Tasek (* 1973 in Braunschweig; eigentlich Gerrit Peters) ist ein Graffiti-Künstler, Illustrator und Grafik-Designer. Er lebt und arbeitet seit 1997 in Hamburg.Bernhard van Treeck: Das grosse Graffiti-Lexikon. Lexikon-Imprint-Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-292-X, S. 380.

Leben mini|Mural von DAIM, Tasek, RKT One in Hamburg Erste Graffiti-Arbeiten im öffentlichen Raum erfolgten ab Mitte der 1980er Jahre.

1999 gründete Tasek zusammen mit den Künstlern Mirko Reisser (DAIM) sowie Heiko Zahlmann die Ateliergemeinschaft getting-up in Hamburg. Das Künstlerkollektiv setzt seit mehr als fünfzehn Jahren gemeinsam Projekte um, die auch international Aufmerksamkeit finden.Dock 10: Zweiter Teil des Weltrekord-Gemäldes. In: Hamburger Abendblatt. Nr. 86 vom 11. April 2001, S. 15.Weitere Informationen unter:Und über Projekte auf:

Werk

Seine Werke sind in Kunstsammlungen vertreten, unter anderem in der Sammlung Reinking.

Projekte 2006 nahm Tasek am Skulpturenprojekt sculpture@CityNord in Hamburg teil, kuratiert von Rik Reinking.Eva Martens, Petra Nietzky, Rik Reinking: sculpture@CityNord: Das temporäre Skulpturenprojekt 2006. 1. Auflage. Galerie Peter Borchardt, Hamburg 2007, ISBN 978-3-937014-53-1 (Ausstellungskatalog). 2007 realisierte er eine Skulptur aus 3000 PET-Flaschen im Rahmen des Dockville-Kunstcamps in Hamburg.Florian Merkel: Dockville-Kunstcamp: Was Sie nicht verpassen sollten, Mopo.de, 27. Juli 2012.

Urban Discipline Ausstellungen

Die Urban Discipline Ausstellungen, deren erste im Jahr 2000 von Gerrit Peters in Zusammenarbeit mit Heiko Zahlmann und Mirko Reisser konzeptioniert, kuratiert und organisiert wurde,Lustiger Sprühen: Die Internationale Graffiti-Elite trifft sich bei der Urban Discipline-Art am 15.6. in der Thomas-I-Punkt-Halle. In: Hamburger Abendblatt. Live, 15. Juni 2000. gehören zu den weltweit wichtigsten Graffiti-Ausstellungen. Os Gêmeos sprachen in Interviews von einem großartigen Projekt. Urban Discipline sei eine der ersten und immer noch größten je durchgeführten Graffiti Ausstellungen gewesen, die auch Künstlern wie Daniel Man und Banksy zu einem wichtigen Karriereschritt verhalfen. Den Organisatoren war es wichtig, in einer Zeit, in der Graffiti nicht mehr bloß als Schmiererei galt, aber immer noch nicht wirklich ernst genommen wurde, für dessen Etablierung als Kunstform zu kämpfenGraffiti Ausstellung HH: Längst versteht man unter Graffiti nicht mehr bloß an Häuserwände geschmierte Zeichen. Richtig ernstgenommen wird Graffiti aber weiterhin nicht. Die Organisatoren der Hamburger Ausstellung Urban Discipline kämpfen für die Anerkennung von Graffiti als Kunstform. Das ist zwar nicht neu, verlangt aber ständige Neubetrachtung und Diskussion. In: DE:BUG Magazin für Elektronische Lebensaspekte. 19. Juli 2002. Internationale Stars der Szene kamen bereits zur ersten Ausstellung nach Hamburg.Anna von Villiez: Hallo, hier bin ich: Maximum HipHop: die bekanntesten Graffiti-Künstler der Welt kommen nach Hamburg. In: TAZ, die tageszeitung. Kultur, taz Hamburg vom 14. Juni 2000. Die wichtigsten Vertreter der internationalen Graffiti- und Street-Art Szene versammelten sich daraufhin auch für die nächsten zwei Jahre, in denen das Projekt weiterhin von getting-up organisiert wurde. 2001 stellen in der Alten Postsortierhalle am Hamburger Stephansplatz neben Os Gêmeos aus Brasilien und Martha Cooper aus New York, Künstler aus der ganzen Republik sowie aus Brasilien, Österreich, Frankreich, den USA und der Schweiz aus.Anna von Villiez: Gesprühte Utopien: Plastische Bildhaftigkeit aus Sao Paulo: "Os Gemeos" bei der Graffiti-Ausstellung am Stephansplatz. In: TAZ, die tageszeitung. Kultur, taz Hamburg vom 14. Juni 2001.Stefan Krulle: Feine Dosengemälde. Haltbar bis: 18. Juni: Sprühwarm weitererzählt: Internationale Graffiti-Kunst in der Alten Postsortierhalle am Stephansplatz. In: Die Welt. Feuilleton vom 12. Juni 2001. Auch 2002 kommen noch einmal 34 internationale Künstler aus der ganzen Welt zusammen, um auf 1700 Quadratmetern in den Astra-Hallen, im Hamburger Stadtteil St. Pauli, auszustellen.Bilder, vom Gefühl bestimmt: Jeder Strich zählt bei der Urban Discipline 2002 Graffiti-Art... In: Hamburger Abendblatt. Live, 20. Juni 2002.

