1540 Bartholomäus Welser, der dort ein Schloss erbauen ließ, das nach 1775 wieder abgerissen wurde. Welsers Erben veräußerten ihren Besitz 1601, der nach weiteren Besitzerwechseln an das Kloster Steingaden fiel. Die im Kurfürstentum Bayern gelegene geschlossene Hofmark stand unter der Hoheit der bayerischen Herrschaft Schwabegg. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Einwohnerentwicklung mini|Schloss Bartholomäus Welser Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1076 auf 1476 um 400 Einwohner bzw. um 37,2 %. Jahr 1810 1970 1987 991 1995 2000 Einwohner 280 736 994 1126 1189 1279 Jahr 2005 2010 2015 2024 2025 Einwohner 1302 1388 1421 1508 1552
Politik
Bürgermeister Erster Bürgermeister ist Sebastian Schuster (Freie Wählervereinigung). Dieser wurde im Jahr 2026 Nachfolger von Peter Kneipp (Freie Wählervereinigung) und am 8. März 2026 mit 90,0 % der Stimmen für die Legislaturperiode 2026–2032 in das Amt gewählt.
Gemeinderat Da sowohl 2014, 2020, wie 2026 die Freie Wählervereinigung den einzigen Wahlvorschlag eingereicht hat, erhielt sie jeweils alle zwölf Sitze zugeteilt.
Wappen
Flagge Die Flagge ist Blau–Weiß–Blau (1:1:1) gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.
mini|Amberg von Süden im Jahr 2011, im Hintergrund die mittlerweile demontierte Kurzwellensendeanlage Wertachtal mini|Amberg - Kirchenweg
Baudenkmäler
Bodendenkmäler
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Es gab 2018 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe 42 und im Bereich Unternehmensdienstleister 11 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 668. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Im Jahr 2016 bestanden 15 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 500 Hektar (Im Vergleich 1999: 35 Betriebe mit 761 Hektar). Davon waren 185 Hektar Dauergrünfläche (1999: 450 Hektar).
Bildung Im Jahr 2019 gab es folgende Einrichtungen: Kindertagesstätte: 107 Plätze mit 81 betreuten Kindern
Persönlichkeiten Söhne und Töchter der Gemeinde Paul Gedler (* 1715 in Amberg; † 1790), Altarbauer Anton Staedele, auch Städele (* 1873 in Amberg; † 1956), Redakteur der "Neuen freien Volkszeitung" in München, Landtagsabgeordneter Adalbert Meier (* 1926 in Amberg; † 2021), Kirchenmusiker, Komponist und Ehrenamtler in der Leprahilfe Adalbert Keller (* 1959 in Amberg), römisch-katholischer Theologe und Hochschullehrer
Persönlichkeiten, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen Bartholomäus V. Welser (* 1484; † 1561 in Amberg), Augsburger Patrizier und Großkaufmann
Weblinks
Homepage (PDF; 1 MB)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Unterallgäu Kategorie:Ort in Oberschwaben Kategorie:Ersterwähnung 1170 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)