Mit Ostheide wird der Ostteil der Lüneburger Heide östlich der Stadt Lüneburg und des Uelzener Beckens im Norden sowie östlich der Südheidemoore an Mittel- und Unterlauf der Ise im Süden bezeichnet. In diesem räumlichen Bereich liegt auch die Samtgemeinde Ostheide mit den Gemeinden Barendorf, Neetze, Reinstorf, Thomasburg, Vastorf und Wendisch Evern.

Im engeren Sinne bezeichnet Ostheide nur den von Endmoränen geprägten, zur Elbe entwässernden Nordteil. Sie besteht aus der Osthannoverschen Kiesmoräne mit dem Waldgebiet der Göhrde und dem bis hohen Drawehn sowie ihren Abdachungen und Ausläufern bis Lüben im Süden und liegt in der Hauptsache in den niedersächsischen Landkreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg. Am Westrand liegen kleinere Gebiete im Landkreis Uelzen, im Südosten im sachsen-anhaltischen Altmarkkreis Salzwedel; im Landkreis Gifhorn liegt in der Hauptsache der Südteil und nur minimale Randteile der Ostheide im engeren Sinne.

Die jenseitige Fortsetzung des Kern-Höhenzuges nach Südosten, in das historische Gebiet der Altmark, wird Westaltmärkisches Waldhügelland genannt und wird zur naturräumlichen östlichen Nachbar-Großregion der Lüneburger Heide, Wendland und Altmark, gerechnet.

Naturräumliche Gliederung Die naturräumliche Haupteinheit Ostheide gliedert sich wie folgt: (zu 64 Lüneburger Heide) 642 Ostheide (ca. 1690 bzw. 1639 km²)

Ostheide im engeren Sinne (ca. 990 km²) 642.5 Osthannoversche Kiesmoräne (ca. 720 km²) 642.54 → Göhrde mit dem Staatsforst Göhrde (ca. 85 km²) 642.53/50 Hoher Drawehn 642.53 → Dannenberger Geest (Nordteil mit Klötzie; ca. 290 km²) 642.50 → Hohe Geest (Südteil; ca. 240 km²) 642.51/52 → Bodenteicher und Lüder Geest 642.51 Bodenteicher Geest (ohne Seewiesen ca. 75 km²) Bodenteicher Seewiesen (Singularität) 642.52 Lüder Geest (mit Seewiesen ca. 30 km²) 642.7–9 → Bohndorfer Endmoränen und Zungenbecken im Norden (ca. 270 km²) 642.7 Bohndorfer Endmoränen (ca. 135 km²) 642.8 Neetzer Becken (ca. 70 km²) 642.9 Dahlenburger Becken (ca. 65 km²) 642.6 → Niedere Geest (Niederer Drawehn; auch der Lüchower Niederung zurechenbar; ca. 140 km²) 642.0–4 Südliche Ostheide (auch der Südheide zurechenbar; ca. 560 km²)Die Summe der Einzelmessungen ergibt mit 555 km² praktisch das gleiche Ergebnis wie die Einzelmessung (560 km²). 642.0 Jembke-Vorsfelder Sandplatten (ca. 200 km²) 642.00 Boldecker Land (ca. 95 km²) 642.01 Vorsfelder Werder (ca. 105 km²) 642.1 Ehraer Moorniederung (ca. 30 km²) 642.2 Knesebeck-Bromer Moränenplatte (ca. 205 km²) 642.20 Knesebecker Forst (Malloh; ca. 160 km²;) 642.21 Bromer Geest (ca. 45 km²) 642.3 Wittinger Flottsandgebiet (ca. 60 km²) 642.4 Ohretal (ca. 60 km²)

Göhrde mini|Die Göhrde nah dem Forsthaus Röthen mini|Blick vom Hohen Mechtin auf den Pampower Berg Die Kernlandschaft der Ostheide stellt die Göhrde (642.54) dar. Diese relativ homogene, flachwellige Waldlandschaft hat ein Höhenniveau von etwa und erreicht nur an wenigen Stellen Höhen über . In der Göhrde liegen die Naturschutzgebiete Göhrde (Norden, 80 ha), Schweinsgrund am Tannen und Lissauer Berge (88 ha, Osten), Wälder am Jagdschloss Göhrde (170 ha, äußerster Osten) und Breeser Grund (187 ha, äußerster Südosten).

