Günther Pröhl (* 14. März 1895 in Schwerin; † 19. November 1977 in Ahrensburg, Schleswig-HolsteinGünther Pröhl in: TracesOfWar.nl; abgerufen am 11. Juni 2017) war Hauptabteilungsleiter im Reichskommissariat Ostland.
Leben Der aus Mecklenburg stammende Pröhl nahm aktiv am Ersten Weltkrieg teil, in der Weimarer Republik wurde er NSKK-Obergruppenführer in Kiel. Seine Dienststelle befand sich im Knooperweg 57.
Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges übernahm er die Panzer-Jäger-Abteilung 290 der 290. Infanterie-Division.
Nach dem Überfall auf die Sowjetunion 1941 wurde Pröhl Mitarbeiter der Zivilverwaltung im Reichskommissariat Ostland, einem der Haupttatorte des Holocaust. Er wurde Hauptabteilungsleiter 1 („Politik“). Am 17. Januar 1942 hatte er den Rang eines Hauptmanns, und ihm wurde gemeinsam mit Karl von Oven und Manfred von Petersdorff von Adolf Hitler das Ritterkreuz verliehen. (PDF, abgerufen am 4. Dezember 2013) 1943 war er bereits Major. Nach dem Zerfall des Reichskommissariats Ostland wurde er in Hamburg zum Befehlshaber des Hamburger Volkssturms ernannt und erlebte dort das Kriegsende.
Literatur Kerstin Siebenborn: Der Volkssturm in Süden Hamburgs 1944/45. (= Beiträge zur Geschichte Hamburgs 20). Verlag Verein für Hamburgische Geschichte, Hamburg 1988.
Weblinks Uwe Danker: Der Judenmord im Reichskommissariat Ostland. In: Gegenwind Nr. 128, Mai 1999.
Einzelnachweise
Kategorie:Person (deutsche Besetzung Weißrusslands 1941–1944) Kategorie:Person (deutsche Besetzung Litauens 1941–1945) Kategorie:Person (deutsche Besetzung Lettlands 1941–1945) Kategorie:Person (deutsche Besetzung Estlands 1941–1944) Kategorie:NSKK-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1895 Kategorie:Gestorben 1977 Kategorie:Mann