Die Liste der Stolpersteine in Wittlich führt die vom Künstler Gunter Demnig verlegten Stolpersteine in der rheinland-pfälzischen Kreisstadt Wittlich auf, die an das Schicksal jener Menschen erinnern, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.
Im Januar 2009 beantragte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Wittlicher Stadtrat, Stolpersteine in der Stadt zu verlegen. Einige Monate später wurde dieser Antrag zurückgezogen, da der Fraktion zufolge keine vernünftige Debatte möglich gewesen sei.Harald Jansen: Stolpersteine bleiben in Wittlich ein Thema (9. November 2012), abgerufen am 23. Februar 2014. Auch weitere private Initiativen, Stolpersteine auf Eigentum der Stadt zu verlegen, blieben erfolglos. Am 22. Februar 2014 verlegte Demnig in Anwesenheit des rheinland-pfälzischen Justizministers Jochen Hartloff zwei Stolpersteine auf dem Hof der Justizvollzugsanstalt Wittlich, deren Grund dem Land Rheinland-Pfalz gehört.Sibylla Hege-Bettac: Kunst gegen das Vergessen - Stolpersteine vor dem Gefängnis Wittlich Initiiert wurde die Stolpersteinverlegung in Wittlich auf dem Boden des Landes Rheinland-Pfalz im Frühjahr 2014 nach jahrelangen Vorbereitungen von der Georg-Meistermann-Gesellschaft, Wittlich, nachdem es keine Möglichkeiten gab, diese auf dem Grund der Stadt Wittlich zu verlegen.Stolperstein-Initiative für Wittlich In: meistermann-gesellschaft.de, abgerufen am 4. November 2020 Eine Gedenktafel mit biografischen Daten wurde im Januar 2018 vor dem Gefängnis enthüllt.Gedenktafel ergänzt Stolpersteine vor Wittlicher JVA In: wittlich.de, abgerufen am 4. November 2020
Liste der Stolpersteine Bild Name Standort Verlegedatum Inschrift im Hof der JVA Wittlich (Trierer Landstraße 64) HIER INHAFTIERTJEAN DALIGAULTJG. 1899VERHAFTET 1941FRANKREICHNN-HÄFTLING IMGEFÄNGNIS FRESNESHINZERT/WITTLICHSTADELHEIM/DACHAUERMORDET 5.4.1945 im Hof der JVA Wittlich (Trierer Landstraße 64) HIER INHAFTIERTKARL HEINZ SCHEURERJG. 1916VERHAFTET 1937GEFÄNGNIS WITTLICHEINGEWIESEN 1940HEILANSTALT DÜRENVERLEGT 1.4.1940HEILANSTALT WALDHEIMERMORDET 16.4.1941
Einzelnachweise
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