Rademin ist eine Ortschaft und ein Ortsteil der Stadt Arendsee (Altmark) im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geographie Lage Rademin, ein X-förmiges Straßendorf mit Kirche, liegt 14 Kilometer südwestlich von Arendsee (Altmark) und 14 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Salzwedel in der Altmark. Der Ort ist kreuzförmig angelegt. Im Südosten fließt der Rademiner Graben.

Ortschaftsgliederung Zur Ortschaft Rademin gehören der Ortsteil Rademin mit dem Wohnplatz Ortwinkel und der Ortsteil Ladekath.

Geschichte Mittelalter bis 20. Jahrhundert Rademin wurde am 1. November 1285 erstmals urkundlich als Rademin erwähnt, als die Markgrafen Otto IV. und Otto V. von Brandenburg Grundbesitzungen zu einem Altar in Salzwedel vereigneten. Die Gebrüder von Visne hatten hier Lehngüter. 1345 erwarb das Kloster Krevese das Patronsrecht in Rademyn vom Markgrafen Ludwig. Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird das Dorf als Rademyn aufgeführt. 1536 hatten die von der Schulenburg und die Propstei Salzwedel hier Einkünfte. Weitere Nennungen sind 1687 Rademien und 1804 Rademin, ein Dorf mit Schmiede, Krug und Windmühle.

Die Windmühle stand links des Weges nach Klein Gartz im Norden des Dorfes. Sie wurde 1502 erstmals erwähnt. Nördlich der Windmühle stand die Ziegelei Rademin.

Herkunft des Ortsnamens Jürgen Udolph führt den Ortsnamen auf den slawischen Personennamen „Radomin“ zurück. Aleksander Brückner leitet den Namen vom altslawischen Wort „radъ“ für „froh“ ab.

Eingemeindungen Bis 1807 gehörte das Dorf zum Arendseeischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Danach lag es ab 1807 bis 1813 im Landkanton Salzwedel auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Salzwedel, dem späteren Landkreis Salzwedel in der preußischen Provinz Sachsen.

Am 20. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Ladekath in die Gemeinde Rademin eingemeindet. Am 25. Juli 1952 kam die Gemeinde Rademin zum Kreis Salzwedel und am 1. Juli 1994 zum heutigen Altmarkkreis Salzwedel.

Am 1. Januar 2011 wurde die Gemeinde Rademin in die Einheitsgemeinde Stadt Arendsee (Altmark) per Landesgesetz eingemeindet. Somit wurde Rademin zur Ortschaft mit den Ortsteilen Rademin und Ladekath.

Einwohnerentwicklung Gemeinde JahrEinwohner17341411774122178912117981451801139181812018401711864232187119418852121892235JahrEinwohner18951901900213190523919102821925273193924919463991964376197135119812701985238JahrEinwohner19902131993212199523519982272000234200224120052302006233200723020082342009227 Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1993

Ortsteil JahrEinwohner201114820121372013130201413020151262016126JahrEinwohner20171172020131202112520221172023120 Quelle, wenn nicht angegeben, 2011 bis 2017

Religion Die evangelische Kirchengemeinde Rademin gehörte bis Januar 1811 zur Pfarrei Ladekath. Diese wurde durch ein Westphälisches Königliches Dekret aufgehoben. Rademin kam zur Pfarrei Klein Gartz. Rademin war im 16. Jahrhundert eine selbständige Pfarrei.

Heute gehört die Kirchengemeinde Rademin zum Pfarrbereich Fleetmark-Jeetze im Kirchenkreises Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Laurentius in Salzwedel im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.

Politik Ortsbürgermeister Frank Rossau ist seit Juli 2024 Ortsbürgermeister der Ortschaft Rademin.

Sein Vorgänger war Eckhard Kamieth, der von 2014 bis Juni 2024 amtierte. Letzter Bürgermeister der Gemeinde Rademin war Lutz Schermer.

Ortschaftsrat Bei der Ortschaftsratswahl am 9. Juni 2024 waren 5 Sitze zu vergeben. Je 1 Sitz wurde vergeben an: Einzelbewerber Tegerbeckers Frank Rossau „Freie Liste“ Einzelbewerber Gregor Einzelbewerberin Franz

Aufgrund der prozentualen Verteilung der Stimmen erreichte der Einzelbewerber Maahs keinen Sitz. Ein Sitz blieb damit unbesetzt. Die Wahlbeteiligung betrug 70,59 Prozent.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Dorfkirche Ra­de­min, Fried­hofs­blick

Die evangelische Dorfkirche Rademin ist ein im 13. Jahrhundert errichteter Feldsteinbau. Sie ist vom Ortsfriedhof umgeben.

Verkehr Rademin liegt südlich der Bahnstrecke Stendal–Uelzen.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise Gebietsänderungen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011. StBA

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