Die Göhrde wird nach Norden, Osten und Süden vom Drawehn, einem nur zu gut der Hälfte bewaldeten Höhenzug mit deutlich höherer Reliefenergie und deutlich höheren Gipfelhöhen, eingerahmt. Er gliedert sich naturräumlich in die Dannenberger Geest im Norden und die Hohe Geest im Süden.

Erhebungen der Göhrde Folgende Erhebungen der Göhrde sind erwähnenswert (in Klammern die Höhe über NHN:) Anhöhe südlich vom Dorf Göhrde (;108 m sind auf der TK 50 (BfN-Dienst Schutzgebiete) eingezeichnet Osten der Göhrde; Feuerwachtturm) Fechtenberg (; auf TK 100 Westen der Göhrde nordöstlich Himbergens) Adlershorst (; nördlich des Zentrums der Göhrde) Sandberg (; Westausläufer der Göhrde nördlich Himbergens)

Dannenberger Geest Der Norden der Dannenberger Geest (642.53) ist durch seinen Steilabfall zum Urstromtal der Elbe bekannt. Die Steilhänge zwischen der Jeetzelmündung bei Hitzacker und, nordwestlich davon, der Mündung des Kateminer Mühlenbachs bei Neu-Darchau werden (Die) Klötzie genannt; gelegentlich wird unter jenem Namen auch der durch Landesstraßen umrahmte Nordteil des Drawehn im Dreieck Neu-Darchau–Darzau–Hitzacker verstanden. Der Weiße Berg erreicht hier , während die gerade einmal 1,2 km entfernte Elbe auf einer Höhe von nur passiert.

Auch nordwestlich jenseits des Kateminer Mühlenbachs zieht sich noch ein vergleichbarer Steilhang über Walmsburg, wo sich die Richtung auffällig von Westnordwest in Nordwest ändert, bis Alt Garge. Zwar erreicht der Viehler Berg hier nur , jedoch fällt die Landschaft nah diesem in horizontal nur gut 100 Metern von der -Höhenlinie bis zur Elbe auf , was einer Steigung von um 40 % entspricht. Unterschied zur Klötzie ist der, dass hier die Hänge geradlinig und ohne nennenswerte Riedel verlaufen.Die nordwestliche Verlängerung der Klötzie zu den Viehler Bergen sowie der südwestlich etwa 4 km von den Elbhängen entfernte, gipfelweise bis erreichende Bassenberg wurden auf Blatt Lüneburg bereits zum Dahlenburger Becken gerechnet, sie entsprechen in der Summe ihrer naturräumlichen Eigenschaften jedoch eher noch der Dannenberger Geest.

Ausgehend vom Weißen Berg, dem Kernberg der Klötzie, läuft die Kammlinie des Drawehn zunächst nach Süden, erreicht östlich von Nieperfitz , und schwenkt dann für kurz allmählich nach Ostsüdost um, um am Wedderiener Berg bei Wedderien und 10 km westlich Dannenbergs zu erreichen. Auf halbem Weg zwischen dem Berg und der Stadt liegt das Kesselmoor Maujahn, das durch ein 37 ha großes NSG geschützt ist.

Vom Wedderiener Berg aus schwenkt die Kammlinie wiederum nach Südwest um, um, etwa südsüdöstlich der Göhrde, den Höhenschwerpunkt des Drawehn am Hohen Mechtin () zu erreichen.

