Heiko Zahlmann (* 1973 in Hamburg) ist ein deutscher Graffiti-Künstler.Ingo Clauß, Stephen Riolo, Sotirios Bahtsetzis: Urban Art: Werke aus der Sammlung Reinking. 1. Auflage. Hatje Cantz, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7757-2503-3, S. 30ff (Ausstellungskatalog). Er ist auch unter seinen Graffiti-Pseudonymen „Daddy Cool“ oder „RKT one“ bekannt. Zahlmann lebt und arbeitet in Hamburg.

Leben 1999 gründete Heiko Zahlmann zusammen mit den Künstlern Mirko Reisser (DAIM) sowie Gerrit Peters (Tasek) die Ateliergemeinschaft getting-up in Hamburg. Das Künstlerkollektiv setzt seither gemeinsam Projekte um, die auch international Aufmerksamkeit finden.Weitere Informationen unter: Und über Projekte auf:

Heiko Zahlmann wird von der Galerie Borchardt in Hamburg vertreten.

Werk

Projekte 20357 mini|Heiko Zahlmanns Skulptur 20357 am Karolinenplatz in Hamburg-St. Pauli Heiko Zahlmann gestaltet im Jahr 2008 eine Beton-Skulptur für den Hamburger Karolinenplatz mit dem Titel „20357“.Graffiti auf den Betonkopf stellen, Spiegel Online, 31. Oktober 2008.In Beton gegossenes Graffiti, Abendblatt.de, 20. Oktober 2008.

Urban Discipline Ausstellungen

Die Urban Discipline Ausstellungen, deren erste im Jahr 2000 von Heiko Zahlmann in Zusammenarbeit mit Gerrit Peters und Mirko Reisser konzeptioniert, kuratiert und organisiert wurde,Lustiger Sprühen: Die Internationale Graffiti-Elite trifft sich bei der Urban Discipline-Art am 15.6. in der Thomas-I-Punkt-Halle. In: Hamburger Abendblatt. Live, 15. Juni 2000. gehören zu den weltweit wichtigsten Graffiti-Ausstellungen. Os Gêmeos sprachen in Interviews von einem großartigen Projekt. Urban Discipline sei eine der ersten und immer noch größten je durchgeführten Graffiti-Ausstellungen gewesen, die auch Künstlern wie Daniel Man und Banksy zu einem wichtigen Karriereschritt verhalfen. Den Organisatoren war es wichtig, in einer Zeit, in der Graffiti nicht mehr bloß als Schmiererei galt, aber immer noch nicht wirklich ernst genommen wurde, für dessen Etablierung als Kunstform zu kämpfen.Graffiti Ausstellung HH: Längst versteht man unter Graffiti nicht mehr bloß an Häuserwände geschmierte Zeichen. Richtig ernstgenommen wird Graffiti aber weiterhin nicht. Die Organisatoren der Hamburger Ausstellung Urban Discipline kämpfen für die Anerkennung von Graffiti als Kunstform. Das ist zwar nicht neu, verlangt aber ständige Neubetrachtung und Diskussion. In: DE:BUG Magazin für Elektronische Lebensaspekte. 19. Juli 2002 (, abgerufen am 2. Februar 2013). Internationale Stars der Szene kamen bereits zur ersten Ausstellung nach Hamburg.Anna von Villiez: Hallo, hier bin ich: Maximum HipHop: die bekanntesten Graffiti-Künstler der Welt kommen nach Hamburg. In: TAZ, die tageszeitung. Kultur, taz Hamburg vom 14. Juni 2000. Die wichtigsten Vertreter der internationalen Graffiti- und Street-Art Szene versammelten sich auch in den nächsten zwei Jahren, in denen das Projekt weiterhin von getting-up organisiert wurde. 2001 stellten in der Alten Postsortierhalle am Hamburger Stephansplatz neben Os Gêmeos aus Brasilien und Martha Cooper aus New York, Künstler aus ganz Deutschland sowie aus Brasilien, Österreich, Frankreich, den USA und der Schweiz aus.Anna von Villiez: Gesprühte Utopien: Plastische Bildhaftigkeit aus Sao Paulo: „Os Gemeos“ bei der Graffiti-Ausstellung am Stephansplatz. In: TAZ, die tageszeitung. Kultur, taz Hamburg vom 14. Juni 2001.Stefan Krulle: Feine Dosengemälde. Haltbar bis: 18. Juni: Sprühwarm weitererzählt: Internationale Graffiti-Kunst in der Alten Postsortierhalle am Stephansplatz. In: Die Welt. Feuilleton vom 12. Juni 2001. Auch 2002 kamen noch einmal 34 internationale Künstler aus der ganzen Welt zusammen, um auf 1700 Quadratmetern in den Astra-Hallen im Hamburger Stadtteil St. Pauli auszustellen.Bilder, vom Gefühl bestimmt: Jeder Strich zählt bei der Urban Discipline 2002 Graffiti-Art… In: Hamburger Abendblatt. Live, 20. Juni 2002.

Dock-Art Zweieinhalb Jahre lang arbeiteten Heiko Zahlmann und Mirko Reisser (DAIM), als künstlerische Leitung, in Zusammenarbeit mit Lothar Knode an dem Projekt Dock-Art. Das 2000 m² große Graffiti wurde 2001 gegenüber den Landungsbrücken am Hamburger Hafen an der Außenwand des Docks 10 der Werft Blohm + Voss enthüllt.Hamburg und die Welt als Riesen-Gemälde im Hafen. In: Die Welt. 4. Mai 2001, S. 48.Dock 10 – Das neue Schmuckstück im Hafen. In: Hamburger Abendblatt. Nr. 85 vom 10. April 2001, S. 13.Dock 10, Zweiter Teil des Weltrekord-Gemäldes. In: Hamburger Abendblatt. Nr. 86 vom 11. April 2001, S. 15.

