Die spätneolithische frühbronzezeitliche () Saône-Rhône-Kultur (etwa 2800–2400 v. Chr.) war in Ostfrankreich und der Westschweiz verbreitet und wird in verschiedene regionale Gruppen (Saône-, Chalain-, Hochsavoyen und Auvernier-Gruppe) gegliedert. Die Ackerbau und Viehhaltung betreibende Seeuferkultur ist primär aus Hort- und Grabfunden wie den Dolmen von Petit-Chasseur bekannt.
Funde einer bestimmten Kupfersorte deuten auf eine eigene Metallproduktion. Kontakte zu den schnurkeramischen Becherkulturen (Dolchfund aus Pressigny Feuerstein im Kanton Wallis) und Importe aus der norditalienischen Remedello-Kultur sind belegt.
Statuenmenhire sind wie die von Petit-Chasseur sind mit Dolchen, Gürteln, Doppelspiralschmuck und gemusterter Kleidung verziert.La nécropole du Petit-Chasseur. In: Lieux Insolites en Suisse. 24. Februar 2015. Auf Lieux-Insolites.fr, abgerufen am 6. Dezember 2025 (französisch). Typisch ist eine grobe, schwach gebrannte Keramik, deren Leitform das tonnenförmige Gefäß mit breiten Griffknubben ist, sowie trianguläre Dolche, Gewandnadeln mit scheibenförmigem, getriebenem Kopf (aus Bronze) und schmale Randleistenbeile.
Literatur Werner E. Stöckli u. a. (Hrsg.): Die Schweiz vom Neolithikum bis zum frühen Mittelalter. Schweizerische Gesellschaft für Ur- u. Frühgeschichte, Basel 1995, ISBN 3-908006-51-1. Christian Strahm: Die Sâone-Rhône-Kultur. In: Leibniz-Zentrum für Archäologie (Hrsg.): Archäologisches Korrespondenzblatt. Heft 5, von Zabern, Mainz 1975, , S. 273–282.
Einzelnachweise
Kategorie:Archäologische Kultur (Europa) Kategorie:Jungsteinzeitliche Kultur in Europa Kategorie:Archäologie (Schweiz)