Der EHC Düsseldorf war ein kurzlebiger Eishockey-Verein, der von 1954 bis 1957 existierte, in der kurzen Zeit seines Bestehens aber mit dem Gewinn der Deutschen Junioren-Meisterschaft und des Westeuropapokals jeweils in der Saison 1955/56 zwei große Erfolge feierte.

Geschichte Der EHC Düsseldorf wurde 1954 gegründet und am 3. Mai des gleichen Jahres in den Eissportverband Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Die Gründung geht auf einen Streit innerhalb der Düsseldorfer EG um die Eiszeitenvergabe zurück. So erhofften sich die EHC-Gründer, mehr Eiszeiten zu bekommen.

Erfolg bei der Deutschen Junioren-Meisterschaft

Prunkstück des Vereins war die starke Junioren-Mannschaft, die in der Saison 1955/56 die Deutsche Meisterschaft feierte. Bereits in der Vorrunde auf NRW-Ebene konnte nur der Krefelder EV dem EHC ein 5:5 abringen. Alle übrigens Spiele gingen zum Teil überdeutlich an den jungen Düsseldorfer Verein, der beispielsweise mit 17:1 gegen den Kölner EK und 18:1 gegen Preußen Krefeld gewann. Im Düsseldorfer Junioren-Derby gegen die DEG gewann der EHC mit 17:0. Damit qualifizierte sich der EHC für die Endrunde um die Deutsche Junioren-Meisterschaft, die an sich in Füssen stattfinden sollte. Weil der EV Füssen aber kurzfristig auf die Ausrichtung verzichtet hatte, fand das Finalturnier in Düsseldorf statt. Mit fünf Siegen in fünf Spielen gewann der EHC souverän den Titel. Entscheidend war hier der 3:2-Erfolg gegen den Krefelder EV. Die Partie gegen den EC Bad Tölz wurde zu einem Skandalspiel, da die Partie beim Stand von 3:1 für den EHC Düsseldorf in der 22. Minute abgebrochen wurde, nachdem ein Tölzer Spieler den Schiedsrichter attackiert hatte. Diese Partie wurde daraufhin mit 5:0 für Düsseldorf gewertet. In den übrigen Spielen der Endrunde gewann der EHC gegen den WSV Clausthal-Zellerfeld (24:0), den VfL Bad Nauheim (8:1) und den EV Füssen (12:2).

Erfolg im Westeuropapokal

In der gleichen Saison nahm der EHC Düsseldorf auch im Seniorenbereich am Westeuropapokal teil. Hier trat der EHC mit der praktisch identischen Mannschaft an, verstärkte sich lediglich mit wenigen älteren Spielern aus der Umgebung. Hier stand der EHC am Ende der Saison auf Platz eins, knapp vor den Royal Canadian Air Force Flyers aus Zweibrücken.

Bekannte Spieler

Erfolgsgarant war der später auch für die DEG in der Bundesliga aktive "Peter-Sturm" mit den Spielern Peter Gregory, Peter Schmitz und Peter Rohde, dessen Vater Max Rohde zu den Gründern des EHC Düsseldorf zählte. Peter Gregory war in der Saison 1966/67 Kapitän der DEG-Mannschaft, die erstmals in der Vereinsgeschichte die Deutsche Meisterschaft gewann.

In der Saison 1956/57 gab es wiederholt Streitigkeiten mit dem Eissportverband NRW. Zum Ende der Saison stellte der EHC den Spielbetrieb ein. Bereits zur Folgesaison führte der Deutsche Eissport-Verband den EHC Düsseldorf in seinem Jahrbuch als nicht mehr aktiven Verein.

Weblinks NRZ.de: EHC Düsseldorf - der unbekannte Deutsche Meister

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