Soziales Heiko Zahlmann realisierte, gemeinsam mit der Ateliergemeinschaft getting-up, bereits mehrere wohltätige Projekte: Mit Gefangene helfen Jugendlichen e. V. kooperierte er für ein Projekt, das die Visualisierung der Grundidee des Vereins beinhaltete. Der Verein arbeitet gefängnisintern und verfolgt das Ziel, Jugendlichen den Alltag in einer Justizvollzugsanstalt näherzubringen.

Der Jamliner ist ein Projekt der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg und des MusikSchulVereins e. V. , Förderverein der Jugendmusikschule. Jugendliche ab zwölf Jahren aus sozial schwachen Vierteln Hamburgs können so direkt vor Ort und kostenlos eine „rollende Musikschule“ besuchen.

Mit dem Graffiti- und Street Art Workshop Stylekickz hatten einmal im Jahr Jugendliche die Möglichkeit mit professioneller Unterstützung ein künstlerisches Projekt zu realisieren, um sich dabei in lebensnahen und -relevanten Themen zu qualifizieren.

Ausstellungen 2000: Urban Discipline 2000, Thomas I-Punkt Halle, Hamburg. 2001: Urban Discipline 2001, Alte Postsortierhalle am Stephansplatz, Hamburg. 2002: getting-up, FREIRAUM, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg.Silke Schlichting: Legales Fassadendesign: Früher Sprüher, heute kommerzieller Künstler: eine Ateliergemeinschaft zeigt ihre Graffiti im Museum für Kunst und Gewerbe. In: TAZ, die tageszeitung.Hamburg, 25. April 2002. 2002: Urban Discipline 2002, Bavaria-Halle, Hamburg. 2003: Zeichen an der Wand, Lebensspuren Museum, Wels/Wien, Österreich. 2003: Da Sein, Sammlung Reinking, Ernst Barlach Museum Ratzeburg. 2005: Smell of paint in the air, Halle K3, Kampnagel, Hamburg. 2005: Passion des Sammelns, Alte Baumwollspinnerei, Halle 14, Leipzig. 2005: Codigos Urbanos, Leganes, Spanien. 2005: Smell of paint in the air, Westwendischer Kunstverein, Gartow. 2005: Art Cologne 2005, Köln, Sonderausstellung Sammlung Reinking. 2005: getting-up, Galerie K31, Lahr. 2006: Minimal Illusions – Arbeiten aus der Sammlung Rik Reinking, Villa Merkel, Esslingen. 2006: What would I be without you…‚ German Art Last Forty Years, City Gallery Prague. 2006: Coming Soon…, Projektraum Blashofer, Berlin. 2006: Artbeat, Post CS, Amsterdam. 2007: Wakin Up Nights, de Pury & Luxembourg, Zürich, Schweiz. 2007: Still on and non the wiser, Von der Heydt-Museum, Kunsthalle Barmen, Wuppertal.Gerhard Finckh, Toke Lykeberg: still on and non the wiser: an exhibition with selected urban artists. Publikat Verlag, Mainaschaff 2008, ISBN 978-3-939566-20-5 (Ausstellungskatalog). 2007: Aktive Konstellationen, Haus der Kunst der Stadt Brünn, Tschechien. 2007: We are the people darker than blue, Stilwerk, Hamburg. 2007: Schwarze Bilder, Galerie Art Studio 1, Deinste. 2009: Urban-Art – Werke aus der Sammlung Reinking, Weserburg Museum für moderne Kunst, Bremen.Ingo Clauß, Stephen Riolo, Sotirios Bahtsetzis: Urban Art: Werke aus der Sammlung Reinking. Hatje Cantz, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7757-2503-3. 2009: BANDE, Galerie Borchardt, Hamburg. 2010: Von der Wand in den Raum in den Himmel, Galerie Borchardt, Hamburg. 2011: Wilde Zeichen, Kunsthalle Krems, Krems, Österreich. 2011: Hall of Fame, David Bloch Gallery, Marrakesch, Marokko. 2012: reKOLLECT, Kunstraum Kreuzberg, Berlin. 2012: (Dis)Placements, Schaartorhof, Hamburg. 2018: Spektrum, Galerie Zimmerling & Jungfleisch, Saarbrücken.

Veröffentlichungen

Literatur (Auswahl) Gerhard Finckh, Toke Lykeberg: still on and non the wiser: an exhibition with selected urban artists. 1. Auflage. Publikat Verlag, Mainaschaff 2008, ISBN 978-3-939566-20-5 (Ausstellungskatalog). Heiko Zahlmann, Hajo Schiff, Uwe Lewitzky, Galerie Peter Borchardt: Von der Wand in den Raum in den Himmel. Gudberg Verlag, Hamburg, 2009, ISBN 978-3-940558-44-2 (Monografie). Ingo Clauß, Stephen Riolo, Sotirios Bahtsetzis: Urban Art: Werke aus der Sammlung Reinking. 1. Auflage. Hatje Cantz, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7757-2503-3, S. 30ff (Ausstellungskatalog). Heiko Zahlmann. sinn + form, Booklet zur Ausstellung vom 6. September 2012 bis 26. Januar 2013, hrsg. von der Galerie Borchardt, Hamburg 2012, ISBN 3-9809031-9-2.

Weblinks

heikozahlmann.de Offizielle Homepage auf der Website der Galerie Borchardt auf der Homepage von getting-up

Einzelnachweise

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