Die Sphenomorphinae sind die artenreichste Unterfamilie der Skinke (Scincidae). Mit Ausnahme von Südamerika kommt sie fast weltweit in allen tropischen und subtropischen Gebieten vor. Verbreitungsschwerpunkt mit mehr als 230 Arten in 23 Gattungen ist Australien. Südostasien ist das zweitartenreichste Gebiet.Eric R. Pianka, Laurie J. Vitt: Lizards: Windows to the Evolution of Diversity (Organisms and Environments). Seite 213, University of California Press (2003), ISBN 0-52023-401-4

Merkmale Diagnostische Merkmale der Sphenomorphinae sind neun Zähne auf der Prämaxillare (weniger bei Ctenotus und bei grabend lebenden Arten), eine offene Meckelsche Furche (eine Öffnung in der mittleren (inneren) Oberfläche des Unterkiefers, von der der Meckelsche Knorpel ausgeht). Die beiden Teile des paarigen Scheitelbeins (Os parietale) berühren einander hinter der Interparietale. Das Scheitelbein wird entlang seiner hinteren Seitenränder durch zwei oder mehrere Schläfenbeinknochen und die Nuchale begrenzt. Die inneren Präanalschuppen überlappen die äußeren, die Schuppen auf der Oberseite des vierten Zeh stehen in zwei oder mehreren Reihen, die mindestens über die Hälfte der Zehenbasis reichen. Die Iris ist variabel und entweder blass oder so dunkel wie die Pupille. Der Hemipenis besteht aus einer relativ langen, dünnen Basis und gabelt sich dann in zwei lange, dünne Abschnitte.Hedges (2014), Seite 320.

Systematik mini|Blue-Mountains-Wasserskink (Eulamprus leuraensis) mini|Hemiergis quadrilineata mini|Saiphos reticulatus mini|Amerikanischer Zwergskink (Scincella lateralis)

Zu den Sphenomorphinae gehören über 620, abgerufen am 28. Februar 2026. Arten, die folgenden Gattungen zugeordnet werden:

Anomalopus Duméril & Duméril, 1851 Asymblepharus Eremchenko & Shcherbak, 1980 Calyptotis De Vis, 1886 Coeranoscincus Greer & Cogger, 1985 Coggeria Couper, Covacevich, Marsterson & Shea, 1996 Concinnia Wells & Wellington, 1984 Ctenotus Storr, 1964 Glatte Nachtskinke (Eremiascincus Greer, 1979) Eulamprus Fitzinger, 1843 Fojia Greer & Simon, 1982 Glaphyromorphus Wells & Wellington, 1984 Hemiergis Wagler, 1830 Insulasaurus Taylor, 1925 Isopachys Lönnberg, 1916 Kaestlea Eremchenko & Das, 2004 Lankascincus Greer, 1991Hedges stellt die Gattungen Lankascincus und Ristella in die neu aufgestellte Familie Ristellidae. Larutia Böhme, 1981 Leptoseps Greer, 1997 Lerista Bell, 1833 Lipinia Gray, 1845 Nangura Covacevich, Couper & James, 1993 Notoscincus Fuhn, 1969 Ophioscincus Peters, 1874 Otosaurus Gray, 1845 Papuascincus Allison & Greer, 1986 Parvoscincus Ferner, Brown & Greer, 1997 Pinoyscincus Linkem, Diesmos & Brown, 2011 Prasinohaema Greer, 1974 Ristella Gray, 1839 Saiphos Gray, 1839 Scincella Mittleman, 1950 Silvascincus Skinner, Hutchinson & Lee, 2013 Waldskinke (Sphenomorphus Fitzinger, 1843) Tropidophorus Duméril & Bibron, 1839 Tumbunascincus Skinner, Hutchinson & Lee, 2013 Tytthoscincus Linkem, Diesmos & Brown, 2011

Die Unterfamilie Sphenomorphinae wurde 1982 durch den Herpetologen Kenneth R. G. Welch aufgestellt. 2014 schlug der Herpetologe Stephen Blair Hedges vor, der Gruppe den Rang einer Familie (Sphenomorphidae) zu geben.Hedges (2014)

Anmerkung

Literatur S. Blair Hedges: The high-level classification of skinks (Reptilia, Squamata, Scincomorpha). Zootaxa 3765 (4): 317–338 (19. Feb. 2014), doi:10.11646/zootaxa.3765.4.2

Einzelnachweise

Kategorie:Skinke Kategorie:Scincidae