Erhebungen der Dannenberger Geest Folgende Erhebungen der Dannenberger Geest sind erwähnenswert (in Klammern die Höhe über NHN): Hoher Mechtin () Pampower Berg (; auf TK 100 südlich des Hohen Mechtin) Sareitzer Berg ( auf DTK 50; TK 100 gibt 106 m für den Sarreitzer und 87 m für den Silberberg an 3,5 km ostnordöstlich des Pampower Bergs) Silberberg (; 1,3 km östlich des Sarreizuer) StangenbergDer Name „Stangenberg“ ist auf vielen Karten nicht eingezeichnet, wohl aber (;134 m sind auf der TK 50 (BfN-Dienst Schutzgebiete) eingezeichnet nordwestlich des Hohen Mechtin) – Dannenberger Geest Wedderiener Berg (; auf AK 2,5; 126 m sind auf der TK 50 (BfN-Dienst Schutzgebiete) eingezeichnet 10 km westlich Dannenbergs) Anhöhe östlich von Nieperfitz (; auf der AK 2,5 höchster Berg des nördlichen Drawehn, der durch die B 216 und die L 255 Metzingen–Hitzacker bzw. den Harlinger Bach abgetrennt wird) Weißer Berg (; auf AK 2,5; auf ÜKN 500 sind die 109 m explizit eingezeichnet Kernberg der Klötzie südöstlich Neu Darchaus) Bassenberg-Massiv (bis ; auf DTK 25 6 km nordöstlich von Dahlenburg; Basisberg(e) der nordwestlichen Klötzie-Verlängerung, die in der Nähe der Viehler Berge (s. u.) steil zur Elbe abfällt) Kirchberg ( auf der AK 2,5) Stadtberg () – Südwestgipfel Bassenberg () – Westausläufer Seißelberg (; auf DTK 25 äußerster Norden des Drawehn, unmittelbar östlich Nahrendorfs; AT im Nordosten) Maddauer Berg (; auf TH 100; die dezimetergenaue Angabe entstammt dem BfN-Dienst „Schutzgebiete“ südlicher Randberg der Hohen Geest, der, grob vom 5 km westnordwestlichen Pampower Berg ausgehend, nordöstlich von Waddeweitz halbinselartig nach Süden in die Niedere ragt; durch eine Senke von Sareitzer Berg und Silberberg getrennt; AT im Südosten) Viehler Berg(e) (; auf AK 2,5; der BfN-Dienst „Schutzgebiete“ gibt 61,1 m an Nordostrand des Dahlenburger Beckens, nordwestliche Verlängerung der Klötzie bei Alt Garge; nördlichster Berg des Drawehn)

Hohe Geest Unmittelbar westlich des Hohen Mechtin und seiner Nachbarberge Stangenberg (, nordwestlich) und Pampower Berg (, südlich) flacht das Gelände auf Göhrde-Höhenlagen unter ab. Hier befindet sich die Nahtstelle zur Hohen Geest (653.50), die nach Norden bei Hohenzethen in die Göhrde übergeht. Der Kammbereich der nördlichen Hohen Geest hat Plateaucharakter – der Gipfel An der Konau () nah Vaddensen überragt sein Umland nur knapp; auffällig ist jedoch der Steilabfall an der Ostseite, wo die Höhenlagen nach Süden von (Spitzberg) über (Güneitberg) bis zum Ledigsberg südwestlich von Clenze allmählich bis steigen. Auf Höhe des Ledigsbergs ist auch die West-Ost-Ausdehnung der Höhenlagen auffällig groß; die Fuchsberge 4 km westlich des Ledigsbergs und etwa 6,5 km westlich der Nahtstelle zur Niederen Geest reichen bereits bis unmittelbar vor das Uelzener Becken.

