Ludwig Godenschweg (* 9. November 1889 in Berlin; † 2. Dezember 1942 in Dresden) war ein deutscher Bildhauer und Radierer. im Personen-Wiki der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden.
Leben miniatur|rechts|Ludwig Godenschweg – Mutter mit Kindern – Sandstein, um 1920, auf dem Gelände des Universitätsklinikums Dresden.
Nach Abschluss einer Steinmetzlehre studierte Godenschweg unter Robert Diez, bevor er den Militärdienst antrat. Anschließend setzte er seine Studien bei Karl Albiker an der Akademie der Künste in Dresden fort.
Im Jahre 1920 trat Godenschweg gemeinsam mit Eugen Hoffmann der Dresdner Sezession Gruppe 1919 bei. Er war auch Mitglied im Deutschen Künstlerbund. Er lebte in Pappritz und war u. a. mit Wilhelm Rudolph und Wilhelm Lachnit befreundet. 1929 beteiligte sich Godenschweg an der 25. DKB-Jahresausstellung im Kölner Staatenhaus am Rheinpark mit der Sandsteinskulptur Frau mit Kind.s. Katalog Deutscher Künstlerbund Köln 1929. Mai–September 1929 im Staatenhaus, M. DuMont Schauberg, Köln 1929. (S. 19: Godenschweg, Pappritz, Kat.Nr. 104, Frau mit Kind.)
In der Zeit des Nationalsozialismus war Godenschweg obligatorisch Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste, und er beteiligte sich bis mindestens 1936 an Ausstellungen. 1937 wurden in der deutschlandweiten konzertierten Aktion „Entartete Kunst“ aus der Skulpturensammlung Dresden Godenschwegs Skulpturen Kniende Frau (Bronze, Höhe 18 cm), Kleiner weiblicher Akt und Kleine Gruppe beschlagnahmt. Der Kleine weibliche Akt wurde über den Kunsthändler Bernhard A. Böhmer „verwertet“. Der Verbleib ist unbekannt. Die beiden anderen Werke wurde vernichtet.Datenbank zum Beschlagnahmeinventar der Aktion "Entartete Kunst", Forschungsstelle "Entartete Kunst", FU Berlin
Godenschweg war der Onkel der Malerin Johanna Starke.
Eine erste Gedächtnisausstellung nach seinem Tod fand 1948 im Kunstgewerbemuseum Dresden statt, eine weitere 1986 in der Dresdener Galerie Nord (Plastik, Zeichnung, Radierung).
Schwabinger Kunstfund Mindestens zwei Werke Godenschwegs waren Teil des Schwabinger Kunstfundes. Es handelt sich in beiden Fällen um undatierte Druckgrafiken, "Männliches Bildnis" und "Weiblicher Akt". Es könnte sich dabei um Raubkunst aus der Sammlung des Dresdner Rechtsanwalts Fritz Salo Glaser handeln.Tim Ackermann: Eine neue Spur im Fall Gurlitt führt nach Dresden. In: Die Welt. 12. November 2013, abgerufen am 15. November 2013.
Sicher belegte Teilnahme an Ausstellungen in der Zeit des Nationalsozialismus
1934: Dresden, Brühlsche Terrasse („Sächsische Kunstausstellung“) 1935: Dresden („Dresdner Kunstausstellung 1935 mit Sonderschau Kriegsbilder“) 1936: Dresden, Brühlsche Terrasse („Kunstausstellung Dresden“)
Literatur
Weblinks Ludwig Godenschweg auf deutschefotothek.de
Einzelnachweise
Kategorie:Deutscher Kategorie:Bildhauer (Dresden) Kategorie:Mitglied im Deutschen Künstlerbund Kategorie:Geboren 1889 Kategorie:Gestorben 1942 Kategorie:Mann