Baladou (occitanisch: Valadon) ist eine südfranzösische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Lot in der Region Okzitanien (zuvor Midi-Pyrénées).

Lage Baladou liegt im Norden des Quercy und des Départements Lot nahe der Grenze zum Département Corrèze. Bis zur Kantonshauptstadt Martel sind es etwa fünf Kilometer (Fahrtstrecke) in nordöstlicher Richtung; etwa 23 Kilometer in südlicher Richtung befindet sich der mittelalterliche Pilgerort Rocamadour.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2018Einwohner 310 286 271 256 295 323 397 393 Im 19. Jahrhundert hatte Baladou zwischen 600 und 700 Einwohner; zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren es noch etwa 500. Die Mechanisierung der Landwirtschaft und der daraus resultierende Verlust von Arbeitsplätzen sorgten in der Vergangenheit für einen deutlichen Bevölkerungsrückgang bis zum Tiefpunkt in den 1980er Jahren.

Wirtschaft Baladou war und ist noch immer in hohem Maße landwirtschaftlich geprägt, wobei auch die Viehzucht (Rinder, Schweine, Geflügel) eine wichtige Rolle spielt. Seit den 1960er Jahren trägt auch der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienhäusern und -wohnungen (gîtes) zu den Einnahmen des Ortes bei.

Geschichte Bis zum Jahr 1841 gehörte Baladou zur etwa viereinhalb Kilometer südlich gelegenen Gemeinde Creysse.

Sehenswürdigkeiten Die ländliche, in einfachen Formen errichtete Pfarrkirche Église d’Assomption (Himmelfahrts-Kirche) stammt aus dem 19. Jahrhundert. Der Westturm wirkt gedrungen und etwas klobig. Die einschiffige Kirche hat eine Südkapelle im Bereich der Vierung. Der aus einer anderen Kirche stammende Barockaltar zeigt vergoldete Figuren in beinahe 'primitiven' Formen. Auf dem Gemeindegebiet stehen mehrere Stein- und Eisenkreuze aus verschiedenen Jahrhunderten.

Weblinks

Bilder der Himmelfahrts-Kirche

Kategorie:Ort in Okzitanien Kategorie:Gemeindegründung 1841