Die Ostgrenze des Kammbereichs zieht jedoch, in südliche Richtung betrachtet, alsbald Westen und besteht zwischen Schnega an der Ost- und Soltendieck an der Westseite fast nur noch aus dem hohen Juchterberg. Nur für kurz verbreitert sich der Kamm rund um den hohen Pugelatz noch einmal, wo, an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt, auch die letzte markant steile Südostflanke auftritt. Die nominelle Ostheide endet südlich davon und bereits außerniedersächsisch mit den Bergkuppen rund um den Pistolschen Berg, die bereits ein deutlich schwächeres Relief aufweisen.

Zwar setzt sich der Höhenzug nach einer leichten Senke zwischen Lüben (Niedersachsen, Westen) und Höddelsen (Sachsen-Anhalt, Osten) im Westaltmärkischen Waldhügelland (Haupteinheit 865, Teil der Großregion 86 Wendland und Altmark) fort, jedoch übersteigen die höchsten Gipfel die -Schwelle fortan zunächst nur noch sehr knapp bei insgesamt noch schwächerem Relief.

Erhebungen der Hohen Geest Folgende Erhebungen der Hohen Geest sind erwähnenswert (in Klammern die Höhe über NHN): Ledigsberg (; auf AK 2,5 – in gröberen Maßstäben wird oft nur „118“ m angezeigt; 123 m sind auf der TK 50 (BfN-Dienst „Schutzgebiete“) eingezeichnet 4 km westsüdwestlich von Clenze; AT am Osthang) Spitzberg (; Ostausläufer zur Niederen Geest) Pugelatz (; auf DT 100 4 km südöstlich Soltendiecks, unmittelbar südwestlich Müssingens; alle Südausläufer liegen in Sachsen-Anhalt) Körberge (bis ; auf AK 2,5 Ostausläufer des Pugelatz südöstlich Müssingens) Kronenberg (; Südgipfel) Großer Aprenberg (; Südwestausläufer des Kronenbergs) Falschheitsberg (; eigenständigerer Berg 3 km südsüdwestlich des Pugelatz, jedoch noch in derselben Bewaldung) Pistolscher Berg (; auf DTK 25; die exakten Zahlen für die beiden nördlicheren Kuppen entstammen der TK 10 (BfN-Dienst „Schutzgebiete“) südlichster Berg der Kiesmoräne an der Nahtstelle zum Westaltmärkischen Waldhügelland; 7 km nordwestlich Diesdorfs) Westgipfel (; dieser ist in feineren Maßstäben meistens namentlich als Pistolscher Berg eingezeichnet) Präzeptorberg () – Südausläufer Markauer Berg (; knapp 2 km nordwestlich des Hauptbergs, durch die L 266/L 7 Bodenteich–Dähre separiert, an der Nahtstelle zu Ausläufern des Pugelatz) Fuchsberge (; auf DTK 50 5 km östlich Suhlendorfs) Mallätzer Berg () – Südwestausläufer zum Rand des Uelzener Beckens Güneitberg (; gut 4 km westnordwestlich Clenzes; auf einer Hochfläche mit dem 2,5 km südsüdwestlich gelegenen Ledigsberg) Kronsberg (; 2 km westlich) Juchterberg (; 4,5 km östlich Soltendiecks) An der Konau (; auf TK 100; zeigt Bergnamen und Höhe minimale Kuppe im Zentrum einer Hochfläche, je gut 4 km südlich des Pampower Bergs und nördlich des Güneitbergs, 1,3 km ostnordöstlich Vaddensens) Spitzberg (; 2 km ostsüdöstlich und 4,5 km nordnordwestlich Clenzes) Klosterberg Reddereitz (; gut 2 km südsüdöstlich) Haidberg (; auf AK 2,5; TK 10 (BfN-Dienst „Schutzgebiete“ gibt 106 m für den mittleren Gipfel an, nördlicher und südlicher je 101 m) 3 km nordwestlich Schnegas; je 2,5 km südwestlich des Ledigsbergs und südöstlich der Fuchsberge) Hohe Berge (; auf AK 2,5 westlicher Drawehn-Randberg) Luisenhöhe (; auf DTK 50 westlicher Randberg des Drawehn zum Uelzener Becken)