Nowoselskoje (, , ) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Polessk im Rajon Polessk.

Geographische Lage Nowoselskoje liegt 27 Kilometer östlich der Rajonstadt Polessk (Labiau) an der Kommunalstraße 27K-057 von Salessje (Mehlauken/Liebenfelde) nach Dalneje (Bittkalken/Bitterfelde). Eine Bahnanbindung besteht nicht.

Geschichte Das vor 1929 Schaltischledimmen genannte DorfD. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Neuwiese bestand seinerzeit aus vielen verstreut liegenden Höfen und Gehöften. Am 9. April 1874 wurde es Amtssitz und namensgebend für einen neu errichteten AmtsbezirkRolf Jehke, Amtsbezirk Schaltischledimmen/Neuwiese, der 1930 in „Amtsbezirk Neuwiese“ umbenannt wurde und bis 1945 zum Kreis Labiau im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Am 25. September 1929 wurde das Dorf offiziell in „Neuwiese“ umbenannt.

In Kriegsfolge kam Neuwiese 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Im Jahr 1947 erhielt der Ort die russische Bezeichnung Nowoselskoje und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Salessowski selski Sowet im Rajon Bolschakowo zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947) Seit 1965 gehört der Ort zum Rajon Polessk. Von 2008 bis 2016 gehörte Nowoselskoje zur Landgemeinde Salessowskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Polessk.

Einwohnerentwicklung Jahr EinwohnerVolkszählungsdaten 1910 573 1933 556 1939 555 2002 15 2010 13

Amtsbezirk Schaltischledimmen (Neuwiese) Zwischen 1874 und 1945 bestand der Amtsbezirk Schaltischdelimmen, der am 15. Februar 1930 in „Amtsbezirk Neuwiese“ umbenannt wurde. Er bestand anfangs aus sechs, zum Schluss noch aus vier Gemeinden: Name Änderungsname1938 bis 1946 Russischer Name Bemerkungen Danielshöfen Klewienen Seegershöfen 1939 in die Gemeinde Danielshöfen eingegliedert Pannaugen Habichtswalde Patilszen,1936–1938: Patilschen Kunzenrode Oruscheinoje 1939 in die Gemeinde Liebenfelde eingegliedert Plattupönen Breitflur Iskrowo Schaltischledimmen seit 1929: Neuwiese Nowoselskoje

Kirche Die mehrheitlich evangelische Bevölkerung Schaltischledimmens resp. Neuwieses war bis 1945 in das Kirchspiel der Kirche Mehlauken eingepfarrt, die im Kirchenkreis Labiau innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union lag. Heute ist Nowoselskoje der in Bolschakowo (Groß Skaisgirren, 1938 bis 1946 Kreuzingen) neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde zugeordnet. Sie ist eine Filialgemeinde innerhalb der Kirchenregion der Salzburger Kirche in Gussew (Gumbinnen) und gehört zur Propstei Kaliningrad der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Weblinks Nowoselskoje bei bankgorodov.ru Nowoselskoje bei prussia39.ru

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Rajon Polessk