Ingolf Timpner (* 10. Mai 1963 in Mönchengladbach; † 17. August 2018 in Düsseldorf) war ein deutscher Fotokünstler.

Leben Nach dem Abitur belegte Ingolf Timpner ein zeitweiliges Studium der Philosophie und Romanistik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Studium der Philosophie und Kunstgeschichte an der Kunstakademie Düsseldorf. Als Bildender Künstler war er Autodidakt. Von 1989 bis 1991 lebte er in Paris und knüpfte dort Kontakte zur Kunstszene. Seit 1988 beteiligte er sich an nationaler und internationaler Ausstellungstätigkeit.D. Galloway: Going for Neo-Baroque. In: ARTnews. November 2004, S. 138. Er lebte und arbeitete in Düsseldorf.

Werk Er arbeitete mit Rolleiflex-Kameras aus den 1950er und 60er Jahren. Ein formales Kennzeichen seiner Bilder ist die Entwicklung der Silber-Gelatine-Prints mit einem Naturschwamm, die den chemischen Prozess der Fotografie sichtbar und jeden Handabzug zu einem Unikat macht. 1995 kolorierte er erste s/w Abzüge. Seit 2007 hat die Handkolorierung einzelner Arbeiten systematisch Einzug in sein Werk gehalten. Diese analogen handkolorierten Fotoarbeiten wurden nach dem Scannen als Pigmentdrucke erstellt.A.Reisch, M.A. Stiehler, R. Wehning: Ingolf Timpner. In: A. König, H. Körner (Hrsg.): Begegnung Konfrontation. Museum Ratingen, Ratingen. Pagina Verlag, Goch 2013. S. 101

„Der gesamte Komplex von Arbeiten Ingolf Timpners zeigt, dass Fotografie in der Lage ist, Ansprüche der Malerei aufzugreifen, zu erfüllen und sogar zu ersetzen.“Reinhold Mißelbeck: Ingolf Timpner – stilles Leben. In: Galerie Bugdahn und Kaimer Düsseldorf, Elke Dröscher Kunstraum Falkenstein Hamburg (Hrsg.). De Profundes. Ausstellungskatalog. Düsseldorf 1998.

„Seine Photoarbeiten kombinieren Inszenierung und Zitate.“Andrea El Danasouri: Ingolf Timpner – Fotokunst versus Herbarium. In: B. Kümmel, U. Reuter (Hrsg.): Blütenzauber – Fotografie und Installationen. Museum Bad Arolsen 2013

Ausstellungen Einzelausstellungen (Auswahl) 2013: Human Condition. Galerie Bugdahn und Kaimer, Düsseldorf 2013: Collaborations. Irene Andessner+Ingolf Timpner. Brunnhofer Galerie, Linz 2010: Black Angels’ Playground. Galerie Bugdahn und Kaimer, Düsseldorf 2006: Musée imaginaire. Yoshiko Matsumoto Gallery, Amsterdam 2004: Unzeitgemäße Betrachtungen II – Photoarbeiten. Museum Bad Arolsen Museumsverein, Bad Arolsen 2002: Orte. Elke Dröscher – Kunstraum Falkenstein, Hamburg 1998: Exvoto. Elke Dröscher – Kunstraum Falkenstein, Hamburg 1992: Galerie Molenaars, Breda (Niederlande) 1989: Goethe-Institut, Paris

Gruppenausstellungen (Auswahl) 2014 Der schwarze Raum. Elke Dröscher – Kunstraum Falkenstein, Hamburg 2013 Begegnung Konfrontation. Aktuelle Fotografie in historischen Rahmen. Museum Ratingen, Ratingen 2013 Stillleben. Carl Schuch und die zeitgenössische Stilllebenfotografie. Museum Ratingen, Ratingen; Siegerlandmuseum, Siegen; Stadtmuseum Siegburg, Siegburg; Städtisches Museum Kempen, Kempen 2006 Tiefes Licht. Schwarz in der zeitgenössischen Fotografie. Kunsthalle Wilhelmshaven 2003 Yet Untitled. Städtische Galerie Schloß Wolfsburg, Wolfsburg 2000 Der Monokulare Blick. Kunstverein Lingen, Kunsthalle Lingen 1999 Lautlose Gegenwart. Das Stilleben in der zeitgenössischen Fotografie. Staatliche Kunsthalle Baden-Baden 1998 Het dier als metafoor. De Zonnehof, Centrum voor moderne kunst, Amersfoort 1998 El Niño. Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach 1992 De lune à l'autre. Institut Francais, Freiburg und Forum FNAC, Strasbourg 1990 Preis für junge europäische Photographen. Martin-Gropius-Bau, Berlin 1989 Géographies humaines. Musée de la Photographie, Charleroi (Belgien)

Weblinks Offizielle Website Ingolf Timpner auf artnet Ingolf Timpner auf photography-now

Einzelnachweise

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