Heinrich August von Holleuffer (* 20. Juni 1762 in Obernitzschka; † 27. September 1843 in HohenloheTodesnachricht in Der Sächsische Trompeter. November 1843, S. 176; Neuer Nekrolog der Deutschen 21. Jg., 1843. Weimar 1845, S. 1247, Nr. 1365.) war Domprobst des Stifts Merseburg, Stifts- und Konsistorialrat sowie Besitzer mehrerer Rittergüter, darunter Obernitzschka, Deutzen und Kühnitzsch; er war Präsident der Landstände.GGT A 1900, S. 422.

Leben August von Holleuffer gehörte zum Adelsgeschlecht von Holleuffer. Seine Eltern waren Karl Friedrich von Holleuffer (1722–1780) und Charlotte Johanna, geborene von Krosigk (1738–1784), Tochter des Heinrich von Krosigk. August besuchte vom 29. Juni 1776 bis zum 29. März 1780 die Fürstenschule Grimma.Grimmenser-Stammbuch 1900. Meißen 1900, S. 166. Er studierte in Wittenberg und (ab April 1782) in Leipzig.Die iüngere Matrikel der Universität Leipzig 1559–1809. III. Band. Leipzig 1909, S. 170. Anschließend trat er in das Stift Merseburg ein. Er stieg in der Hierarchie auf vom Canonicus über Residens, Scholasticus und AedilisChurfürstlicher Sächsischer Hof- und Staats-Calender auf das Jahr 1784, S. 198, und […] auf das Jahr 1794, S. 200. zu Dechant, Stifts- und KonsistorialratKöniglich-Sächsischer Hof- und Staats-Kalender auf das Jahr 1810, S. 244. bis zum Probst.Handbuch über den Königlich-Preussischen Hof und Staat für das Jahr 1818, S. 274. 1806 wurde er zum Kammerherrn des preußischen Hofs ernannt.Handbuch […] für das Jahr 1818, S. 11.

Holleuffer erwarb am 29. August 1799 die Rittergüter Benkendorf und Delitz am Berge im heutigen Saalekreis von Carl August von Madai. Der Kaufpreis betrug 89.250 Taler. Beide Güter verkaufte er schon am 2. März 1809 für 99.000 Taler an seinen Cousin, den preußischen Regierungsrat Dedo von Krosigk. August von Holleuffer konnte seine Güter nicht halten und starb später relativ mittellos.Nitzschka-Info.

Er verehelichte sich am 29. August 1790 mit Friederika Elisabeth Hedwig geb. von Wuthenau († 1837 in Lützen). Friederika wurde Mitglied im preußischen Luisen-Orden.Handbuch über den Königlich-Preussischen Hof und Staat für das Jahr 1818, S. 63 Nr. 110. Der Ehe entstammten vier Töchter und zwei Söhne. Die beiden ältesten Töchter Friedrike und Karoline und die jüngste Tochter Klementine heirateten bürgerlich. Die Tochter Wilhelmine verheiratete sich mit dem sächsischen Rittmeister Karl Trützschler von Falkenstein. Der ältere Sohn Heinrich Albert von Holleuffer war kgl. preuß. Postmeister und kgl. sächs. Rittmeister. Der jüngere Sohn Karl von Holleuffer brachte es bis zum General.Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Band 7, o. O. [Hamburg], o. J. , , S. 83, Nr. 2158.

Augusts Neffe Albert von Holleuffer (1805–1874) war von März 1846 bis Ende 1847 Regierungschef im Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen.

Publikation Die nach Ausbruch des jetzigen Kriegs mit Höchster Landesherrlicher Genehmigung niedergesetzte Deputation der Stände des Stifts Merseburg war bishero bemühet, nach Möglichkeit die Last zu erleichtern, welche die Stellung der Pferde und Wagen zum Transport der Kaiserlich Französischen und mit ihnen verbündeten Truppen dem hiesigen Stifte verursachte [...], Merseburg 1807. (Digitalisat)

Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. 1900. 1. Jahrgang. Julius Perthes, Gotha , S. 421 und 422 f. (mit falschem Todesdatum) Handbuch über den Königlich Preussischen Hof und Staat für das Jahr 1843, S. 411. (Letzte Erwähnung)

Weblinks Familie von Holleuffer.

Einzelnachweise

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