mini|hochkant|Reşid Akif Pascha Reşid Akif Pascha oder Mustafa Salih (* 1863 in Yanya; † 1920 in Istanbul) war ein osmanischer Dichter und Staatsmann, der als Innenminister, Gouverneur und Vorsitzender des Staatsrates wirkte. Er ist bekannt für die Lieferung von Beweisen zum Völkermord an den Armeniern während der Sitzungen des Osmanischen Parlaments.
Leben Reşid Akif war albanischstämmig und wurde als Sohn des Vorsitzenden des osmanischen Staatsrates, Mehmed Akif Pascha, geborenReşit paşanın hatıraları, Muallim A. Halit Kitabevi, İstanbul, 1900. und besuchte das Galatasaray-Gymnasium. Er lernte Persisch, Französisch und Arabisch.
Er begann seinen Staatsdienst 1883 als Sonderbeamter im Amedî Kalemi mit dem Titel Reisülküttap. 1902 ernannte ihn Abdülhamid II. zum Gouverneur des Vilâyet Sivas.Eski Sivas Valilerinden Reşid Akif Paşa, Vehbi Cem Aşkun, Yayla Dergisi, Sayı: 34-35, sayfa: 7, 1945.Reşid Akif Paşa, Hayatı ve Eserleri, Vehbi Cem Aşkun, Kızılırmak Gazetesi, Sayı:499, sayfa:2, 21 Aralık 1945.Sivas'ın Ünlü Valilerinden Reşit Akif Paşa, Müjgan Üçer, Sivas Dergisi, Sayı:4, sayfa: 16, Sivas, 1989. Akif ließ die Industriehochschule von Sivas sowie die kalten Thermen von Çermik bauen. An sein Wirken als Dichter erinnert ein durch ihn eröffnetes Herrenhaus in Sivas.Haluk Çağdaş: Şair ve Nüktedan Vali Reşat Akif Paşa,. In: Tarih ve Toplum Aylık Ansiklopedik Dergi. Ausgabe 159, İstanbul Mart 1997, S. 35–39. Nachdem er bis 1908 in dieser Position geblieben war, wurde er trotz seiner Ablehnung des Komitees für Einheit und Fortschritt im Zuge der Zweiten Verfassungsperiode nach Istanbul gerufen und amtierte vom 6. bis 25. August 1908 als Innenminister unter Großwesir Mehmed Kâmil Pascha.Sinan Kuneralp: Son Dönem Osmanlı Erkan ve Ricali (1839–1922) Prosopografik Rehber. ISIS Press, İstanbul 1999, ISBN 975-428-118-1.
Im November 1909 wurde er Mitglied des Osmanischen Senats. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und den Jahren des Waffenstillstandes unter dem Vertrag von Moudros wurde Reşid Akif Pascha am 14. Oktober 1918 zum Vorsitzenden des Staatsrates in der Regierung Ahmed İzzet Paschas ernannt. Als Senator und Staatsratsvorsitzender erklärte Reşid am 18. November 1918 zum Völkermord an den Armeniern:
Bei einer Rede am 21. November 1918 im osmanischen Parlament hob er den Prozess hervor, wo offizielle Aussagen zweideutige Terminologien verwendeten, so etwa, als die Anordnung von Deportationen ergänzt wurde durch die direkte Anordnung von "Massakern" aus dem Hauptquartier des Komitees für Einheit und Fortschritt oder teils aus der Residenz des Innenministers Talât Pascha:
Einzelnachweise
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