Die 6. Eishockey-Weltmeisterschaften der U18-Frauen der Internationalen Eishockey-Föderation IIHF waren die Eishockey-Weltmeisterschaften des Jahres 2013 in der Altersklasse der Unter-Achtzehnjährigen (U18). Insgesamt nahmen zwischen dem 27. Oktober 2012 und dem 8. Januar 2013 18 Nationalmannschaften an den drei Turnieren der Top-Division, der Division I und Qualifikation zu selbiger teil.
Der Weltmeister wurde zum dritten Mal die Mannschaft der Kanadas, die im Finale den Erzrivalen aus den Vereinigten Staaten mit 2:1 nach Verlängerung bezwingen konnte. Die deutsche Mannschaft beendete das Turnier auf dem achten Platz in der Top-Division und stieg damit in die Division I ab.deb-online.de, Die U18-Auswahl der Schweiz belegte den zweiten Platz in der Division Ihockeyfans.ch, Schweiz holt WM-Silber, während das Team aus Österreich das Turnier auf dem letzten Platz beendete und sich damit 2014 über das Qualifikationsturnier für die Division I qualifizieren muss.
+ Übersicht U18-Frauen-Weltmeisterschaften Turnier Ort Datum Teil-nehmer Zuschauerinsgesamt Spiele ø Top-Division HeinolaVierumäki 28. Dezember 2012 – 5. Januar 2013 8 6.164 21 294 Division I Romanshorn 2. Januar 2013 – 8. Januar 2013 6 2.937 15 195 Division I Quali Dumfries 27. Oktober 2012 – 1. November 2012 6 2.206 14 157
Teilnehmer, Austragungsorte und -zeiträume
Top-Division: 28. Dezember 2012 bis 5. Januar 2013 in Heinola und Vierumäki, Finnland Teilnehmer: Deutschland, Finnland, Kanada (Titelverteidiger), Russland, Schweden, Tschechien, Ungarn (Aufsteiger), USA
Division I: 2. bis 8. Januar 2013 in Romanshorn, Schweiz Teilnehmer: Frankreich (Qualifikant), Japan, Norwegen, Österreich, Schweiz (Absteiger), Slowakei (Qualifikant)
Qualifikation zur Division I: 27. Oktober bis 1. November 2012 in Dumfries, Schottland, Großbritannien Teilnehmer: Volksrepublik China, Frankreich, Großbritannien (Absteiger), Italien, Kasachstan, Slowakei (Absteiger)
Top-Division WM 2013 der U18-Frauen zentriert|150px|Logo der Weltmeisterschaft der U18-Frauen Anzahl Nationen 8 Weltmeister Kanada Silber USA Bronze Schweden Absteiger Deutschland Austragungsort(e) Heinola & Vierumäki, Finnland Eröffnung 28. Dezember 2012 Endspiel 5. Januar 2013 Zuschauer 6.164 (294 pro Spiel) Tore 133 (6,33 pro Spiel) Beste Torhüterin Minatsu Murase Beste Verteidigerin Halli Krzyzaniak Beste Stürmerin Kate Schipper Wertvollste Spielerin Kate Schipper Topscorerin Kate Schipper (13 Punkte)
Die U18-Weltmeisterschaft der Top-Division fand vom 28. Dezember 2011 bis 5. Januar 2013 in der finnischen Stadt Heinola und deren Vorort Vierumäki statt. Die Spiele wurden in der Versowood Areena (2.975 Plätze) und in der Eishalle des Sport Institute of Finland ausgetragen. Das Gelände des Sport Institute in Virumäki wurde zudem für die Unterbringung und das Training der teilnehmenden Mannschaften genutzt. Insgesamt besuchten 6.164 Zuschauer die 21 Turnierspiele, was einem Schnitt von 294 pro Partie entspricht.
Es nahmen acht Nationalmannschaften teil, die in zwei Gruppen zu je vier Teams spielten. Dabei setzten sich die beiden Gruppen nach den Platzierungen der Nationalmannschaften bei der Weltmeisterschaft 2012 nach folgendem Schlüssel zusammen:
Gruppe A Gruppe B Kanada (1) USA (2) Deutschland (4) Schweden (3) Finnland (5) Tschechien (6) Ungarn (9) Russland (7)
Den Weltmeistertitel sicherte sich Titelverteidiger Kanada, das im Finale durch einen knappen 2:1-Sieg in der Verlängerung gegen den Erzrivalen USA gewann. Es war der insgesamt dritte Titelgewinn für die Kanadierinnen, die damit mit dem bisherigen Rekordsieger aus den Vereinigten Staaten gleichzogen. Die Bronzemedaille gewann zum insgesamt vierten Mal Schweden durch einen deutlichen 4:0-Sieg über Tschechien. Die Plätze 5 und 6 sicherten sich Finnland und der überraschend auftrumpfende Aufsteiger aus Ungarn. In der Abstiegsrunde musste der Vorjahresvierte Deutschland in der Best-of-Three-Serie gegen Russland nach zwei Niederlagen den Weg in die Division I antreten.
