Johann Heinrich Schwalm (* 17. Februar 1864 in SeigertshausenJohann Heinrich Schwalm: Aus meinem Leben. Treysa 1933. In: Schwälmer Heimatbund e.V. (Hrsg.): Schwälmer Jahrbuch 1984. Ziegenhain 1984, S. 16–36.; † 21. Juli 1946 in TreysaJohann Heinrich Kranz, Johann Heinrich Schwalm: Kreizschwerneng, Spaß muss seng. Gedichte in Schwälmer Mundart. Gesamtausgabe der Teile 1 (1906), 2 (1911) und 3. Verlag Schwälmer Heimatbund e.V., Ziegenhain, 1985.) war ein deutscher Lehrer, Schulrat, Heimatforscher und Dichter.

Leben und Wirken Schwalm besuchte von 1881 bis 1884 das Lehrerseminar in Homberg (Efze). Er war von 1884 bis 1919 Lehrer und Kantor in Obergrenzebach. Seit 22. November 1885 war er mit Martha Katharina Elise Heil verheiratet. 1919 wurde er Schulinspektor, 1921 Kreisschulrat der Kreise Ziegenhain und Kirchhain. Im Jahr 1924 wurde er pensioniert.

Schwalm trieb biologische und geologische Studien.Johann Heinrich Schwalm: Mit Rucksack und Hammer durch Kellerwald und Knüll. Elwert, Marburg 1919.Johann Heinrich Schwalm: Grabungen im Wichtelloch bei Obergrenzebach. Schulchronik Obergrenzebach 1933. Wiederabdruck in: Schwälmer Heimatbund e.V. (Hrsg.): Schwälmer Jahrbuch 2007. Ziegenhain 2007, S. 154–156. Dabei arbeitete er mit der Preußischen Geologischen Landesanstalt und verschiedenen Geologen zusammen, u. a. mit Max Blanckenhorn, Emanuel Kayser und August Denckmann. Er engagierte sich in der Erwachsenenbildung und verschiedenen Vereinen. Zusammen mit J. H. Kranz verfasste er eine Reihe von Gedichten. Diese zeichnen sich durch einen urwüchsigen und feinsinnigen Humor aus (sinngemäßes Zitat aus einem Geleitwort des Landrates des Kreises Ziegenhain).Johann Heinrich Kranz, Johann Heinrich Schwalm: Kreizschwerneng, Spaß muss seng. Gedichte in Schwälmer Mundart. Verlag Schwälmer Heimatbund e.V., Ziegenhain 1960. Diese und andere Texte in Schwälmer Mundart haben die kulturelle Identität der Schwalm in erheblichem Maße geprägt. Er veröffentlichte Texte zur Hessischen Landes- und VolkskundeJohann Heinrich Schwalm: Die Schwalm. In: Carl Hessler (Hrsg.): Hessische Landes- und Volkskunde. Band II. Elwert Marburg/Lahn 1904, S. 229–338.Johann Heinrich Schwalm: Der Kreis Ziegenhain. In: Carl Hessler (Hrsg.): Hessische Landes- und Volkskunde. I/2. Elwert Marburg/Lahn 1904. sowie zahlreiche weitere Schriften, die in der Deutschen Nationalbibliothek verzeichnet sind.

Johann Heinrich Schwalm war ein Kenner der Schwalm.Grieben-Reiseführer Band 230: Oberhessen, Kurhessen und Waldeck. Verlag Karl Thiemig AG, München 1981 8. Auflage S. 205

Werke

Schnurrant aus Hessenland mit Heinrich Ruppel, 1942 Hannhinnerchs junge Jahre, 1940 Handwerksehr und Handwerksuz, 1938 Um Haus und Hof, 1921 Die Enkeltochter der Hex, 1921 Hessentreue, 1921 Kriegstrauung, 1921 Mit Rucksack und Hammer durch Kellerwald und Knüll, 1919 Aus Sagas Schloß, 1919 Falleppel on Läsreiser, 1917 Ous Ellervotersch Eppelkist, 1917 Jonker Hoose Schwälmer Wees (Schwälmer Weizen), 1913

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