Vire ist eine ehemalige französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ), den Virois, im Département Calvados in der Region Normandie.
Am 1. Januar 2016 wurde Vire im Zuge einer Gebietsreform zusammen mit sieben benachbarten Gemeinden als Ortsteil in die neue Gemeinde Vire Normandie eingegliedert.Information zur Gemeindefusion auf calvados.gouv.fr (französisch) Vire stellt dabei als „übergeordneter Ortsteil“ den Verwaltungssitz von Vire Normandie dar.
Geografie Vire liegt inmitten einer Hügellandschaft. Die Vire durchfließt den Ort von Süden kommend. Hier münden auch die Zuflüsse Virène von links und Allière von rechts. Das im Département Orne gelegene Flers befindet sich rund 28 km südöstlich von Vire, Saint-Lô im Département Manche etwa 38 km nordnordwestlich. Avranches liegt gut 40 km westsüdwestlich, Caen 60 km nordöstlich.
Geschichte Im Zweiten Weltkrieg wurde das von Deutschen besetzte Vire in der Nacht vom 6. auf den 7. Juni 1944 von der alliierten Luftwaffe bombardiert. Es gab 279 Tote. Am 8. August 1944 wurde der Ort von der Besatzung befreit. Die Bausubstanz war zu 73 % zerstört.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1793 1836 1876 1926 1946 1968 1990 2013Einwohner 7.873 7.339 6.718 5.871 3.929 11.140 12.895 11.597 Quelle: Cassini,Vire – Cassini EHESS und INSEE
Sehenswürdigkeiten (Auswahl) mini|hochkant|rechts|Das Stadttor „Porte Horloge“ Donjon von Vire aus dem 11./12. Jahrhundert, seit 1913 Monument historique Stadttor „Porte Horloge“ aus dem 12. Jahrhundert, seit 1886 Monument historique zwei Türme aus dem 14. Jahrhundert, die seit 1951 als Monument historique eingestuft sind Kirche Notre-Dame aus dem 13./14. Jahrhundert, seit 1862 Monument historique ehemaliges Hôtel-Dieu aus dem 17. Jahrhundert, seit 1975 Monument historique ehemaliges Konvent aus dem 17. Jahrhundert, seit 1975 Monument historique diverse Kirchen, Schlösser und andere Gebäude
Politik Vire unterhält mit dem deutschen Baunatal, dem mexikanischen Atlacomulco, dem rumänischen Săcele, Constanța, dem spanischen Santa Fe, Granada, und dem britischen Totnes Partnerschaften.
Persönlichkeiten (Auswahl) Jean-Baptiste Du Hamel (1624–1706), Philosoph und Theologe René Castel (1758–1832), Dichter und Naturforscher Charles-Julien Lioult de Chênedollé (1769–1833), Dichter Pierre Jean François Turpin (1775–1840), Botaniker und Maler Jules-François Lecoq (1821–1892), römisch-katholischer Geistlicher, Bischof von Nantes 1877–1892 Octave Gréard (1828–1904), Pädagoge und Mitglied der Académie française Michel Drucker (* 1942), Journalist und Fernsehmoderator Damien Éloi (* 1969), Tischtennisspieler Thierry Gouvenou (* 1969), Radrennfahrer Mickaël Malle (* 1982), Radrennfahrer
Weblinks
Webpräsenz des Ortes (französisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Normandie Kategorie:Ehemalige Gemeinde im Département Calvados Kategorie:Vire Normandie Kategorie:Gemeindeauflösung 2016