mini|St. Peter in Immendorf Die Kirche St. Peter im Ortsteil Immendorf in der Stadt Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen als Baudenkmal unter Denkmalschutz.Denkmalliste Geilenkirchen Nr. 33, Eintrag: 3. Mai 1983
Im Zuge der Pfarrgemeindereformen im Bistum Aachen wurde die ehemals eigenständige katholische Pfarrgemeinde in die Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) St. Bonifatius Geilenkirchen eingegliedert in der alle 11 Pfarreien des Stadtgebietes zusammengefasst waren. Die Gemeinschaft von Gemeinden wurde 2025 aufgelöst. Die 11 Pfarreien bilden nun den Pastoralen Raum Geilenkirchen, einen von insgesamt 44 Räumen im Bistum Aachen.Pastorale Räume im Bistum Aachen, Newsletter des Bistums Aachen vom 23. Mai 2024
Lage Die dreischiffige Kirche an der Dürener Straße ist der Mittelpunkt des Ortes.
Geschichte Die erste Erwähnung einer Kirche zu Immendorf findet sich 1308 im Liber valoris, dem Werte-Buch der Kirchen der Diözese Köln. Turm und Chor stammen aus der Zeit um 1400, das Langschiff aus der Zeit um 1500.
Die dreischiffige, spätgotische Hallenkirche wurde im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört. Beim Wiederaufbau in den Jahren 1955/56 wurden die noch stehenden Gebäudeteile in den Neubau einbezogen. Es entstand eine neuzeitliche Kirche mit moderner Fensterverglasung und freistehendem Turm. Die feierliche Weihe war am 13. November 1960. Der Chorraum wurde 1975 umgestaltet.
Architektur Die Ostchöre sind in Backstein gebaut. Daran schließt in voller Breite ein Stahlbetonbau an, wobei die Stahlbetonstützen die drei zerstörten Schiffe der Kirche andeuten. Die Westwand ist in Bruchstein errichtet, die Nord- und Südwand bestehen fast ganz aus buntem Glas. Nur schmale Längs- und Querrippen stabilisieren die Wände und verleihen ihnen ein wabenförmiges Aussehen. Im Westen schließt an die Südwand ein zweigeschossiger Verbindungstrakt, an dem der Turm angebaut ist.
Ausstattung Altar aus Blaustein, Taufstein aus dem Jahr 1650, Tabernakel, mehrere Heiligenfiguren aus Holz. Die Buntverglasung gestaltete Ludwig Schaffrath in den Jahren 1958–1959 (Fensterwände im Kirchenschiff) und 1975 (Fenster im Chor und in den Seitenchören)Geilenkirchen-Immendorf, Kath. Kirche St. Peter. auf der Webseite der Stiftung Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jh. e. V. Die Orgel mit 18 Registern auf zwei Manualen und Pedal sowie elektrischer Traktur aus dem Jahre 1963 wurde von der Orgelbauanstalt Karl Bach aus Aachen gebaut. Am Kirchturm ist eine Turmuhr eingebaut. Im Kirchturm befinden sich zwei Glocken aus Bronze, die Gregorius van Trier aus Aachen im Jahr 1511 gegossen hatte: Glocke 1 mit einem Durchmesser von 1028 mm und einem Gewicht von 650 kg klingt mit dem Schlagton fis’+5. Glocke 2 mit einem Durchmesser von 935 mm und einem Gewicht von 430 kg klingt mit dem Schlagton gis’±0.
Literatur Dritte Ausgabe 1994: Handbuch des Bistums Aachen ISBN 3-87448-172-7 Band Acht 1904: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz von Paul Clemen Heimatkalender des Selfkantkreis 1955: Von den Kirchenglocken im Amte Immendorf-Würm, von Heinrich Joppen, Seite 83
Weblinks
Spätmittelalterliche Holzskulpturen in der Kirche St. Peter (Immendorf) Denkmaleintrag der Kirche St. Peter (Immendorf) Glockengeläut der Kirche St. Peter (Immendorf)
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude in Geilenkirchen Kategorie:Erbaut in den 1950er Jahren Kategorie:Pfarrkirche des Bistums Aachen Geilenkirchen Kategorie:Baudenkmal in Geilenkirchen Geilenkirchen Kategorie:Kirchengebäude der Moderne Kategorie:Pastoraler Raum Geilenkirchen