Mýtna (ungarisch Vámosfalva) ist eine Gemeinde in der Mitte der Slowakei mit Einwohnern (Stand ). Sie gehört zum Okres Lučenec, einem Kreis des Banskobystrický kraj.
Geographie mini|links|Blick auf Mýtna Die Gemeinde befindet sich im Tal des Flüsschens Krivánsky potok zwischen dem Gebirge Ostrôžky westlich und dem Slowakischen Erzgebirge östlich und nördlich des Dorfes. Die Höhe im 20,28 km² großen Gemeindegebiet variiert von bis Das Ortszentrum liegt auf einer Höhe von und ist 20 Kilometer von Lučenec sowie 38 Kilometer von Zvolen entfernt.
Nachbargemeinden sind Dobroč im Norden und Osten, Lovinobaňa im Südosten, Divín im Süden und Píla und Podkriváň im Nordwesten.
Geschichte mini|links|Evangelische Kirche und Umfassungsmauer Der Ort entstand im 14. Jahrhundert als Teil des Herrschaftsguts der Burg Divín, wurde zum ersten Mal 1393 als Wamuslehutaya schriftlich erwähnt und leitet seinen Namen von einer Mautstelle auf der Straße von Altsohl her ab. Vom 15. bis zum 19. Jahrhundert dauerte die langwierige Besiedlung des Tals des Baches Krivánsky potok. Im späten 16. Jahrhundert lag das Dorf auf der Front zwischen dem Königlichen Ungarn und dem Osmanischen Reich und war 1575–1593 von den Türken besetzt. Im 17. Jahrhundert gab es eine Mühle und Säge, im 18. Jahrhundert eine Dorfbrauerei. 1828 zählte man 102 Häuser und 797 Einwohner, die in Landwirtschaft und Viehhaltung beschäftigt waren. 1857 wurde eine kirchliche Schule gegründet.
Bis 1918 gehörte der im Komitat Neograd liegende Ort zum Königreich Ungarn und kam danach zur Tschechoslowakei beziehungsweise heute Slowakei. Seit 1948 ist das Dorf an das öffentliche Busnetz angebunden, 1950 wurde das Schulgebäude für die örtliche Grundschule gebaut.
Bevölkerung
Gemäß der Volkszählung 2011 wohnten in Mýtna 1188 Einwohner, davon 1050 Slowaken, drei Tschechen, zwei Polen und jeweils ein Roma, Russine und Ukrainer; ein Einwohner war anderer Ethnie. 129 Einwohner machten keine Angabe. 490 Einwohner gehörten zur römisch-katholischen Kirche, 381 Einwohner zur evangelischen Kirche A. B., 18 Einwohner zu den Zeugen Jehovas, sieben Einwohner zur griechisch-katholischen Kirche, drei Einwohner zur altkatholischen Kirche, zwei Einwohner zur reformierten Kirche und jeweils ein Einwohner zur evangelistischen Kirche und orthodoxen Kirche; ein Einwohner war anderer Konfession. 110 Einwohner waren konfessionslos und bei 174 Einwohnern wurde die Konfession nicht ermittelt. Volkszählung 2011 nach Konfession (slowakisch)
Ergebnisse nach der Volkszählung 2001 (1234 Einwohner): Nach Ethnie: 98,62 % Slowaken 0,73 % Roma 0,16 % Tschechen 0,08 % MagyarenNach Konfession: 50,08 % römisch-katholisch 39,14 % evangelisch 8,35 % konfessionslos 0,89 % keine Angabe
Bauwerke evangelische Kirche, ursprünglich römisch-katholische Annakirche, im gotischen Stil gegen 1300 erbaut Holzglockenturm neben der Kirche aus dem 18. Jahrhundert
Verkehr Durch Mýtna verläuft die Straße 1. Ordnung 16 und die Bahnstrecke Salgótarján–Vrútky (Teilstrecke Zvolen–Fiľakovo), mit einer Haltestelle beim Ort. Seit Dezember 2022 verläuft ein Teilstück der Schnellstraße R2 (E 58, E 571) am Ort vorbei, mit einer Anschlussstelle (138) südlich des Ortskerns.
Einzelnachweise
Weblinks
Eintrag auf e-obce.sk (slowakisch)
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