Im Folgenden wird die Versionsgeschichte des Betriebssystems iOS (früher iPhone OS) von Apple genauer beschrieben.

Die Version 1.0 des Betriebssystems wurde am 9. Januar 2007 zusammen mit dem ersten iPhone auf der MacWorld Conference and Expo vorgestellt. Damals bezeichnete Steve Jobs „iOS“ noch als ein „OS X, das auf dem iPhone läuft“.iPhone runs OS X Präsentation des iPhones im Januar 2007, abgerufen am 4. Juli 2013. Gegenwärtig ist iOS das Betriebssystem für iPhone und iPod touch. Es existieren Derivate für das Apple TV (tvOS), die Apple Watch (watchOS), den HomePod (audioOS) und das iPad (iPadOS).

Aktuelle Versionen iPhone, iPad & iPod touch

Version Veröffentlichung Letzte Version füriPhoneiPadiPod touch 2. Februar 20102G rowspan="2" 1 22. November 20103G2 7. Mai 201213 21. Februar 20143GS rowspan="2" 4 30. Juni 20144 25. August 20162, 3, Mini 15 22. Juli 20194s 19. Juli 20175c4 22. Juli 20195 5s, 6 (Plus)Air, Mini 2, Mini 36 6s, SE (1. Gen), 7Air 2, Mini 47 8, X5, Pro 1 6, Pro 2 XR, XS (Max)711 und neuerAir 3 und neuer, 8 und neuer, Mini 5 und neuer, Pro 3 und neuer

Apple TV

VersioniOS-VersionVeröffentlichung Aktuelle Version für 6.2 30. Juni 2014 Apple TV, zweite Generation 7.5 24. März 2020 Apple TV, dritte Generation — 18. September 2023 Apple TV HD und Apple TV 4K

Allgemein Die mit iTunes installierbaren iOS-Updates liegen immer als IPSW-Datei (iPhone Software) vor. Eine IPSW-Datei ist ein reguläres ZIP-Archiv. Darin enthalten sind Abbilder der root und User-Partition von iOS sowie weitere grundsystemrelevante Daten. Bis zur Version 4.0 hatte iOS keinen offiziellen Namen, es war lediglich als „iPhoneOS“ oder „iPhone Software“ bekannt, seit der Umbenennung in iOS im Juni 2010 nennt Apple auch die älteren, vorher nicht „iOS“ benannten Versionen offiziell „iOS“ (bsp. iOS 3.0). Bis zur Version 4.0 war ein Major Update von iOS für alle iPod touch Nutzer nicht gratis, sondern musste für $10 (8,99 €) erworben werden. Nicht alle iOS Updates sind für alle Geräte verfügbar – so bekam beispielsweise das iPad bis zur Version 4.2 eigene, nicht mit dem iPhone oder iPod touch kompatible Updates, und nur das iPhone 5 und iPad mini bekamen das Update iOS 6.0.2 im Dezember 2012 aufgrund von fehlerhaft funktionierenden WLAN-Verbindungen. Für ältere Geräte bsp. das iPhone 3G war iOS 4.2.1 das letzte Update, neuere Versionen, z. B. iOS 5 lassen sich hier nicht mehr installieren. Apple veröffentlichte nach dem Erscheinen der aktuellen Major Version nur in fünf Fällen ein Update für eine bereits obsolete Major Version: iOS 1.1.5 für den iPod touch 1G drei Tage nach der Veröffentlichung von iOS 2.0 iOS 3.2.1 für das iPad im Juli 2010 am gleichen Tag wie iOS 4.0.1 iOS 3.2.2 für das iPad im August 2010 einen Tag vor dem Erscheinen von iOS 4.0.2 iOS 6.1.5 für den iPod touch 4G im November 2013 zwei Monate nach dem Erscheinen von iOS 7.0 iOS 6.1.6 für iPhone 3GS und iPod touch 4G am 21. Februar 2014, am gleichen Tag wie iOS 7.0.6

