Minoru S. Araki, genannt Sam Araki (* 1931;Reference Book for Corporate Managements, Dun and Bradstreet Information Services 1991 † 22. August 2023), war ein US-amerikanischer Forschungsmanager und Raumfahrtingenieur.

Araki studierte an der Stanford University Maschinenbau mit Bachelor-Abschluss 1954 und Master-Abschluss 1955.nach American Men and Women of Science, Thomson Gale 2004 Er ging dann als Systemingenieur zur Lockheed Missiles and Space Company in Sunnyvale in Kalifornien. Dort blieb er bis zu seinem Ruhestand 1997 als Präsident der Firma (die nach Fusion mit Martin-Marietta 1995 Lockheed-Martin Missiles and Space hieß). Er war dort Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre für die Entwicklung des Keyhole-Satellitensystems Corona zuständig, das bis 1972 in rund 145 Einsätzen als Spionagesatellit vor allem über der Sowjetunion diente. Das Corona-System war das erste Spionagesatelliten-System der USA.

Außerdem war er bei Lockheed Vizepräsident und Programm-Manager des Milstar-Programms sicherer Kommunikationssatelliten sowie für das frühe Arpanet und eine elektronische Bibliothek namens Dialog, die Vorreiter des späteren Internets war.

Als Vizepräsident von Lockheed Missiles and Space war er am Iridium-Projekt beteiligt, am Exoatmospheric Reentry Vehicle Interceptor (ERIS) und am Programm Terminal High Altitude Area Defense (THAAD) als Teil der US-Abwehr von Interkontinentalraketen sowie an der Entwicklung des Sensor-to-Shooter-Konzepts, das Aufklärungsdaten in Echtzeit Stealth-Bombern zur Verfügung stellt. In seine Präsidentschaft fiel die Beteiligung am Hubble-Weltraumteleskop-Programm.

Im Ruhestand bei Lockheed-Martin gründete er ST-Infonox, die Mikrosensor-Netzwerke integriert für Sicherheitanwendungen.

1990 wurde er Mitglied der National Academy of Engineering, wobei seine Führungsrolle bei Entwurf, Entwicklung und Integration großer Weltraumfahrtprojekte hervorgehoben wurde, sowie im selben Jahr Fellow der American Astronautical Society und der IEEE. 2005 erhielt er für die Beteiligung am Corona-Projekt den Charles-Stark-Draper-Preis. 1994 erhielt er den Wernher von Braun Award des American Institute of Aeronautics and Astronautics, dessen Fellow er war. Er wurde Asian-American Engineer of the Year sowie Pioneer of National Reconnaissance des National Reconnaissance Office.

Weblinks Draper-Preis-Gewinn, NAE

Einzelnachweise

Kategorie:Raumfahrtingenieur Kategorie:Mitglied der National Academy of Engineering Kategorie:IEEE Fellow Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1931 Kategorie:Gestorben 2023 Kategorie:Mann