Heinrich Schwabe (* 30.Schwabe, Heinrich. In: Hermann Alexander Müller: Biographisches Künstler-Lexikon. Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig 1882, S. 482 (Transkription über die Seite retrobibliothek.de, zuletzt abgerufen am 8. Mai 2017) oder 31. OktoberSchwabe, Georg Heinrich Joseph. In: Manfred H. Grieb (Hrsg.): Nürnberger Künstlerlexikon. K. G. Saur, München 2007, ISBN 978-3-598-11763-3, Band 3, S. 1404 f. 1847 in Wiesbaden; † 23. Dezember 1924 in Nürnberg; vollständiger Name: Georg Heinrich Joseph Schwabe) war ein deutscher Bildhauer und Medailleur.

Leben Heinrich Schwabe studierte ab 1859 an der Kunstgewerbeschule Nürnberg als Schüler von August von Kreling, Wilhelm Düll und Desiderius Lenz.

Danach arbeitete er zunächst als Gehilfe im Privatatelier August von Krelings. Nach einem dreimonatigen Aufenthalt in Rom im Jahr 1869 ließ er sich als Bildhauer in München nieder. 1875 unternahm er Studienreisen nach Italien, Frankreich, der Schweiz und Österreich und wurde dann – noch vor Jahresende – auf Vermittlung August von Krelings als Professor für Bildhauerei an die Nürnberger Kunstgewerbeschule berufen, wo er bis 1907 lehrte. Danach war er weiterhin freischaffend tätig. Er starb 1924 und wurde auf dem Nürnberger Johannisfriedhof beerdigt (Grab Nr. 778).

Werk Zu Schwabes Werken zählen humoristische Amoretten und das Blumenspiel Er liebt mich; in seiner Münchner Zeit entstanden viele kleinere dekorative Statuetten, die er erfolgreich verkaufte. Gegen Ende der 1870er Jahre schuf er über zwei Dutzend Amoretten, die von der Königlich Sächsischen Porzellan-Manufaktur Meissen ausgeführt wurden. In Nürnberg modellierte er Medaillen für die Münzprägeanstalt Lauer. Nach seinem Ausscheiden aus dem Lehramt beschäftigte er sich vor allem mit monumentaler Plastik.

1886: Bronzebüste des Bildhauers Paul Francesco Koch (1845–1886) für dessen Grabmal auf dem Nürnberger Friedhof 1887/1890: Ludwig-Eisenbahn-Denkmal in Nürnberg (mehrfach versetzt und verändert) 1890 Medaille Bismarck und das Berliner Reichstagsgebäude 1896: plastischer Schmuck für das Gebäude der Landesgewerbeanstalt in Nürnberg, Gewerbemuseumsplatz 1897: Denkmal für Kaiser Wilhelm I. in Erlangen, Kaiser-Wilhelm-Platz (enthüllt am 25. Juli 1897; Bronze-Teile 1942 demontiert und eingeschmolzen, Rest 1946 abgebrochen) 1898: Büste von Karl Grillenberger für dessen Grabmal auf dem Nürnberger Westfriedhof sowie undatiert: Bronze-Statue der Pallas Athene für die Fassade des Rathauses am Fünferplatz in Nürnberg sechs Mosaike im Fürstenzimmer des Nürnberger Hauptbahnhofs

Literatur

Schwabe, Georg Heinrich Joseph. In: Manfred H. Grieb (Hrsg.): Nürnberger Künstlerlexikon. K. G. Saur, München 2007, ISBN 978-3-598-11763-3, Band 3, S. 1404 f.

Weblinks

Heinrich Schwabe im Objektkatalog des Germanischen Nationalmuseums

Einzelnachweise

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