Josef «Sepp» Robert Zellweger (* 19. September 1963 in Altstätten) ist ein ehemaliger Schweizer Kunstturner.
Leben Sepp Zellweger, geboren im Spital Altstätten, ist aufgewachsen in St. Margrethen mit zwei Geschwistern. Er verfolgte am Fernsehen die Olympischen Sommerspiele 1972 in München mit. Von den Erfolgen des St. Margrether Kunstturners Peter Rohner (6. Platz Pferdsprung) animiert, trat er kurze Zeit später der Jugendriege des STV St. Margrethen bei, in welcher auch Peter Rohner (Schweizer Meister 1971–1973) engagiert war. Gefördert vom amtierenden Schweizer Meister wurde er mit elf Jahren bereits Schweizer Jugendmeister. Zellweger wechselte bald darauf zur Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen. 1981 wurde der erstmals vergebene Nachwuchspreis der Schweizer Sporthilfe Sepp Zellweger verliehen. Seine sportliche Laufbahn verlief gut, schon übertraf er seinen Mentor. Zellweger entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Sportler des Schweizer Turnsports und zählt heute zu den Legenden der Schweizer Sportwelt.
Zellweger studierte von 1986 bis 1992 Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Zürich (cand. iur.) und von 1995 bis 1996 Public Relations/Medien am SAWI in Biel/Zürich. Zwischen 2000 und 2001 studierte er Marketing/Kommunikation an der Universität St. Gallen.
Er war ab 2001 Mitglied der Direktion der Credit Suisse Group AG und ab 2007 Mitglied der Geschäftsleitung der Kundenstiftungen der Credit Suisse Group AG (Angaben gemäss Website des Bürger-Forums Bergdietikon).
Zellweger ist Chairman im Technischen Komitee des Welt-Universitätsportverbandes FISU (Fédération International du Sport Universitaire), Brüssel, und Ehrenmitglied im St. Galler Turnverband (SGTV). Ab 2009 war er Mitglied der Finanzkommission von Bergdietikon.
Seit 2007 wohnt er in Bergdietikon.
Leistungen
Olympische Spiele Jahr Austragungsort Erfolge 1984 Los Angeles5. Platz Mannschaftswettkampf, 8. Platz Pferdpauschen, 8. Platz Ringe 11. Platz Mehrkampf., abgerufen am 7. Dezember 2013 1988 Seoul29. Platz Ringe, 31. Platz Mehrkampf, 31. Mehrkampf, 35. Platz Barren
Weltmeisterschaften Jahr Austragungsort Erfolge 1981 Moskau Jüngster Mehrkampf-Finalist weltweit 1983 Budapest Bester westlicher Turner 1987 Rotterdam 15. Platz Mehrkampf. Diese Platzierung hielt sich als bestes Resultat eines Schweizer Turners im Mehrkampf an Weltmeisterschaften bis ins Jahr 2005 (Niki Böschenstein 13. Platz; Andreas Schweizer erreichte 2003 in Anaheim ebenfalls den 15. Platz).
Europameisterschaften Jahr Austragungsort Erfolge 1981 Rom 12. Platz Mehrkampf 1983 Warna Bronzemedaille Ringe 1985 Oslo 4. Platz Ringe, 5. Platz Barren 1987 Moskau 5. Platz Ringe und 8. Platz Barren
Schweizer Meisterschaften Jahr Austragungsort Erfolge 1982 Bern Sieger Eidgenössischer Kunstturnertag 1984 Winterthur Sieger Eidgenössisches Turnfest 1986 Rorschacherberg Sieger Eidgenössischer Kunstturnertag 1979–1988 div. 24facher Schweizer Meister in diversen Disziplinen
Weitere Erfolge 1987 Barcelona: Europacupsieger am Boden Auftritte: Beim Super-10-Kampf für die Schweizer Sporthilfe zeigte er seinen Kampfgeist, er musste sich trotz seiner Körpergrösse von unter 1,60 Metern selbst unter Konkurrenten wie Kugelstossweltmeister Werner Günthör (2,00 Meter) nicht verstecken.
Trivia Die an den Ringen geturnte Figur «Deltchev» wird in der Schweizer Turner-Szene auch «Zellweger» genannt Sepp Zellweger wurde in seiner aktiven Zeit mehrfach als «Bester Turner der westlichen Welt» bezeichnet Die «Legende» Sepp Zellweger wird heute noch für «David-gegen-Goliath»-Vergleiche in der Schweizer Sportberichterstattung herangezogen.
Weblinks
. Sepp Zellweger im Komitee der International University Sports Federation (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Turner (Schweiz) Kategorie:Schweizer Meister (Turnen) Kategorie:Olympiateilnehmer (Schweiz) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1984 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1988 Kategorie:Person (Kanton St. Gallen) Kategorie:Person (St. Galler Rheintal) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1963 Kategorie:Mann