mini|Hettlingen, historisches Luftbild vom 19. August 1931 aus 200 Metern Höhe, aufgenommen von Walter Mittelholzer mini|Hettlingen mini|Bahnhof Hettlingen mini|Historisches Fachwerkhaus im Zentrum von Hettlingen mini|Kirche von Hettlingen mini|Hanfreibe in Hettlingen Hettlingen ist eine Gemeinde im Bezirk Winterthur des Kantons Zürich in der Schweiz. Das Dorf gehört zur Agglomeration der Stadt Winterthur, liegt aber bereits im Zürcher Weinland. Sein Mundartname ist Hettlinge.
Wappen Blasonierung: Geteilt, oben in Gold ein halber blauer Adler an der Teilung, unten geschacht von Silber und Rot
Geographie Hettlingen liegt nördlich von Winterthur in der hügeligen, glazial geformten Gegend am Ostfuss der Irchelkette.
Die Gemeinde Hettlingen grenzt im Nordwesten an Henggart, im Nordosten an Dägerlen, im Südosten an Seuzach, im Süden an Winterthur und im Westen an Neftenbach.
Bevölkerung + Bevölkerungsentwicklung1850–1960: Eidgenössische Volkszählungen, danach: Gemeindeporträts. Hettlingen. Bevölkerung (Personen). Statistisches Amt des Kantons Zürich, 1962–2022. Jahr Einwohner 1467 ca. 205 1634 274 1836 493 1850 489 1900 462 1950 597 2000 2426 2005 2891 2010 2957 2015 3113 2020 3099 2022 3112
Politik Seit 2024 ist Arman Buchmann (parteilos) Gemeindepräsident (Stand 2024).Gemeinderat. Website der Gemeinde Hettlingen.
In Hettlingen gibt es folgende Ortsparteien: FDP, GLP, PFH (Politisches Forum Hettlingen) und SVP.
Bei den Nationalratswahlen 2023 betrugen die Wähleranteile in Hettlingen: SVP 34,50 % (+4,58), glp 16,73 % (−2,05), FDP 13,50 % (−2,61), SP 11,35 % (+2,66), Mitte 7,67 % (+1,05), Grüne 7,15 % (−4,24), EVP 4,48 % (+0,13), EDU 0,89 (−1,28).
Geschichte Die ersten Besiedelungsspuren in Hettlingen gehen auf die Jungsteinzeit zurück. Aus römischer Zeit wurden in der Nähe der Kirche Reste eines römischen Gutshofes gefunden. Um 700 gab es in Hettlingen eine frühmittelalterliche Kapelle, und es wurden alemannische Gräber aus dieser Zeit gefunden. Im Zuge geophysikalischer Untersuchungen konnten 1995 archäologische Abklärungen ein digitales Geländemodell des Areals der ehemaligen Wasserburg erstellen. So konnten mit Hilfe des Radars die Lage des Grabens, der Umfassungsmauer und des Wohnturms erfasst werden.
1223 werden die Herren von Hettlingen erstmals erwähnt, kyburgische Gefolgsleute, die im 1752 abgebrochenen Wasserschloss Hettlingen residierten. 1434 erwarb die Stadt Winterthur Hettlingen, in dessen Besitz das Dorf bis zum Ende der alten Herrschaft 1798 blieb. 1857 wurde das Dorf durch die Rheinfallbahn erschlossen. Heute ist das Dorf eine Agglomerationsgemeinde der Stadt Winterthur.
Schulen und Kindergärten 2 Kindergärten Primarschule
Naturschutzgebiete Baldisriet Mädlesten Mittelfeld
Verkehr Der Bahnhof Hettlingen wird bedient von der und neu seit Dezember 2018 von der der S-Bahn Zürich. Im Nachtnetz am Wochenende verkehrt die .
Ab Hettlingen, Bahnhof verkehren zwei Postautolinien:
Hettlingen, Föhrenstrasse – Hettlingen, Bahnhof – Neftenbach – Winterthur, HB
Hettlingen, Föhrenstrasse – Hettlingen, Bahnhof – Buch am Irchel – Berg am Irchel – Flaach – Andelfingen
Durch Hettlingen fahren zudem die Postautolinien:
Henggart – Dägerlen – Hettlingen – Oberohringen – Winterthur, HB
Hettlingen – Unterohringen – Seuzach
Hettlingen wird von vier Postautolinien bedient. Es bestehen vier Haltepunkte: Bahnhof, Gemeindehaus, Dorf und Föhrenstrasse. Der nächste Autobahnanschluss zur A1 (St. Gallen – Bern) und A4 (Winterthur – Schaffhausen) in Ohringen ist drei Kilometer entfernt.
Freizeiteinrichtungen Sportanlagen Turnhalle Freibad mit Sprungturm (1 m und 3 m), Beachvolleyballfeld. 25-m-Schwimmbecken, Nichtschwimmerbecken und ein Planschbecken für die Kleinen Tennisanlage mit drei Plätzen Schiesssportanlage «Witerig» (Gemeinschaftsanlage der Dörfer Ohringen, Seuzach und Hettlingen)
Sehenswürdigkeiten
Persönlichkeiten Rosa Studer-Koch (1907–1991), Bildhauerin und Bildende Künstlerin Peter Spälti (1930–2010), Politiker und Manager
Literatur Hans Martin Gubler: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band VIII: Der Bezirk Winterthur. Nördlicher Teil. Hettlingen (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 79). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK). Bern 1986, ISBN 3-7643-1812-0, S. 118–144 (Digitalisat).
Weblinks
Offizielle Website der Gemeinde Hettlingen Statistische Daten der Gemeinde Hettlingen
Einzelnachweise
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