Das Geheimnis der Burg in den Karpaten ist eine tschechoslowakische Filmkomödie aus dem Jahr 1981, die auf dem Roman Das Karpatenschloss von Jules Verne basiert.

Handlung mini|Die geheimnisvolle Burg (Burg Čachtice) Die Geschichte ereignet sich im Herbst 1897. Opernsänger Graf Teleke von Tölökö sucht nach dem Tod seiner Verlobten, der Opernsängerin Salsa Verde, nach Ablenkung. Bei einer aus diesem Anlass unternommenen Wanderung gerät er in Begleitung seines Dieners Ignaz in die Nähe einer geheimnisvollen Burg in den Karpaten. Am Fuße der Burg findet er den bewusstlosen Förster Vilja Dezi. Dezi ist Förster mit Pensionsberechtigung. Von den Bewohnern eines nahegelegenen Dorfes erfährt der Graf, dass es sich bei der Burg um eine „Teufelsburg“ handeln soll, die verlassen ist und auf der nun Geister leben sollen, die des Nachts spuken. Der Graf selbst glaubt nicht an derartige Geschichten und beschließt, der Burg einen Besuch abzustatten, um den merkwürdigen Erscheinungen auf den Grund zu gehen. Als der Graf erfährt, welchem Geschlecht die Burg einst gehörte, befällt ihn eine schlimme Ahnung. Er schickt seinen Diener mit der Anweisung, dass dieser, falls er nicht innerhalb von 24 Stunden ins Dorf zurückkehre, gemeinsam mit der Polizei zur Burg aufbrechen solle. Da ihn sein Diener nicht mehr unterstützen kann bietet der inzwischen genesene Förster seine Unterstützung an. Der Graf nimmt diese dankend an. Die beiden schleichen sich getarnt in die unmittelbare Nähe der Burg in ein kapellenähnliches Gebäude. Dort warten sie bis zum Einbruch der Dunkelheit um die Burg heimlich zu betreten.

Als sie die Burg betreten, werden sie bereits erwartet. Der Hausherr gibt sich zunächst nicht zu erkennen, lässt ihnen jedoch ein opulentes Abendessen servieren und stellt ihnen ein großzügiges Gemach für die Nacht zur Verfügung. Als sie am nächsten Morgen aufwachen bemerkt der Förster, dass sein Jagdgewehr unbrauchbar gemacht wurde. Schließlich treffen sie auf den Baron Gorzow, der sich auf der Burg ein mit modernsten Erfindungen versehenes Refugium geschaffen hat. Die Erfindungen stammen von Professor Orfanik, einem verrückten Wissenschaftler, der in Diensten des Barons steht. Auf der Burg erleben der Graf und der Förster unerklärliche und merkwürdige Dinge. Schließlich entdeckt der Graf, dass der Baron die Verlobte des Grafen, die Opernsängerin Salsa, die offenbar doch nicht gestorben ist, gefangen hält. Baron Gorzow ist ein großer Opernliebhaber und schwärmte besonders für Salsa. Als sie ihre Opernkarriere wegen ihrer Hochzeit mit dem Grafen Tölökö beenden wollte, entführte er sie auf sein Schloss.

Der Graf beschließt, seine Verlobte zu befreien. Dabei kommt es zum Kampf mit dem Baron. Hier stellt sich nun allerdings heraus, dass Salsa doch tot ist und der Baron nur ihren Körper konserviert hat und sich Film- und Tonaufzeichnungen der Sängerin ansieht. Im Verlaufe des Kampfes werden der konservierte Leichnam und die Film- und Tonaufzeichnungen der Sängerin zerstört. Da er nun alles verloren hat, sprengt der Baron letztlich die Burg, Graf Teleke und Förster Vilja können zuvor allerdings fliehen. In der Schlusssequenz wird gezeigt, dass der Graf seine Sängerkarriere fortsetzte und der Förster eine Familie gründete.

Besetzung und Synchronisation Rolle Darsteller Synchronsprecher Graf Teleke von Tölökö Michal Dočolomanský Manfred Wagner Salsa Verde Evelyna Steimarová Helga Piur Baron Gorzow Miloš Kopecký Fred Alexander Kammerdiener Ignaz Vlastimil Brodský Klaus Mertens Prof. Orfanik Rudolf Hrušínský Achim Petry Förster Vilja Dezi Jan Hartl Christian Steyer Tomá Augustín Kubán Carl Heinz Choynski

Der Film wurde vom DEFA-Studio für Synchronisation für Aufführungen in der DDR synchronisiert. Der Kino-Start in der DDR war am 16. Juli 1982, die deutsche Erstsendung erfolgte am 30. Juli 1984 im 2. Programm des Fernsehens der DDR.

Kritik Das Lexikon des internationalen Films lobte die „(u)nterhaltsame Verfilmung eines hochdramatischen Romans von Jules Verne, die wohltuende komödiantische Akzente setzt und einige dramaturgische Schwächen durch Reichtum in Dekor und Ausstattung auffängt.“

Hintergrund Der Film wurde im Filmstudio Barrandov produziert, Erstverleih war Ústřední půjčovna filmů (ÚPF). Ein Alternativtitel ist Orfanik – Das Geheimnis der Burg in den Karpaten. Die skurrilen Requisiten stammen von Jan Švankmajer. Die im Film gezeigte Burg ist Burg Čachtice.

Weblinks

Fotos zum Film auf ČSFD.cz

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1981 Kategorie:Tschechoslowakischer Film Kategorie:Filmkomödie Kategorie:Science-Fiction-Film Kategorie:Jules-Verne-Verfilmung