Johann Wilhelm Gottlob Buzengeiger (* 25. Juni 1778 in Tübingen; † 26. Oktober 1836 ebenda) war Universitätsmechanikus, Optiker und Uhrmacher in Tübingen.G. Hellmann: Repetitorium der deutschen Meteorologie. Leipzig, 1883. Er war ein Bruder des Mathematikers und Mineralogen Carl Buzengeiger.

Leben und Wirken Gottlob Buzengeiger war von 1805 bis 1836 als Universitätsmechanikus an der Universität Tübingen beschäftigt. Dabei arbeitete er vor allem für den Astronomen und Mathematiker Johann Gottlieb Friedrich Bohnenberger, hatte aber nebenbei noch eine Uhrmacherwerkstatt in Tübingen. Seine Instrumente verkaufte er international auch außerhalb der Landesgrenzen des Königreichs Württemberg, z. B. an Heinrich Christian Schumacher in Altona. Durch den regelmäßigen Umgang mit Quecksilber hatte er Gesundheitsprobleme.

Für die von Bohnenberger geplante Landesvermessung fertigte er 1818 Replikas der Toise du Pérou und einen Heliostaten nach einem Entwurf von Carl Friedrich Gauß, einen kardanisch gelagerten Kreisel („Gyroskop“, Maschine von Bohnenberger) als astronomisches Demonstrationsobjekt (1810), ein Reversionspendel zur genauen Berechnung der Erdanziehungskraft (1811) sowie ein von Bohnenberger erfundenes Elektroskop zur Bestimmung der elektrischen Ladung. Außerdem fertigte er Barometer, Zambonisäule, z. B. als Energiequelle einer Uhr, astronomische Pendel- und Terzienuhren sowie eine Feinwaage für den Chemiker Christian Gottlob Gmelin.Jörg F. Wagner: Gottlob Buzengeiger. Instrumentenbau zwischen Münzgasse und Schloss in Tübingen. In: Schwäbische Heimat, 71. Jg. 2020, Heft 2, S. 170–178 (online)

Korrespondenz Johann Friedrich Benzenberg Der Düsseldorfer Astronom Johann Friedrich Benzenberg schrieb im Dezember 1810 folgendes über Buzengeiger:

Eduard Mörike Eduard Mörike schrieb vor dem 20. Juni 1836 Briefe an Buzengeiger sowie an die Optiker K. Öchslen, F. Trostel, W. G. B. Baumann, in denen er diese um die Herstellung einer Laterna magica nach seiner Idee bat und vermutlich Scherenschnitt-Illustrationen aus dem Telegraph für Deutschland beifügte. Die angeschriebenen Optiker lehnten aber entweder die Annahme einer Bestellung ab, oder forderten zu viel, so dass er das geplante Projekt erst am 9. Mai 1847 über seinen Bruder mit dem Blechfabrikanten Karl Deffner erneut besprach.Bernhard Zeller: Eduard Mörike: Werke und Briefe. Klett-Cotta, 1986, S. 265.

Literatur Andor Trierenberg: Die Hof-und Universitätsmechaniker in Württemberg im frühen 19. Jahrhundert. Dissertation, Universität Stuttgart 2013 Jörg F. Wagner: Gottlob Buzengeiger. Instrumentenbau zwischen Münzgasse und Schloss in Tübingen. In: Schwäbische Heimat, 71. Jg. 2020, Heft 2, S. 170–178 (online)

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