mini|Katholische Pfarrkirche St. Johannes mini|Drohnenbild vom Westen Frensdorfs
Frensdorf (mundartlich: Freesdäff) ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg und zählt zur Metropolregion Nürnberg.
Geographie Geographische Lage Die Gemeinde liegt in Oberfranken südlich von Bamberg am Unterlauf der Rauhen Ebrach an den östlichen Ausläufern des Steigerwaldes.
Nachbargemeinden Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Stegaurach, Pettstadt, Hirschaid, Höchstadt an der Aisch (Landkreis Erlangen-Höchstadt, Mittelfranken), Pommersfelden und Burgebrach.
Gemeindegliederung Es gibt 14 Gemeindeteile (in Klammern sind der Siedlungstyp und Einwohnerzahlen Stand 3. Januar 2022 angegeben):Einwohnerzahlen
Es gibt die Gemarkungen Birkach, Frensdorf, Herrnsdorf und Reundorf. Die Gemarkung Frensdorf hat eine Fläche von 10,113 km². Sie ist in 2282 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4431,50 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Obergreuth und Untergreuth.
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Frensdorf dürfte in der Zeit zwischen den Jahren 750 und 900 (sogenannte fränkische Landnahme) entstanden sein und wurde erstmals 1139 urkundlich erwähnt. Die Grafen von Abenberg machten im 12. Jahrhundert Frensdorf zum Verwaltungsmittelpunkt ihrer Besitzungen im Bamberger Raum. Sie waren wie die ihnen um 1190 nachfolgenden Grafen von Andechs-Meranien Vögte des Hochstifts Bamberg, zu dessen Besitz Frensdorf bis zum Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehörte. Ab 1500 lag die Ortschaft im Fränkischen Reichskreis. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens). (PDF-Datei; 179 kB)
Eingemeindungen Durch die Gebietsreform entstand am 1. Mai 1978 die heutige Gemeinde Frensdorf durch die Eingliederung der mit dem Gemeindeedikt von 1818 gebildeten Gemeinden Birkach, Herrnsdorf und Reundorf.
Verwaltungsgemeinschaft Von 1978 bis 2001 gehörte Frensdorf der Verwaltungsgemeinschaft Frensdorf an, die zum 1. Januar 2002 aufgelöst wurde.Sechstes Gesetz zur Änderung der Gliederung von Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften vom 23. November 2001 (GVBl S. 738) Seither hat Frensdorf wieder eine eigene Gemeindeverwaltung.
Religionen Konfessionelle Zusammensetzung (mit Nebenwohnsitzen 5229 Einwohner): römisch-katholisch: 3981 Bewohner (76 %) evangelisch: 498 Bewohner (9,5 %) sonstige: 750 Bewohner (14,5 %) (Stand: 1. Januar 2017)
Einwohnerentwicklung Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs die Gemeinde von 3680 auf 5092 um 1412 Einwohner bzw. um 38,4 %. Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2020Einwohner 2899 3042 3541 3947 4372 4697 4786 4890 4961 5126
Politik Bürgermeister Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2026 Mario Miguletz (Initiative Gemeinde Frensdorf). Er folgte auf Jakobus Kötzner (Aktive Wählerliste), der seit 1. Mai 1996 amtierte. Dieser wurde insgesamt viermal wiedergewählt, zuletzt 2008 mit 81,86 %, 2014 mit 83,0 % und 2020 mit 64,66 % der Stimmen.
Gemeinderat
Die Gemeinderatswahlen seit 2002 führten zu folgenden Sitzverteilungen: +Partei/Liste2020201420082002CSU/Freie Wählergemeinschaft Frensdorf (FWG)3–––GRÜNE2–––Aktive Wählerliste Herrnsdorf-Schlüsselau-Wingersdorf-Ellersdorf-Lonnershof (AWL)3223Bürgerliste Reundorf (BLR)3333Frensdorfer Bürgergemeinschaft (FBG)3–––Initiative Gemeinde Frensdorf (IGF)2–––Christliche Wählerliste Abtsdorf, Birkach, Hundshof und Vorra (CWL)2222Vereinigte Wähler Vorra-Birkach-Abtsdorf-Hundshof (VW)2121CSU/Frensdorfer Bürgergemeinschaft (FBG)–454Freie Wählergemeinschaft Frensdorf (FWG)–323Freie Wähler–1––Gesamt20161616 Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2022 insgesamt 4.971.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 1.006.000 Euro.
Wappen
Kultur und Sehenswürdigkeiten Wallfahrtskirche Zur Schmerzhaften Dreifaltigkeit in Schlüsselau Kloster Schlüsselau Bauernmuseum des Landkreises Bamberg in Frensdorf Jakobuskirche Herrnsdorf
Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr mini|Bahnhof Ebrach (August 2017) Frensdorf liegt an der Bahnstrecke Strullendorf–Ebrach und der Bahnstrecke Frensdorf–Schlüsselfeld. Der Abschnitt Frensdorf–Ebrach wurde 2006 stillgelegt und abgebaut.
Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Es gab im Jahr 2022 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft fünf, im produzierenden Gewerbe 201 und im Bereich Handel und Verkehr 108 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 127 und am Wohnort 2338 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen, im Bauhauptgewerbe elf Betriebe. 56 landwirtschaftliche Betriebe nutzten im Jahr 2020 eine Fläche von 2810 Hektar, davon waren 2212 Hektar Ackerfläche und 598 Hektar Dauergrünfläche.
Freiwillige Feuerwehren In den Ortsteilen Birkach, Frensdorf, Herrnsdorf, Reundorf und Vorra bestehen Freiwillige Feuerwehren. Freiwillige Feuerwehr Frensdorf mit HLF10, MZF Freiwillige Feuerwehr Herrnsdorf mit HLF10, TSF, MTF Freiwillige Feuerwehr Vorra mit TSF-W Freiwillige Feuerwehr Reundorf mit TSF-W Freiwillige Feuerwehr Birkach mit TSF
Bildung Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2023): vier Kindertageseinrichtungen: 365 genehmigte Betreuungsplätze, 328 betreute Kinder zwei Volksschulen: 30 Lehrkräfte, 397 Schülerinnen und Schüler
Brauereien In der Gemeinde Frensdorf gibt es noch die Brauerei Büttner in Untergreuth und die Brauerei Müller in Reundorf. Die Brauerei Barnikel in Herrnsdorf stellte den Braubetrieb 2012 ein. Bis Ende der 1970er Jahre gab es in Frensdorf noch die Brauereien Pickel und Messingschlager. Im Gemeindeteil Wingersdorf wurde bis 1978 in der Brauerei Schütz Bier gebraut.
Söhne und Töchter der Gemeinde Peter Eismann (* 1957), Politiker (CSU) Bruno Neundorfer (1926–2001), Historiker und Archivar Joseph Neundorfer (1901–1997), Politiker (CSU)
Literatur
Weblinks
Gemeinde Frensdorf Ortsgeschichte, Fotos und Geschichte der Kirche bei Foracheim (PDF; 1,24 MB)
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1139
Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Ort an der Rauhen Ebrach Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg