Die Tomorrow-Reihe ist eine Jugendbuchreihe aus sieben Büchern des australischen Autors John Marsden, in denen eine Gruppe Jugendlicher in Australien gegen eine nicht näher definierte Besatzungsarmee kämpft. Hauptfigur ist die Ich-Erzählerin Ellie Linton, die von der Gruppe zur Chronistin der Ereignisse bestimmt wurde.

Tomorrow, When the War Began/Morgen war Krieg Ellie Linton, eine auf einer Farm nahe der Stadt Wirrawee lebende Schülerin, beschließt zusammen mit ihrer besten Freundin Corrie McKenzie einen Campingausflug zu unternehmen. Mit dem Landrover von Ellies Vater wollen sie Taylors Stitch, einem Hügelgrat, folgen und dann zu Fuß weiter in den Busch vorstoßen. Corrie ist mit Kevin Holmes zusammen, der sich deshalb der Gruppe anschließt. Weiterhin werden Homer Yannos, Lee Takkam, Fiona Maxwell und Robyn Mathers eingeladen, die alle zusagen. Die Gruppe bricht zu einem Talkessel auf, der „Hölle“ genannt wird. Ein Weg hinunter ist nicht bekannt. Die Jugendlichen schaffen es jedoch, einen Weg hinab zu finden und richten ein Camp ein. Während der folgenden Nacht fliegt eine große Anzahl unbeleuchteter Flugzeuge über sie hinweg. Die Gruppe bemerkt diese zwar, denkt sich aber nichts dabei.

Als sie wieder nach Hause fahren, sind alle Mitglieder ihrer Familien weg, etliche Haustiere sind aufgrund von Wasser- und Nahrungsmangel gestorben. Zutiefst verunsichert berät sich die Gruppe: Schnell ist ihnen klar, dass etwas Außergewöhnliches passiert sein muss. Sie beschließen, in der Dunkelheit das unbeleuchtete Wirrawee zu erkunden. Dabei teilen sie sich auf: Robyn und Lee wollen nach ihren Familien sehen, Homer begleitet Fi zu ihrem Haus und Elli, Corrie und Kevin sollen das beleuchtete Messegelände der Stadt auskundschaften.

Die drei entdecken, dass ein Großteil der Bevölkerung auf dem Messegelände durch nicht näher definierte Truppen gefangen gehalten wird. Schließlich werden die drei entdeckt und unter Feuer genommen. Knapp können sie entkommen. Von Verstärkungen werden sie jedoch in einem Garten in die Enge getrieben. Ellie sprengt mit einem improvisierten Molotowcocktail einen Rasenmäher und tötet dadurch mehrere Gegner. Eine Tat, die sie selbst schockiert. Am vereinbarten Treffpunkt trifft die Dreiergruppe auf Homer und Fi, Robyn und Lee bleiben jedoch aus. Gemeinsam entschließen sie sich, um den Patrouillen auszuweichen, in der nächsten Nacht nach den beiden zu suchen.

Tatsächlich lokalisieren sie Lee und Robyn dann schließlich. Lee wurde von den Soldaten angeschossen und kann deshalb nicht laufen. Sein Zahnarzt versorgt ihn notdürftig, weigert sich aber, den Jugendlichen darüber hinaus zu helfen. Von ihm erfahren sie, dass die feindlichen Truppen während des australischen Nationalfeiertages angriffen und deshalb einen Großteil der Bevölkerung direkt auf dem Messegelände festsetzen konnten.

Durch die Nutzung eines Müllwagens kann die Gruppe Lee schließlich aus der Stadt schaffen, wobei sie jedoch heftig beschossen werden. Auf dem Rückweg in die „Hölle“ schließt sich ein Freund Ellies der Gruppe an. Chris hat es geschafft, sich vor den Soldaten in einem Schuppen zu verstecken. In der Hölle beschließt die Gruppe, aktiv gegen die Invasoren vorzugehen. Da in Cobbler's Bay, einem natürlichen Tiefwasserhafen, ein Brückenkopf der Invasoren ist, fließt ein Großteil ihres Nachschubs durch Wirrawee. Um dies zu stören, wollen die Jugendlichen eine Brücke an der Stadtgrenze von Wirrawee sprengen. Nachdem sie eine Viehherde in Panik versetzt haben, müssen die gegnerischen Wachen die Brücke räumen. Ellie und Fi parken einen Tanklaster unter der Brücke und zünden diesen an. Durch die nachfolgende Explosion wird diese zerstört.

Da die Vorräte knapp werden, brechen Kevin und Corrie auf, um auf der Farm von Kevins Onkel Vorräte zu beschaffen. Sie werden von einer Patrouille entdeckt. Im anschließenden Feuergefecht wird Corrie verwundet. Kevin beschließt mit ihr zusammen ins Krankenhaus zu fahren, auch auf die Gefahr hin, als Partisan erschossen oder ins Gefängnis geworfen zu werden.

The Dead Of The Night/Die Toten der Nacht Nach dem Angriff auf die Brücke, bei dem Corrie schwer verletzt wurde, ist die Stimmung in der Gruppe gedämpft. Schließlich raffen sie sich jedoch auf und brechen Richtung Wirrawee auf. In Wirrawee wollen sie das Krankenhaus infiltrieren, um dort Corrie zu besuchen. Um die Wachen abzulenken, lösen sie einen Feueralarm aus und können in der entstehenden Verwirrung ins Krankenhaus einbrechen. Dort bekommen sie von einer Frau Informationen zur Lage von Corrie. Nach der Verletzung liegt Corrie noch immer im Koma. Kevin wurde zwar von den Soldaten verprügelt, doch ist immer noch am Leben.

Die Gruppe attackiert schließlich einen feindlichen Lastwagenkonvoi, indem sie zuerst selbstgebastelte Krähenfüße in einer Kurve verteilen und die verunglückten Fahrzeuge anschließend mit Molotowcocktails attackieren. Die Attacke ist ein voller Erfolg und die Gruppe kann sich geordnet in die Hölle zurückziehen. Nach mehreren Wochen Langeweile wollen sie die andere Seite der Hölle erkunden. Da sie bisher immer nur von einer Seite eingestiegen sind, ist ihnen der Großteil des Talkessels unbekannt. Chris erklärt sich bereit, allein zurückzubleiben und das Vieh zu hüten. Ellie überwindet ihre zögernden Bedenken, den schwermütigen Chris, der auch dem Alkohol zuspricht, allein zurückzulassen. Der Rest der Gruppe folgt dem Bach bis zum Ende des Talkessels. Hier entdecken sie eine Möglichkeit, die Hölle zu verlassen. Nach kurzer Zeit stoßen sie auf ein Camp pseudo-militärisch organisierter Widerstandskämpfer unter der Leitung von Major Harvey. Ellie ist schon zu Beginn misstrauisch, da es die Widerstandskämpfer, welche sich „Harvey's Heroes“ nennen, es an grundlegenden Sicherheitsvorkehrungen mangeln lässt. Die Gruppe der Teenager wird zu Major Harvey gebracht. Harvey reagiert äußerst ungehalten, als er von der Sprengung der Brücke durch die Gruppe erfährt. Seiner Meinung nach seien solche Aktionen ein Indiz für den Mangel an Disziplin, der Australien erst in so eine Lage gebracht habe. Er verpflichtet die Gruppe, sich an die Regeln zu halten. Das Camp wird mit straffer Disziplin geführt, wobei es eine traditionelle/diskriminierende Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern gibt, was insbesondere Ellie nicht gefällt. Das Zusammenleben im Camp ist wesentlich autoritärer organisiert als das der Jugendlichen. Es stellt sich heraus, dass Harvey's Heroes' vielgepriesene „Aktionen“ gegen den Feind vor allem darin bestehen, unbewachte Fahrzeuge, die mit einer Panne im Busch liegen geblieben sind, abzufackeln. Als die Männer der Harvey's Heroes aufbrechen, um einen weiteren liegengebliebenen Panzer zu zerstören, sollen die Jugendlichen als Zuschauer zurückbleiben. Aufgrund ihres Mangels an grundlegenden Sicherheitsvorkehrungen laufen Harveys Kämpfer in eine Falle, wobei die meisten von ihnen getötet werden. Auch das Camp wird zerstört. Die Jugendlichen flüchten in den Busch in Richtung Hölle. Es fehlen zunächst noch Fi und Lee, bis Fi schließlich mit einem sie verfolgenden Soldaten der Invasoren auftaucht. Die Gruppe kann ihn jedoch niederschlagen. Wenig später taucht Lee auf. Als dieser den Soldaten sieht, tötet er den Sterbenden mit einem Messer. Er ist zutiefst entsetzt von dem, was die Soldaten in dem Lager der Heroes angerichtet haben. Für Ellie ein weiterer traumatischer Moment.

Schließlich erreicht die Gruppe ohne weitere Probleme ihren Lagerplatz in der Hölle. Als sie dort ankommen, fehlt von Chris jede Spur. Nach mehreren Wochen, längerem Beraten und Suchen nach Chris bricht die Gruppe erneut nach Wirrawee auf. Dort quartieren sie sich in einem Haus ein. Lee und Ellie haben zum ersten Mal Sex. In dem „Nobelvorort“ der Stadt, Fis Nachbarschaft, haben die Invasoren ihr Hauptquartier installiert, hohe Offiziere sind in den Häusern einquartiert. Beim Beobachten der Häuser sieht die Gruppe auch Harvey wieder, der sich mittlerweile der Invasionsarmee angeschlossen hat. Die Jugendlichen brechen, nach einem ersten, fehlgeschlagenen Versuch, erfolgreich und koordiniert in mehrere Häuser ein. Dort drehen sie die Gasheizungen auf, sodass sich ein explosives Luft-Gas-Gemisch bildet. Durch mit Zeitschaltuhren verbundene manipulierte Toaster wird dieses Gemisch schließlich zur Explosion gebracht. Das Ergebnis ist spektakulär, die Gruppe kann unverletzt entkommen. Trotz eines bisher unbekannten Aufwandes an Luftfahrzeugen können die Invasoren die Gruppe nicht aufspüren. Kurz bevor die Gruppe in der Hölle ankommt, findet sie per Zufall Chris. Anscheinend ist dieser betrunken mit dem Landrover, den die Gruppe nahe der Hölle zurückgelassen hatte, in einen Graben gefahren und dabei gestorben. Bei dem Versuch, weiteren Alkohol zu organisieren.

The Third Day, The Frost/Gegen jede Chance Während Ellie und die Gruppe nach ihrer Sprengung des Villenviertels von Wirrawee erstmal wochenlang in Deckung gehen, nähern sich Ellie und Lee weiter an. Schließlich beschließt die Gruppe auf Homers Initiative hin Corrie und Kevin aufzusuchen und falls möglich zu befreien. Auf dem Weg nach Wirrawee bemerken sie, dass das Land zunehmend von Neusiedlern übernommen wird, die in großer Zahl die Farmen der inhaftierten Einheimischen beziehen. Durch dieses Vorgehen der Invasoren entstehen weitere Gefahren für die Gruppe. Einerseits müssen sie noch vorsichtiger sein, andererseits werden sie zunehmend vom Nachschub, den sie sonst aus den verlassenen Farmen bezogen, abgeschnitten.

Die Gruppe beschließt als Nächstes, zum Hafen Cobbler's Bay aufzubrechen, um dort nach Schwachstellen zu suchen. Auf dem Weg sehen sie eine Gruppe einheimischer Zwangsarbeiter, unter denen sich auch Kevin befindet. Sie kontaktieren ihn und erfahren, dass die Gefangenen durch Sippenhaft von der Flucht abgehalten werden. Flieht ein Gefangener, so muss seine Familie darunter leiden. Indem vorgetäuscht wird, dass Kevin in einen Brunnenschacht gestürzt ist und dort gestorben ist, kann die Gruppe Kevin trotzdem befreien.

Kevin ist im Gefangenenlager von einem der Insassen im Gebrauch von Sprengstoffen unterrichtet worden. Er schlägt vor, einen Standardcontainer mit einer Mischung aus Dünger und Treibstoff zu füllen. Sobald dieser Container auf eines der in Cobbler's Bay liegenden Schiffe gebracht wurde, müsste jemand den Sprengstoff zünden, was das Schiff mindestens schwer beschädigen würde. Die Gruppe will diese Idee ausführen. Nach einigen Tagen Beobachtung entwickelt die Gruppe einen Plan. Indem durch eine Schafherde ein Konvoi der Invasoren zum Stehen gebracht wird, kann Robyn einen zeitverzögerten Unterbrecher in einen der LKW einbauen. Dieser führt dazu, dass der LKW-Motor nach wenigen hundert Metern versagt. Der LKW wird von den Soldaten zunächst zurückgelassen. Während der Nacht füllt die Gruppe den Container auf dem LKW mit Dünger und Dieseltreibstoff. Ellie und Homer als die besten Schwimmer werden ausgewählt, den Zeitzünder der Bombe zu aktivieren. Die beiden verstecken sich im Container. Am nächsten Morgen wird der LKW von einigen Mechanikern repariert. Der Container wird daraufhin planmäßig auf das Schiff gebracht. Ellie und Homer aktivieren den selbstgebauten Zeitzünder und wollen sich vom Schiff schleichen. Sie werden jedoch entdeckt und müssen flüchten. Beide springen ins Wasser und werden voneinander getrennt. Inzwischen werden sie von einem Hubschrauber und mehreren Schnellbooten attackiert. Durch die Detonation der Düngerbombe im Container werden mehrere Folgeexplosionen ausgelöst, die sowohl das Schiff als auch den Pier und ein benachbartes Schiff schwer beschädigen. Durch die Druckwelle wird zudem der Hubschrauber zum Absturz gebracht, als auch die Boote zerstört.