Bei den individuellen Auszeichnungen wurde die US-Amerikanerin Kate Schipper zur wertvollsten Spielerin und besten Stürmerin ernannt. Sie war mit elf Scorerpunkten und acht Torvorlagen auch die Topscorerin und beste Vorlagengeberin des Turniers. Die Kanadierin Halli Krzyzaniak wurde als beste Verteidigerin und Minatsu Murase aus Schweden als beste Torhüterin ausgezeichnet. Mit sechs Treffern erzielte die Russin Anna Schochina die meisten Turniertore.
Modus Nach den Gruppenspielen – jede Mannschaft bestritt drei davon – der Vorrunde qualifizierten sich die beiden Gruppenersten direkt für das Halbfinale. Die Gruppenzweiten und -dritten bestritten je ein Qualifikationsspiel zur Halbfinalteilnahme. Die Vierten der Gruppenspiele bestritten eine Best-of-Three-Serie um den siebten Platz sowie den Abstieg in die Division I.
Austragungsorte Heinola Versowood Areena Kapazität: 2.975 x150px|Versowood Areena Vierumäki Sport Institute of Finland Kapazität: unbekannt
Vorrunde Gruppe A
Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. Kanada 3 3 0 0 0 15:1 9 2. Finnland 3 2 0 0 1 7:6 6 3. Ungarn 3 0 1 0 2 3:9 2 4. Deutschland 3 0 0 1 2 3:12 1 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen Erläuterungen: , ,
Gruppe B
Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. USA 3 3 0 0 0 25:0 9 2. Schweden 3 1 0 1 1 7:15 4 3. Tschechien 3 1 0 0 2 7:17 3 4. Russland 3 0 1 0 2 9:16 2 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen Erläuterungen: , ,
Abstiegsrunde Die Relegationsrunde wird im Modus Best-of-Three ausgetragen. Hierbei treffen der Viertplatzierte der Gruppe A und der Vierte der Gruppe B aufeinander. Die Mannschaft, die von maximal drei Spielen zuerst zwei für sich entscheiden kann, verbleibt in der WM-Gruppe, der Verlierer steigt in die Division I ab.
Da die deutsche U18-Auswahl die beiden ersten Partien verlor, wurde die dritte Partie hinfällig und Deutschland stieg in die Division I ab.
Finalrunde
Viertelfinale
Spiel um Platz 5
Halbfinale
Spiel um Platz 3
Finale
Statistik Beste Scorerinnen Abkürzungen: Sp = Spiele, T = Tore, V = Assists, Pkt = Punkte, +/− = Plus/Minus, SM = Strafminuten; Fett: Turnierbestwert Spieler Team Sp T V Pkt +/− SM Kate Schipper USA 5 5 8 13 +9 4 Jelena Dergatschowa Russland 5 4 5 9 +8 6 Amy Menke USA 5 3 6 9 +8 2 Emma Nuutinen Finnland 5 5 3 8 +6 10 Megan Wolfe USA 5 4 4 8 +9 0 Anna Schochina Russland 5 6 1 7 +5 8 Catherine Dubois Kanada 5 4 3 7 +7 2 Grace Zarzecki USA 5 3 4 7 +4 0 Jincy Dunne USA 5 2 5 7 +11 0 Halli Krzyzaniak Kanada 5 2 5 7 +7 8
Beste Torhüterinnen Abkürzungen: Sp = Spiele, Min = Eiszeit (in Minuten), GT = Gegentore, SO = Shutouts, Sv% = gehaltene Schüsse (in %), GTS = Gegentorschnitt; Fett: Turnierbestwert Spieler Team Sp Min GT SO Sv% GTS Kimberly Newell Kanada 3 180:11 3 1 96,00 1,00 Sidney Peters USA 3 180:58 2 2 95,24 0,66 Minatsu Murase Schweden 4 189:16 6 2 94,55 1,90 Franziska Albl Deutschland 4 246:40 13 0 91,39 3,16 Eveliina Suonpää Finnland 4 238:31 11 1 90,52 2,77
Abschlussplatzierungen Pl. Team 1 Kanada 2 USA 3 Schweden 4 Tschechien 5 Finnland 6 Ungarn 7 Russland 8 Deutschland
Titel, Auf- und Abstieg WeltmeisterKanada Geneviève Bannon, Taryn Baumgardt, Ashleigh Brykaliuk, Kristyn Capizzano, Cassidy Carels, Emily Clark, Hanna Bunton, Catherine Daoust, Jessica Dodds, Catherine Dubois, Kristin Gilmour, Karly Heffernan, Corie Jacobson, Halli Krzyzaniak, Sydney McKibbon, Hannah Miller, Alex Moore, Eden Murray, Kimberly Newell, Sarah Nurse, Alexa Ranahan, Sarah SteeleTrainer: Jim Fetter
