Sapowedniki (, , ) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Polessk im Rajon Polessk.

Geographische Lage Der kleine Ort Sapowedniki zwölf Kilometer östlich der Kreisstadt Polessk (Labiau) und ist über die Kommunalstraße 27K-252 von Lomonossowka (Meyerhof) nach Bogatowo (Szargillen/Eichenrode) zu erreichen. Die nächste Bahnstation ist Bogatowo an der Bahnstrecke Kaliningrad–Sowetsk (Königsberg–Tilsit).

Geschichte Das einst Lucknojen genannte DorfD. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Neuenrode wurde im Jahre 1874 dem neu errichteten Amtsbezirk PfeilRolf Jehke, Amtsbezirk Pfeil zugeordnet. Er gehörte zum Kreis Labiau im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen. Am 1. Dezember 1935 wurde Lucknojen vom Amtsbezirk Pfeil in den Amtsbezirk LaukischkenRolf Jehke, Amtsbezirk Laukischken (russisch: Saranskoje) umgegliedert, der ebenfalls zum Kreis Labiau gehörte. Am 3. Juni 1938 wurde der Ort in Neuenrode umbenannt.

In Kriegsfolge kam Neuenrode 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Im Jahr 1947 erhielt der Ort (als Lucknojen) die russische Bezeichnung Sapowedniki und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Iljitschowski selski Sowet im Rajon Polessk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947) Später gelangte der Ort in den Saranski selski Sowet. Von 2008 bis 2016 gehörte Sapowedniki zur Landgemeinde Saranskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Polessk.

Einwohnerentwicklung Jahr EinwohnerVolkszählungsdaten 1910 220 1933 192 1939 182 2002 32 2010 27

Kirche Vor 1945 war die Bevölkerung von Lucknojen resp. Neuenrode fast ausnahmslos evangelischer Konfession. Der Ort war in das Kirchspiel der Kirche Laukischken eingepfarrt und gehörte so zum Kirchenkreis Labiau in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Sapowedniki im Einzugsbereich der in den 1990er Jahren neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Lomonossowka (Permauern, 1938–1946 Mauern), einer Filialgemeinde der Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg) in der Propstei Kaliningrad der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Weblinks Sapowedniki bei bankgorodov.ru Sapowedniki bei prussia39.ru

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Rajon Polessk