Im Fall von iOS 12 veröffentlicht Apple jedoch auch nach der Veröffentlichung von iOS 13 regelmäßig Sicherheitsupdates für Geräte, die nicht mit iOS 13 kompatibel sind. Besonderheiten der betroffenen Geräte sind zum einen, dass mit dieser Version erstmals zwei Generationen der iPhones (iPhone 5s und iPhone 6 (Plus)) nicht die nächste Version bekommen, und das iPhone 6 (Plus) das bis heute meistverkaufte iPhone ist. Im Fall von macOS werden ältere Versionen schon länger so gehandhabt. Dort werden für eine Major Version noch 2 Jahre nach dem Erscheinen des Nachfolgers Sicherheitsupdates bereitgestellt. Einige Versionen wurden aufgrund von zu gravierenden Mängeln nie veröffentlicht oder zurückgezogen, so veröffentlichte Apple am 24. September 2014 das Update 8.0.1, welches die Modemfunktion des iPhone stark beeinträchtigte – Apple zog das Update daraufhin zurück. Nicht alle gleichen iOS-Versionsnummern haben die gleiche Buildnummer, so gibt es iOS 5.1.1 als Build 9B206 und 9B208 zum Download. Nicht jeder Build ist mit jedem Gerät kompatibel. In der Theorie ist jede Modem-Firmware (Baseband) mit jeder iOS-Version kompatibel. In der Praxis jedoch werden von Apple Modem-Firmware und das eigentliche iOS-Betriebssystem in derselben IPSW-Installationsdatei veröffentlicht, wodurch eine Trennung von Modem-Firmware und iOS nicht möglich ist. Wenn die Möglichkeit bestünde iOS downzugraden, so würde dabei die Modem-Firmware nicht überschrieben und nicht auf eine ältere Version zurückgestuft werden. Es gibt einige Ausnahmen, so lässt sich beim iPhone 3G beispielsweise die Modem-Firmware von iOS 4.0 durch einen speziellen Jailbreak immer installieren.

Namensgebung Die ursprüngliche Software des ersten iPhones vom Juni 2007 hatte keinen eigenen Namen. Stattdessen wurde angegeben, dass auf dem iPhone eine Abwandlung von Apples Desktop-Betriebssystem Mac OS X läuft. Neben den iPhones wurde diese Software mit weniger Funktionen seit September 2007 auch beim iPod touch verwendet.

Mit der Veröffentlichung des iPhone SDK wurde die Software als „iPhone OS“ bezeichnet.

Das erste iPad verwendete, wie der iPod touch, eine abgewandelte Version der Software. Diese enthielt beispielsweise keine Telefon-App, jedoch spezielle Gesten für die Steuerung des iPad. Aufgrund dessen hieß die vierte Version nun „iOS“.

Mit der dreizehnten Version wurde die Software des iPads in „iPadOS“ umbenannt, um die in den letzten Jahren zunehmende Distanzierung von den Varianten für iPhone und iPod touch auch namentlich zu manifestieren. iPhone und iPod touch verwenden weiterhin iOS.

Die letzte Beta-Version vor der Veröffentlichung (sofern keine schwerwiegenden Fehler entdeckt werden) wurde früher als „Golden Master“ (GM) bezeichnet. Sie ist oftmals mit öffentlich verteilten Version identisch. Seit iOS 14.2 werden diese Versionen als „Release Candidate“ (RC) bezeichnet.

Kategorien der Updates iOS Updates lassen sich in drei „Kategorien“ einteilen:

Betriebssystem-Update Ein Hauptversion-Update (iOS 10.X -> iOS 11.0), welches einmal im September im Jahr erscheint, kann das gesamte System umstellen und tiefgreifende Änderungen, wie die Einführung einer neuen Prozessorarchitektur vornehmen.

Major Update (auch Punkt-Update genannt) Ein großes Update im aktuellen Betriebssystem (iOS 11.0 -> iOS 11.1), welches mehrmals, unregelmäßig pro Jahr erscheint, sind neue Funktionen in größerem Umfang enthalten. Es gibt zum Teil auch Major-Updates wo nur Fehlerbehebungen oder Sicherheitspatches erhalten sind.

Bug-Fix Update Ein kleines Update (iOS 11.1.1 -> iOS 11.1.2), welches in unregelmäßigen Abständen erscheint, beinhaltet in der Regel nur Kleinigkeiten wie geschlossene Sicherheitslücken oder Fehlerbehebungen, aber meist keine oder nur sehr kleine neue Funktionen.

Installation eines Updates mini|Größenentwicklung der Update-Dateien 2007–2014 Um ein Update von iOS durchzuführen, gibt es mehrere Möglichkeiten:

Seit iOS 5 ein Update über den Apple OTA Dienst Mit einem OTA (Over the Air)-Update lädt iOS das jeweils neueste Systemupdate im Hintergrund herunter und bietet dem Nutzer, nach dem erfolgreichen Download, die Installation in der Einstellungsapp direkt auf dem Gerät an. Das Update wird nach der Bestätigung durch den Nutzer beim Neustart installiert und durchgeführt.

Klassische Installation über iTunes Update per „Aktualisieren“-Schaltfläche; iTunes lädt das Systemupdate, versetzt das iPhone in den Recovery-Mode und installiert das Update ohne die Systemeinstellungen oder aufgespielten Medien zu entfernen

oder

Restore aus dem DFU Modus oder Restore Modus, bei dem iTunes wie bei einem herkömmlichen Update das iOS-Update lädt, aber alle Inhalte auf dem Zielgerät löscht und kein Update von iOS im engeren Sinne vorgenommen wird, sondern eine Neuinstallation der aktuellen iOS-Version. Dieser Vorgang verhindert das Auftreten von unter Umständen durch ein Update entstehenden Problemen wie verschlechterte Akkulaufzeit.