SilberUSA Sydney Baldwin, Dani Cameranesi, Taylar Cianfarano, Jincy Dunne, Gracen Hirschy, Kenzie Kent, Lexie Laing, Fiona McKenna, Amy Menke, Sidney Morin, Kelly Pannek, Sidney Peters, Cara Piazza, Maliya Rodgers, Maddie Rolfes, Jenny Ryan, Kate Schipper, Alexis Shaw, Baylee Wellhausen, Taylor Willard, Megan Wolfe, Grace ZarzeckiTrainer: Jeff Kampersal
BronzeSchweden Julia Åberg, Malin Axelsson, Elin Benn, Olivia Carlsson, Anneli Ekstedt, Emily Fridh, Madeleine Hall, Linnéa Hedin, Malin Höglund, Veronica Hummelgård, Denise Husak Asp, Maja Jakobsson, Elin Johansson, Ida Karlsson, Julia Lennartsson, Michelle Löwenhielm, Amanda Lundström, Minatsu Murase, Maria Omberg, Isabell Palm, Ebba Strandberg, Anna Södergren, Jennifer TörnhultTrainer: Henrik Cedergren
Absteiger in die Division I: Deutschland Aufsteiger in die Top-Division: Japan
Auszeichnungen Spielertrophäen Auszeichnung Spielerin Team Beste Torhüterin Minatsu Murase Schweden Beste Verteidigerin Halli Krzyzaniak Kanada Beste Stürmerin Kate Schipper USA Wertvollste Spielerin Kate Schipper USA
All-Star-Team Angriff: Jelena Dergatschowa – Emma Nuutinen – Kate Schipper Verteidigung: Ebba Strandberg – Halli Krzyzaniak Tor: Kimberly Newell
Division I WM 2012 der U18-Frauen der Division I zentriert|150px|Logo der Weltmeisterschaft der Division I der U18-Frauen Anzahl Nationen 6 Aufsteiger Japan Absteiger Österreich Austragungsort(e) Romanshorn, Schweiz Eröffnung 2. Januar 2013 Schlusstag 8. Januar 2013 Zuschauer 2.937 (195 pro Spiel) Tore 73 (4,86 pro Spiel) Auszeichnungen Bester Torhüterin Toini Nilsen Bester Verteidigerin Rui Ukita Bester Stürmerin Alina Müller Topscorerin Ayuko Aoki (7 Punkte)
Das Turnier der Division I wurde vom 2. bis 8. Januar 2013 im schweizerischen Romanshorn ausgetragen. Die Spiele fanden in der 1.500 Zuschauer fassenden Eissportzentrum Oberthurgau statt. Insgesamt besuchten 2.937 Zuschauer die 15 Turnierspiele, was einem Schnitt von 195 pro Partie entspricht.
Den Turniersieg und damit den Aufstieg in die Top-Division erreichte das überlegene japanische Team, das alle seiner fünf Turnierspiele gewinnen konnte. Den zweiten Platz sicherten sich die gastgebenden Schweizerinnen, die ein Jahr zuvor aus der Top-Division abgestiegen waren. Den Wiederaufstieg verpassten sie aufgrund einer Niederlage gegen Norwegen am zweiten Spieltag und einer Niederlage nach Penaltyschießen gegen Japan. Die österreichische U18-Auswahl, die im Jahr 2012 noch den zweiten Turnierrang erreicht hatte, verlor diesmal alle seine Turnierspiele und stieg in die Qualifikation ab.
Austragungsort Romanshorn, Schweiz Spielstätte Eissportzentrum Oberthurgau Kapazität: 1.500
Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. Japan 5 4 1 0 0 18:7 14 2. Schweiz 5 3 0 1 1 11:11 10 3. Frankreich 5 3 0 0 2 11:11 9 4. Norwegen 5 3 0 0 2 13:13 9 5. Slowakei 5 1 0 0 4 8:12 3 6. Österreich 5 0 0 0 5 7:25 0 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen Erläuterungen: ,
Auf- und Abstieg Absteiger in die Division I: Deutschland Aufsteiger in die Top-Division: Japan Absteiger in die Qualifikation zur Division I: Österreich Qualifikanten für die Division I (2013): Frankreich, Slowakei Aufsteiger in die Division I (2014): Großbritannien
Qualifikation zur Division I Quali der U18-Frauen zur WM 2013 der Division I zentriert|150px|Logo der Qualifikation zur Division I der U18-Frauen Anzahl Nationen 6 Qualifikanten 2013 Frankreich Slowakei Aufsteiger 2014 Großbritannien Austragungsort(e) Dumfries, Schottland, Großbritannien Eröffnung 27. Oktober 2012 Schlusstag 1. November 2012 Zuschauer 2.206 (157 pro Spiel) Tore 88 (5,86 pro Spiel) Auszeichnungen Bester Torhüterin Sabina Lossnitzer Bester Verteidigerin Gabriela Žitňanská Bester Stürmerin Louisa Durnell Wertvollste Spielerin Lisa Bauer Topscorerin Louisa Durnell (11 Punkte)