Čitluk (in der Antike ) ist eine Gemeinde im Süden von Bosnien und Herzegowina. Čitluk liegt in der Region Herzegowina, im westlichen Teil des Kantons Herzegowina-Neretva der Föderation Bosnien-Herzegowina. Zur Gemeinde gehört der Wallfahrtsort Međugorje. Außerdem ist Čitluk für seinen Weinanbau bekannt.
Geographie Die Gemeinde ist geographisch vor allem durch die parallel zum tief eingeschnittenen Neretva-Tal verlaufenden bewaldeten Berge sowie durch den Höhenzug Crnica im Süden gekennzeichnet. Die Gemeinde hat eine Gesamtfläche von ca. 181 Quadratkilometern.
Die Gemeinde Čitluk grenzt im Norden an die Gemeinde Široki Brijeg, im Nordosten an die Gemeinde Mostar sowie im Süden und Südosten an Čapljina sowie im Südwesten an Ljubuški.
Bevölkerung Bevölkerung in der Gemeinde Čitluk nach Nationalitäten (1991): Gesamt 1991: 14.710 Kroaten: 14.543 (98,87 %) Bosniaken: 110 (0,75 %) Serben: 19 (0,13 %) Andere: 38 (0,26 %)
Die Bevölkerung von Čitluk ist zu 99 % Römisch-Katholisch.
Ortschaften Bijakovići Biletići Biletići Polje Blizanci Blatnica (Gornja i Donja) Dobro Selo Čalići Čerin Čitluk (Stadt) Dragićina Gornji Veliki Ograđenik Gornji Mali Ograđenik Donji Veliki Ograđenik Donji Mali Ograđenik Gradnići Hamzići Krehin Gradac Krućevići Međugorje Mostarsko Cerno Paoča Služanj Tepčići Vionica
Geschichte Um die Mitte des 1. Jahrhunderts wurden Veteranen der Legio VII Claudia und der Legio XI Claudia in Aequum (Čitluk) angesiedelt.Lawrence J. F. Keppie: Legions and veterans: Roman army papers 1971–2000 (Mavors. Roman Army Researches Band 12), Steiner, Stuttgart 2000, ISBN 978-3-515-07744-6, S. 304 Ankunft der Slawen im Jahr 626 in den römischen Provinzen Dalmatien und Pannonien. Ab dem 7. Jahrhundert unter Herrschaft lokaler kroatischer Fürsten. Ab 925 – 1102 im Königreich Kroatien. Ab 1918 gehörte Čitluk zum Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen. 1929 wurde dessen Name in Königreich Jugoslawien geändert. 1939–1941 zur Banovina Hrvatska gehörig. 1941–1945 beim Unabhängiger Staat Kroatien. 1945–1992 in der Teilrepublik Bosnien und Herzegowina der (Sozialistischen) Föderativen Republik Jugoslawien (SFRJ). 1995 Friedensschluss von Dayton. Čitluk wurde ein Teil der Föderation Bosnien-Herzegowina.
Verkehr Durch die Hauptverkehrsstraßen Mostar–Ljubuški und Široki Brijeg–Čapljina ist die Gemeinde verkehrsmäßig gut angebunden. Die Eisenbahnlinie Ploče–Mostar verläuft entlang des Neretvatales an der Südostgrenze der Gemeinde mit einer Eisenbahnstation in Biletići Polje.
Sport Fußball: NK Brotnjo Čitluk Basketball: KK Brotnjo Čitluk
In der Stadt geboren Valentin Ćorić (* 1956), Militär und Politiker Mate Bulić (* 1957 in Donja Blatnica), Sänger Marin Čilić (* 1988), Tennisspieler Zoran Planinić (* 1982), Basketballer Ivan Dodig (* 1985), Tennisspieler Ivica Zubac (* 1997), Basketballer
Weblinks Gemeinde Čitluk (kroatisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Kanton Herzegowina-Neretva Kategorie:Gemeinde in Bosnien und Herzegowina
sr:Општина Читлук