Durlangen ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Ostalbkreis.
Geographie Geographische Lage Die Gemeinde Durlangen liegt auf einem Höhenrücken nördlich des Leintals im Osten des Naturraumes Welzheimer Wald, rund sechs Kilometer nördlich von Schwäbisch Gmünd.
Nachbargemeinden Die Gemeinde grenzt im Norden an Spraitbach, im Nordosten an Ruppertshofen, im Osten an Täferrot, im Süden an Schwäbisch Gmünd und Mutlangen und im Westen an Alfdorf im Rems-Murr-Kreis.
Gemeindegliederung Die Gemeinde besteht aus den Dörfern Durlangen, Tanau und Zimmerbach, dem Weiler Mooswiese, den Höfen Amandusmühle, Bruckacker, Gehau und Karrenstrietle und den Häusern Hummelbühl, Leinhaus, Leinmühle und Stutzenklinge.Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1, S. 755–757.
mini|alternativtext=|300x300px|Panoramablick über die Gemeinde Durlangen
Flächenaufteilung
Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Durlangen.
Geschichte Überblick Durlangen wurde erst 1362, also kurz vor dem Ende des Herzogtums Schwaben, in dessen nördlichem Grenzgebiet das Dorf sich befand, urkundlich erwähnt. Die Herrschaft im Ort lag zu Zeiten des Heiligen Römischen Reichs überwiegend bei Patriziern der nahe gelegenen Reichsstadt Schwäbisch Gmünd. Am Anfang des 19. Jahrhunderts fiel das Dorf an das Königreich Württemberg und wurde dem Oberamt Gmünd zugeordnet. 1809 wurde Durlangen ein Ortsteil von Spraitbach, jedoch 1815 eine eigenständige Gemeinde. Bei der Kreisreform während der NS-Zeit in Württemberg gelangte der Ort 1938 zum Landkreis Schwäbisch Gmünd. Da der Ort nach dem Zweiten Weltkrieg Teil der Amerikanischen Besatzungszone geworden war, gehörte er somit seit 1945 zum neu gegründeten Land Württemberg-Baden, das 1952 im jetzigen Bundesland Baden-Württemberg aufging. Im Zuge der Kreisreform von 1973 kam die Gemeinde zum neuen Ostalbkreis.
Einwohnerentwicklung Die Einwohnerzahlen 1852 bis 1970 sind VolkszählungsergebnisseVolkszählungsergebnisse auf Leo-BW und ab 1980 amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes (nur Hauptwohnsitze). Jahr Einwohnerzahlen 1852 740 1871 781 1880 830 1890 784 1900 790 1910 803 1925 832 1933 826 1939 788 Jahr Einwohnerzahlen 1950 1070 1956 1101 1961 1297 1970 2098 1980 2614 1990 2663 2000 2941 2010 2893 2015 2936 2020 2812
Religionen mini|hochkant|St.-Cyriakus-Kirche in Zimmerbach Die katholische St.-Cyriakus-Kirche in Zimmerbach wurde 1853 erbaut.
Im Ortsteil Tanau befindet sich die Wallfahrtskapelle Sankt Anna. Turm und Schiff stammen aus romanischer Zeit, der Chor ist spätgotisch. Vor allem wegen des Bildnisses der Anna selbdritt und einer Pieta aus dem 15. Jahrhundert ist die Sankt-Anna-Kapelle das Ziel vieler Wallfahrer.
Politik
Verwaltungsverband Die Gemeinde ist Mitglied des Gemeindeverwaltungsverbands Schwäbischer Wald mit Sitz in Mutlangen.
Gemeinderat Die Gemeinderatswahl brachte am 25. Mai 2014 dieses Ergebnis: 12 Sitze für die FWV.
Bürgermeister Bürgermeister ist seit 2026 Jochen Nauert. Zuvor amtierte von 1994 bis 2026 Dieter Gerstlauer.
Wappen und Flagge links|80px|Wappen der Gemeinde Durlangen Blasonierung: In Rot auf grünem Dreiberg eine silberne (weiße) Tanne.
Das Wappenbild verweist auf den Waldreichtum der Durlanger Gemarkung. Die Farben Silber und Rot wurden dem Wappen der ehemaligen Reichsstadt Schwäbisch Gmünd entnommen und verweisen auf die Gmünder Patrizier, die in der Gemeinde Grundbesitz besaßen.
Am 19. September 1957 wurden der Gemeinde vom Innenministerium Baden-Württemberg das heute gültige Wappen und die Flagge verliehen.Heinz Bardua: Die kommunalen Wappen des Ostalbkreises. Ostalb-Einhorn 10 (1983), Seiten 75–88Heinz Bardua: Kreis- und Gemeindewappen in Baden-Württemberg. Band 1: Die Kreis- und Gemeindewappen im Regierungsbezirk Stuttgart. Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.), Konrad Theiss Verlag Stuttgart, 1987, 158 Seiten, ISBN 3-8062-0801-8 60px Banner: „Das Banner ist weiß-rot gespalten mit dem aufgelegten Wappen oberhalb der Mitte.“
Wirtschaft und Infrastruktur Bildung In Durlangen gibt es eine Grundschule, die nächstgelegenen weiterführenden Schulen, Realschule sowie Hauptschule (mit Werkrealschule), befinden sich in Mutlangen. Andere weiterführende Schulen stehen in Schwäbisch Gmünd zur Verfügung.
Söhne und Töchter der Gemeinde Franz Schuster (1943–2021), deutscher Politiker (CDU), MdL (Thüringen), Innen- und Wirtschaftsminister des Landes Thüringen (1992–2003) Clemens Gottwald (* 1995), Jazzmusiker
Literatur
Weblinks
https://www.durlangen.de/startseite – Offizielle Website der Gemeinde Durlangen
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Ostalbkreis