Indiumtrimethyl ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der metallorganischen Verbindungen.

Gewinnung und Darstellung Indiumtrimethyl kann durch Grignard-Reaktion von Indium und Magnesium mit BrommethanGeorg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band I, Ferdinand Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 864.

oder durch Metathesereaktion von Indium(III)-chlorid oder Indium(III)-bromid mit Methyllithium gewonnen werden.

Es kann auch durch eine Transmetallierungsreaktion von metallischem Indium und Dimethylquecksilber bei 135 °C dargestellt werden.

Eigenschaften Indiumtrimethyl ist ein weißer pyrophorer Feststoff.EPICHEM: Trimethylindium vom 13. März 2000, abgerufen am 27. Dezember 2019. Er besteht aus monomeren Molekülen im Gaszustand und in Lösung (Benzol, Cyclopentan), ist aber tetramer im festen Zustand. Das Molekül besitzt eine trigonal-planare Struktur. Die Verbindung ist verhältnismäßig reaktionsträge. Eine heftige Reaktion erfolgt mit Luft und kaltem Wasser. Mit Säuren erfolgt rasche Hydrolyse unter Methanentwicklung. Sie ist löslich in Ether, Petrolether, Cyclohexan, Benzol und Methylenchlorid, mit Alkoholen tritt Reaktion ein. Mit Elektronendonatoren wie Trialkylaminen werden Addukte gebildet.

Verwendung Indiumtrimethyl wird zur Herstellung von Indiumphosphid verwendet. In der Halbleiterproduktion wird es als Dotierungsreagenz bzw. zur Erzeugung von III/V-Halbleiterschichten benutzt.Wiberg, E.; Wiberg, N.; Holleman, A.F.: Anorganische Chemie, 103. Auflage, 2017 Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin/Boston, ISBN 978-3-11-026932-1, S. 1405–1407, (abgerufen über De Gruyter Online).

Einzelnachweise

Kategorie:Indiumverbindung Kategorie:Metallalkyl