Sagamihara (, -shi) ist eine Großstadt in der Präfektur Kanagawa auf Honshū, der Hauptinsel von Japan. Sie liegt im Landesinnern auf dem Sagamihara-Plateau.
Geschichte Sagamihara-shi, die kreisfreie Stadt Sagamihara, wurde am 20. November 1954 aus der Stadt Sagamihara () gegründet. Diese entstand 1941 durch den Zusammenschluss mehrerer Gemeinden im Kreis Kōza, damals inklusive der Stadt Zama, die aber 1948 wieder eigenständig und später selbst kreisfrei wurde. Sagamihara war während des 2. Weltkriegs eine Armee-Basis.
Politik und Verwaltung
mini|links|Karte der Wahlkreise in Kanagawa für das Abgeordnetenhaus seit 2024 Seit dem 1. April 2010 ist Sagamihara eine „Großstadt per Regierungserlass“ (seirei shitei toshi) und gliedert sich in die drei Stadtbezirke (Ku) Midori, Chūō („Mitte“) und Minami („Süd“).
Bürgermeister von Sagamihara ist seit den Regionalwahlen 2019 Kentarō Motomura. Der ehemalige Unterhausabgeordnete (LP→DP→DFP→Kibō→parteilos) setzte sich gegen Amtsinhaber Toshio Kayama und zwei weitere Kandidaten durch. 2023 wurde er mit Zweidrittelmehrheit gegen vier Herausforderer für eine zweite Amtszeit bestätigt.
Der Stadtrat hat regulär 46 Mitglieder (Midori-ku: 11, Chūō-ku: 17, Minami-ku: 18). Er wird ebenfalls noch bei den einheitlichen Regionalwahlen gewählt. Aus der Wahl 2023 ging die Liberaldemokratische Partei (LDP) mit zwölf Sitzen als stärkste Kraft hervor, Kōmeitō und KDP gewannen je acht Sitze, wobei sich die KDP-Abgeordneten auf zwei Fraktionen verteilen.
Im ebenfalls bei den einheitlichen Wahlen 2019 gewählten, 105-köpfigen Präfekturparlament vertreten die Stadt insgesamt acht Abgeordnete (Chūō und Minami: je drei, Midori: zwei). Im Midori-ku gab es 2023 nur zwei Kandidaten und somit keine Abstimmung. Gewählt wurden in allen drei Wahlkreisen je ein Liberaldemokrat, zwei Konstitutionelle Demokraten, ein Unabhängiger und je ein Abgeordneter von Ishin no Kai und Kōmeitō.Präfekturparlament Kanagawa: Abgeordnete nach WahlkreisNHK Senkyo Web, Einheitliche Regionalwahlen 2023, Präfekturparlamentswahlen, Kanagawa: Ergebnisse Sagamihara-shi Midori-ku, Sagamihara-shi Chūō-ku, Sagamihara-shi Minami-ku, abgerufen am 10. Mai 2023.
Für das Abgeordnetenhaus erstreckt sich Sagamihara seit 2024 in die Wahlkreise Kanagawa 14 und 20. 2024 gewannen LDP und KDP je einen davon.
Stadtgliederung seit 2010
Codemit Prüfziffer Name Fläche (in km²) Bevölkerung Bevölkerungs-dichte(Ew./km²)3 Vorläufer-Städte (-machi) und Dörfer (-mura) lat. jap. 1. Okt. 2015 14151-8Midori-ku 173.612683,70 Ōsawa-mura (1941), Tsukui-machi, Sagamiko-machi (2006), Fujino-machi, Shiroyama-machi (2007) 14152-6Chūō-ku 269.8887319,99 Kamimizo-machi, Aihara-mura, Ōno-mura, Tana-mura (1941) 14153-4Minami-ku 277.2807275,78 Araiso-mura, Asamizo-mura, Ōno-mura (1941) 14150-0 Sagamihara-shi 720.7802191,42 [Landkreise (-gun) Kōza und Tsukui]
Verkehr
Straße: Chūō-Autobahn, Richtung Tokio oder Nagoya Nationalstraße 16, nach Yokosuka, Saitama oder Chiba Nationalstraße 20 Nationalstraßen 129, 412, 413 Zug: JR Yokohama-Linie, Richtung Yokohama oder Hachioji JR-Sagami-Linie, Richtung Chigasaki Odakyū Odawara-Linie, Richtung Shinjuku oder Odawara Odakyū Enoshima-Linie, Richtung Fujisawa
Wirtschaft Sagamihara ist industriell geprägt, hier werden vor allem chemische Produkte, elektronische Geräte, Konserven und Metallwaren hergestellt. Dort befindet sich die Unternehmenszentrale der Bookoff Corporation.
Terroranschlag
Ein ehemaliger Angestellter eines Pflegeheims erstach am 26. Juli 2016 im japanischen Sagamihara mindestens 19 Heimbewohner und verletzte 26 weitere.
Andere Einrichtungen „Sagami Women's University“ (, Sagami joshi daigaku). Zweiter Campus der Aoyama-Gakuin-Universität seit dem Umzug aus Atsugi im Jahre 2003. Joshibi Universität für Kunst und Design
Söhne und Töchter der Stadt Takamasa Abiko (* 1978), Fußballspieler Erich Anderson (1957–2024), US-amerikanischer Schauspieler und Autor Shō Araki (* 1995), Fußballspieler Jirō Akama (* 1968), Politiker Shūto Kammera (* 1996), Fußballspieler Tomoyoshi Koyama (* 1983), Motorradrennfahrer Mai Murakami (* 1996), Kunstturnerin Yukio Ozaki (1858–1954), Politiker im damaligen Matano geboren Hiroshi Sekita (* 1989), Fußballspieler Yūji Senuma (* 1990), Fußballspieler Jun Suzuki (* 1987), Fußballspieler Kenta Yamafuji (* 1986), Fußballspieler Mika Yoshikawa (* 1984), Mittel- und Langstreckenläuferin Yuki Tsunoda (* 2000), Formel-1-Fahrer Ken Higuchi (* 2003), Fußballspieler Taiyo Igarashi (* 2003), Fußballspieler
Partnerstädte 20px Toronto, seit 1998 20px Wuxi, seit 1985
Angrenzende Städte und Gemeinden Machida Hachioji Atsugi Yamato Zama
Literatur S. Noma (Hrsg.): Sagamihara. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 1291.
Einzelnachweise
Weblinks
Offizielle Website
mini|links|Rathaus von Sagamihara
Kategorie:Ort in der Präfektur Kanagawa Kategorie:Ort als Namensgeber für einen Asteroiden