Mit Apple-Entwicklungstools Die Installation von iOS mit Entwicklungstools ist nur für Apple-Mitarbeiter vorgesehen und daher kaum einem normalen Anwender bekannt. Sie unterscheidet sich von allen anderen Möglichkeiten darin, dass sie keinerlei Beschränkungen unterliegt – iTunes kann immer nur die aktuelle iOS-Version installieren – Entwicklungswerkzeuge hingegen jede beliebige iOS-Version oder nur Teile davon, da keine Firmware-Dateien installiert werden, sondern sogenannte Bundles. Der primäre Zweck dieser Entwicklungstools ist jedoch das Aufsetzen von iPhone-Prototypen und Installieren von Testumgebungen.iPhone Ticker: Internes Apple-Werkzeug “Purple Restore”, 29. Juli 2013, abgerufen am 24. September 2014

OTA-Update Over-the-Air-Updates von iOS unterscheiden sich von einem herkömmlichen IPSW-Update. Bei einem OTA-Update werden nur die wichtigsten Systemkomponenten aktualisiert, das Grundsystem bleibt erhalten. Aus diesem Grund gibt es für jede iOS-Version ein eigenes OTA-Update; wird auf iOS 7.0.4 aktualisiert, so erhält ein iPhone mit iOS 6.0 ein anderes OTA-Update als ein iPhone mit iOS 7.0.1, da unterschiedliche Grundsysteme (iOS 6.0 und 7.0.1) vorliegen und unterschiedliche Komponenten aktualisiert werden müssen. Dem Benutzer bleibt dies verborgen. Ein OTA-Update wird als unverschlüsseltes ZIP-Archiv von den Apple-Servern herausgegeben. Die Internetadresse, die ein iOS-Gerät aufruft, um auf neue Updates zu prüfen, lautet mesu.apple.com.

Downgrade von iOS mini|iPhone 4, das von iOS 7 auf iOS 4.1 zurückgestuft wurde. Das Baseband (Modem-Firmware) von iOS 7 (Version 04.12.09) ist jedoch weiterhin installiert.

Es ist nicht vorgesehen, iOS-Updates wieder zu entfernen und einen sogenannten Downgrade durchzuführen, um eine ältere iOS-Version zu installieren. Apple stellt den Nutzern, nach einer neuen iOS-Version, ein zeitbefristetes Downgrade auf die Vorgängerversion zur Verfügung solange die zu installierende Version von Apples eigenen Servern signiert wird. Damit haben die Nutzer bei Problemen die Möglichkeit auf eine funktionierende Version zurückzukehren. Normalerweise ist dies eine Woche, nachdem die aktuelle Version veröffentlicht wurde, möglich. Sind danach keine Probleme bekannt, wird die Signierung der Vorgängerversion von Apple aufgehoben, womit die Installationspakete unbrauchbar werden, weil die Geräte sich damit nicht mehr aktivieren lassen. Deshalb lassen sich nur die recht alten iOS-1.x- und iOS-2.x-Updates nach einem Update auf eine neuere Version wieder installieren. Dabei kommt es allerdings unter Umständen zu einem Konflikt mit der Modem-Firmware, sodass sich das iPhone zwar downgraden, aber nicht aktivieren und somit nicht benutzen lässt. Um auf neuere iOS-Versionen als 2.2.1 downzugraden, werden SHSH-Blobs benötigt, mit denen dann eine Modifizierte iOS-Update-Datei erstellt werden kann. Diese lässt sich jedoch nicht bei Geräten neuer als dem iPhone 4/iPod touch 4G installieren, womit bei jedem Gerät, das nach dem iPhone 4/iPod touch 4G erschienen ist, kein Downgrade mehr durchgeführt werden kann. Sollte sich iOS bei einem Gerät auf eine ältere Version zurückstufen lassen, bleibt die Modem-Firmware jedoch auf dem aktuellen Stand, da diese sich nicht zurückstufen lässt. Ausgenommen davon sind teilweise das erste iPhone, das iPhone 3G und das 3GS, da bei diesen Geräten mittels eines Jailbreaks einige Modem-Firmwares ebenfalls zurückgestuft werden können.

Alle Versionen iPhone, iPad & iPod touch

iPhone-Software 1.x HauptversionenVersionBuildCodenameVeröffentlichungÄnderungen 1A420Alpine9. Januar 2007 Interne Testversion, wie sie bei der Präsentation des iPhones verwendet worden sein könnte; wurde nie veröffentlicht, kein Download möglich 1A543aHeavenly29. Juni 2007 Erste Version; wurde gemeinsam mit dem ersten iPhone veröffentlicht. 1C25SUHeavenlyJuly31. Juli 2007 Fehlerbehebungen 1C2821. August 2007 Fehlerbehebungen 3A100a, 3A101aSnowbird14. September 2007 Nur iPod touch