mini|Blick aus der Webergrotte (noch ohne Geländer zum Schutz der seltenen Vegetation), rechts die Stufenreihe des ehemaligen Aufstiegs zum Fremdenweg mini|Brandstein 1842 in der Weberschlüchte, erinnert an einen Waldbrand
Die Webergrotte ist eine der größten Klufthöhlen der Sächsischen Schweiz und liegt im Gebiet des Großen Zschands in Deutschland. Sie hat eine dreieckige Grundfläche mit einer Kantenlänge von jeweils etwa 10 Metern und einer Höhe von etwa 5 Metern.
Lage Die Webergrotte befindet sich am Talschluss der Weberschlüchte,Axel Mothes: Bergpfade und andere Wege im Sandstein Band II, Stiegenbuchverlag, Halle 2009 einer etwa 2 km langen, westlichen Seitenschlucht des Großen Zschands in der Kernzone des Nationalparks Sächsische Schweiz. Sie ist für Wanderer von der Neumannmühle in etwa 2 bis 2,5 Stunden erreichbar. Im hinteren Teil der Grotte ist ein Vorkommen von Leuchtmoos und vor der Grotte, durch ein Geländer abgesperrt, ein Vorkommen des Stängelumfassenden Knotenfußes.
Touristische Erschließung Neben der forstwirtschaftlichen Nutzung der Weberschlüchte wurde bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein Wanderweg an der Grotte vorbei, über eine Stufenreihe in einem Felsblock und eine Holzleiter, um den Höhenunterschied zu überwinden, zum historischen Fremdenweg und weiter zum Prebischtor ausgebaut.Meinholds Routenführer No. 1: Die Sächsisch-Böhmische Schweiz. Aus dieser Zeit stammt auch der Brandstein aus dem Jahr 1842,Werner Liersch: Das romantische Gebirge. Chemnitzer Verlag und Druck GmbH, Chemnitz 2001, ISBN 3-928678-68-X. der an den Waldbrand am 31. August 1842 in diesem Gebiet erinnert.
Heutiger Zustand Bis Anfang 1990 war es möglich, den historischen Wanderweg zum Prebischtor zu nutzen. Mit Ausrufung des Nationalparkes Sächsische Schweiz im Jahr 1990 wurde kurze Zeit später durch Abbau der Holzleiter der Wanderweg zum Prebischtor unterbrochen und unpassierbar gemacht. Mit Einführung des Wegekonzeptes im Nationalpark dürfen in der Kernzone nur noch markierte Wanderwege benutzt werden. Damit die Webergrotte weiterhin erreichbar ist, wurde die Weberschlüchte ab dem Großen Zschand als Bergpfad markiert.
Sonstiges Die Legende, dass sich Carl Maria von Weber von der Webergrotte und der Weberschlüchte zu seiner Oper Der Freischütz hat inspirieren lassen, ist nicht belegt.
Weblinks
Die Webergrotte als Internetseite Der Glasperlenspieler – Webergrotte
Einzelnachweise
Kategorie:Höhle in Sachsen Kategorie:Höhle in Europa Kategorie:Geographie (Bad Schandau)