mini|Henge von Normangill – erkennbar im Vordergrund Das 280 m hoch gelegene Class IIAtkinson definierte verschiedene Klassen (classes) von Henges. Zur Klasse I gehören Henges mit einem einzigen Eingang einer Lücke im Graben und im umgebenden Erdwall. Henges der Klasse II haben gegenüberliegend zwei oder vier Eingänge. Henge von Normangill in South Lanarkshire in Schottland liegt bei Crawford, 480 m südlich der Normangill Farm und südlich des Camps Water (Fluss). Es ist eines der besten Beispiele für ein schottisches Henge. Henges werden wegen der verschiedentlich gefundenen Grooved-Ware-Keramik der späten Jungsteinzeit zugeordnet.

Das ovale Henge misst 61 m auf 55 m. Ein über 10 m breiter neuzeitlicher Weg führt von West nach Ost mittig quer durch das Henge. Die übrig gebliebenen Bereiche von Wall und internem Graben sind aber ziemlich gut erhalten. Die gegenüberliegenden Zugänge, die etwa auf der Nord-Süd orientierten Längsachse des Erdwerkes liegen sind deutlich erkennbar. Die Lückenbreite im Wall misst etwa 23 m und im Grabenbereich 17 m. Der Erdwall ist nur mehr 0,7 m hoch. Der Bau eines runden Schafpferches hat die Südwestenden des Walls zerstört. Der Graben, der durch eine durchschnittlich etwa 3,0 m breite Berme von der Innenseite des Walls entfernt liegt, ist etwa 4,0 m breit und 0,3 m tief. Der Innenraum ist unstrukturiert.

Literatur Richard J. C. Atkinson: The henge monuments of Great Britain. In: Richard J. C. Atkinson, Cecily M. Piggott, Nancy K. Sandars: Excavations at Dorchester Oxon. First report. Ashmolean Museum, Oxford 1951, S. 81–107.

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