mini|hochkant|Hafız Mehmet (1920) Hafız Mehmet Bey (* 1874 in Sürmene; † 13. Juni 1926 in Izmir) war ein osmanisch-türkischer Anwalt und Politiker. Er war Abgeordneter für Trabzon in der ersten Großen Nationalversammlung und vom 8. Februar 1921 bis zum 19. Mai 1921 Justizminister. Zuvor war er ab 1912 Mitglied der osmanischen Abgeordnetenkammer für Trabzon. Er war Mitglied der Besonderen Organisation (Teşkilât-ı Mahsusa).

Völkermord an den Armeniern Hafiz Mehmet konstatierte, dass er und andere örtliche Politiker in Trabzon von den systematischen Massakern an den Armeniern Bescheid wussten. Mehmet erklärte, dass die Polizei hauptsächlich durch die Besondere Organisation geführt wurde. Er protestierte wiederholt gegen die Entscheidung der örtlichen Regierung und vor allem gegen die Entscheidung des Gouverneurs Cemal Azmi, die Armenier im Schwarzen Meer zu ertränken.Jay Winter (Hrsg.): America and the Armenian Genocide of 1915. New York 2003, S. 96. Mehmet protestierte auch gegen den Innenminister Talât Pascha, war jedoch wenig erfolgreich dabei. Er erklärte:

Attentatsversuch in Izmir Wegen seines versuchten Attentats am türkischen Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk war er einer der 13 durch das Unabhängigkeitsgericht am 13. Juni 1926 zum Tode verurteilten Personen. Die Strafe wurde am nächsten Tag vollstreckt.

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Justizminister (Türkei) Kategorie:Hingerichtete Person (Türkei) Kategorie:Abgeordneter (Osmanisches Reich) Kategorie:Abgeordneter der Großen Nationalversammlung der Türkei Kategorie:Rechtsanwalt (Türkei) Kategorie:Mitglied der Teşkilât-ı Mahsusa Kategorie:Zeuge des Völkermords an den Armeniern Kategorie:Hingerichtete Person (20. Jahrhundert) Kategorie:Person (Trabzon) Kategorie:Türke Kategorie:Geboren 1874 Kategorie:Gestorben 1926 Kategorie:Mann