mini|hochkant|Wappen derer von Senden im Wappenbuch des Westfälischen Adels Senden ist der Name eines alten westfälischen Adelsgeschlechts, eines Stammes mit den Grothaus/Grotthuß/Grothusen, Morrien, Schilling von Buxfort und Malemann.
Möglicherweise besteht eine Stammesverwandtschaft mit den wappenverschiedenen Herren von Senden zu Haus Senden bei Olfen. Sicher nicht stammverwandt ist die Familie jedoch mit den Droste zu Senden und den (Schuler) von Senden.
Geschichte Die westfälischen von Senden wurden bereits mit Hermannus de Senden, urkundlich 1174 bis 1203, erwähnt.Haus Senden auf genealogy.netHarry von Grotthuß, Das Rittergut Grotenhus, in: Nachrichtenblatt des Familienverbandes der Barone und Freiherrn v. Grotthuß v. Grothusen (nennt "1185" als Ersterwähnung) Ihr Stammsitz war das als Benekamp bekannte Rittergut beim Dorf Senden, das schon um 890 als Sendiaon in einem Heberegister des Klosters Werden genannt wurde. Daher urkundeten die von Senden auch als von Senden genannt Benekamp. Benekamp ging gegen Ende des 14. Jahrhunderts im vereinten Rittergut Senden auf, deren Besitzer die Droste zu Senden, Nachfahren der Erbtochter von Senden zu Benekamp, waren.
Bereits vor 1269 muss sich eine Linie, die späteren von Grothaus (de magna domo), abgesondert und auf dem Grotenhus bei Nordkirchen niedergelassen haben, einem Lehen der Fürstbischöfe von Münster, in dessen Besitz sie bis 1403 blieb. Erste nach diesem Stammsitz Benannte waren Theodoricus de magna domo 1269GHdA, Band 37 (1966), S. 194 bzw. dessen Bruder oder Sohn, Ritter Conradus de Magna domo im Jahre 1277.Westfälisches Urkundenbuch, Band III, Nr. 1030.
Bernhard von Senden zu Lüdinghausen war Ritter und Vasall des Fürstbischofs von Münster und des Grafen von Ravensberg. Sein Sohn, Ritter Johann von Lüdinghausen genannt Morrien (* um 1252, † 1337), war der Stammvater des seit 1271 so urkundenden Geschlechts MorrienBirgit Morrien, Morrien-Marketing, märchenhaft (5. November 1213) und der von diesen abstammenden Malemann und Schilling von Buxfort. Er erhielt vom Bischof den Oberhof Selm als Pfand. Vom Kloster Werden wurde er mit dem Oberhof Nordkirchen und den Höfen tor Horst und Bertelswich belehnt und führte seitdem den Titel Herr zu Nordkirchen.
Eine Familienlinie saß auch mit Burgmännern zu Burg Stromberg. Sie nannten sich Schwarte (von Senden) und erscheinen bis 1322.Spießen (1901–1903), S. 116.
Die von Senden erloschen um 1600 mit Engelbert von Senden zu Hengelborg als dem Letzten ihres Namens.Spießen (1901–1903), S. 118.
Wappen Blasonierung: In Silber eine rote schräge Brücke (Turnierkragen). Auf dem Helm mit rot-silbernen Helmdecken drei silberne, wie Besen geformte Wedel.
Die Gemeinde Senden nahm 1966 den roten Turnierkragen derer von Senden in ihr Wappen auf.
Die Grothaus, Morrien, Malemann und Schilling von Buxfort führ(t)en sehr ähnliche Wappen.
Literatur Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 116 (hhu.de) und 118 (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 292 (hhu.de) und 297 (hhu.de).
Einzelnachweise
Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht Kategorie:Ersterwähnung 1174