Petrova Ves (deutsch Petersdorf, ungarisch Péterlak – bis 1907 Péterfalu) ist eine Gemeinde im Westen der Slowakei mit Einwohnern (Stand ), die zum Okres Skalica, einem Kreis des Trnavský kraj, gehört und in der traditionellen Landschaft Záhorie liegt.

Geographie miniatur|links|Gemeindeamt Die Gemeinde befindet sich im Hügelland Chvojnická pahorkatina, wo sie Richtung Westen in das Becken Dolnomoravský úval (beide Teil des Wiener Beckens) übergeht. Nordwestlich des Ortes liegt ein kleiner Stausee namens Petrova Ves. Das Ortszentrum liegt auf einer Höhe von und ist vier Kilometer von Gbely, elf Kilometer von Holíč sowie 16 Kilometer von Skalica entfernt.

Nachbargemeinden sind Holíč im Norden, Radimov im Nordosten, Unín und Letničie im Osten, Šaštín-Stráže im Süden, Smolinské im Südwesten und Gbely im Westen.

Geschichte mini|links|hochkant|Kirche in Petrova Ves Archäologischen Untersuchungen zufolge war das heutige Gemeindegebiet während der Kelten- und Römerzeit besiedelt. Im 9. und 10. Jahrhundert gehörte das Gebiet zum Mährerreich, im 11. Jahrhundert kam es zum entstehenden ungarischen Staat.

Petrova Ves wurde zum ersten Mal 1392 schriftlich erwähnt. Nach einigen Angaben soll der Ort nach einem Adeligen namens Péter Varády benannt worden sein. Nach den Varády waren folgende Geschlechter feudale Besitzer: Bársonyi, Farkas, Thebery und Boltizár. 1390 fiel das Dorf an Stibor von Stiborice, zwei Jahre danach zum Herrschaftsgut von Holíč, zu dieser Zeit dem Geschlecht Czobor und von 1736 bis 1918 den Habsburgern gehörend.

Bis 1918 gehörte der im Komitat Neutra liegende Ort zum Königreich Ungarn und kam danach zur Tschechoslowakei beziehungsweise heute Slowakei.

Bevölkerung

Nach der Volkszählung 2011 wohnten in Petrova Ves 1109 Einwohner, davon 1075 Slowaken, fünf Magyaren, drei Tschechen und jeweils ein Deutscher und Mährer; zwei Einwohner waren anderer Ethnie. 22 Einwohner machten keine Angabe.Volkszählung 2011 nach Ethnie (englisch) 976 Einwohner bekannten sich zur römisch-katholischen Kirche, elf Einwohner zur evangelischen Kirche A. B., drei Einwohner zur griechisch-katholischen Kirche und jeweils ein Einwohner zur altkatholischen Kirche, zur Bahai-Religion, zur orthodoxen Kirche und zur reformierten Kirche. 54 Einwohner waren konfessionslos und bei 61 Einwohnern ist die Konfession nicht ermittelt.

Ergebnisse nach der Volkszählung 2001 (1109 Einwohner): Nach Ethnie: 98,90 % Slowaken 0,90 % Tschechen 0,10 % PolenNach Konfession: 96,31 % römisch-katholisch 2,00 % konfessionslos 1,50 % keine Angabe 0,10 % evangelisch 0,10 % tschechoslowakisch-hussitisch

Bauwerke römisch-katholische Heilig-Geist-Kirche aus dem Jahr 1493, die eine ältere Holzkirche aus dem Jahr 1093 ersetzte Kapelle Sieben Schmerzen Maria aus dem Jahr 1845 neben der Straße nach Holíč

Einzelnachweise

Weblinks

Kategorie:Ort in der Slowakei Kategorie:Ersterwähnung 1392