Mural Global Im Rahmen von Mural Global, ein weltweites Wandmalprojekt zur Agenda 21, realisierte Tasek im Jahr 2001, gemeinsam mit den brasilianischen Graffiti-Künstlern Os Gêmeos, Vitché, Herbert Baglione und Nina Pandolfo sowie mit den deutschen Graffiti-Künstlern Loomit, Codeak und DAIM, ein 300 m² großes Wandbild in São Paulo. Das Wandbild liegt unter einem Viadukt des Beneficência-Portuguesa-Krankenhauses auf der Avenida 23 de Maio und beinhaltet das Thema Luft, Erde, Wasser und Feuer. 80 Wandbilder sind bisher im Rahmen des Wandmalprojektes Mural Global entstanden.

Eine Initiative von Farbfieber e. V. Düsseldorf, unter Schirmherrschaft der UNESCO. Das Projekt wurde mit dem Innovationspreis Soziokultur 2002 des Fonds Soziokultur ausgezeichnet.

Dock-Art Tasek realisierte im Team von 9 weiteren Künstlern, in Zusammenarbeit mit Lothar Knode, das Projekt Dock-Art. Das 2000 m² große Graffiti wurde 2001 gegenüber den Landungsbrücken am Hamburger Hafen an der Außenwand des Docks 10 der Werft Blohm + Voss enthüllt.Hamburg und die Welt als Riesen-Gemälde im Hafen. In: Die Welt. 4. Mai 2001, S. 48.Dock 10 - Das neue Schmuckstück im Hafen. In: Hamburger Abendblatt. Nr. 85 vom 10. April 2001, S. 13.

Soziales Tasek realisierte, gemeinsam mit der Ateliergemeinschaft getting-up, bereits mehrere wohltätige Projekte: Mit Gefangene helfen Jugendlichen e. V. kooperierte er für ein Projekt, das die Visualisierung der Grundidee des Vereins beinhaltete. Der Verein arbeitet gefängnisintern und verfolgt das Ziel, Jugendlichen den Alltag in einer Justizvollzugsanstalt näherzubringen.

Der Jamliner ist ein Projekt der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg und des MusikSchulVereins e. V., Förderverein der Jugendmusikschule. Jugendliche ab zwölf Jahren aus sozial schwachen Vierteln Hamburgs können so direkt vor Ort und kostenlos eine „rollende Musikschule“ besuchen.

Mit dem Graffiti- und Street Art Workshop Stylekickz hatten einmal im Jahr Jugendliche die Möglichkeit mit professioneller Unterstützung ein künstlerisches Projekt zu realisieren, um sich dabei in lebensnahen und -relevanten Themen zu qualifizieren.

Ausstellungen 2000: Urban Discipline 2000, Thomas I-Punkt Halle, Hamburg. 2001: Urban Discipline 2001, Alte Postsortierhalle am Stephansplatz, Hamburg. 2002: getting-up, FREIRAUM, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg.Silke Schlichting: Legales Fassadendesign: Früher Sprüher, heute kommerzieller Künstler: eine Ateliergemeinschaft zeigt ihre Graffiti im Museum für Kunst und Gewerbe. In: TAZ, die tageszeitung.Hamburg, 25. April 2002. 2002: Urban Discipline 2002, Bavaria-Halle, Hamburg. 2005: Smell of paint in the air, Halle K3, Kampnagel, Hamburg. 2005: Passion des Sammelns, Alte Baumwollspinnerei, Halle 14, Leipzig. 2005: Smell of paint in the air, Westwendischer Kunstverein, Gartow. 2005: getting-up, Galerie K31, Lahr. 2006: Minimal Illusions – Arbeiten aus der Sammlung Rik Reinking, Villa Merkel, Esslingen. 2006: Coming Soon…, Projektraum Blashofer, Berlin. 2007: Wakin Up Nights, de Pury & Luxembourg, Zürich, Schweiz. 2007: Still on and non the wiser, Von der Heydt-Museum, Kunsthalle Barmen, Wuppertal.Gerhard Finckh, Toke Lykeberg: still on and non the wiser: an exhibition with selected urban artists. 1. Auflage. Publikat Verlag, Mainaschaff 2008, ISBN 978-3-939566-20-5 (Ausstellungskatalog). 2007: We are the people darker than blue, Stilwerk, Hamburg.

Veröffentlichungen

Literatur Gerhard Finckh, Toke Lykeberg: still on and non the wiser: an exhibition with selected urban artists. 1. Auflage. Publikat Verlag, Mainaschaff 2008, ISBN 978-3-939566-20-5 (Ausstellungskatalog).

Weblinks

tasek.de Offizielle Homepage Tasek auf der Homepage von getting-up

Einzelnachweise

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