Leo senex, aper, taurus et asinus (lat. für Der alte Löwe, der Eber, der Stier und der Esel) ist eine der 94 Fabeln, welche Phaedrus in seinem Werk Fabulae verfasst hat. Dieses Werk besteht aus 5 Büchern, von welchem die Bücher 2 und 5 unvollständig überliefert wurden. Sie ist die einundzwanzigste im ersten Buch, das die Fabeln 1 bis 31 beinhaltet.

Die Fabel Das lateinische Original Übersetzung MetrikQuicumque amisit dignitatem pristinam, ignavis etiam iocus est in casu gravi. Defectus annis et desertus viribus leo cum iaceret spiritum extremum trahens, aper fulmineis ad eum venit dentibus, et vindicavit ictu veterem iniuriam. Infestis taurus mox confodit cornibus hostile corpus. Asinus, ut vidit ferum impune laedi, calcibus frontem extudit. At ille exspirans: „Fortes indigne tuli mihi insultare: Te, Naturae dedecus, quod ferre cogor, certe bis videor mori.“9. Der alte Löwe, der Eber, der Stier und der Esel. (PDF; 2,0 MB) In: Johannes Siebelis: Tirocinium poeticum. Teubner, Berlin 1917, S. 24/25.Wer einmal seine frühre Macht verloren hat, Gereicht zum Spott auch Feigen, weils ihm übel geht. Vom Alter schwach, verlassen von der frühern Kraft, Lag in den letzten Zügen einst der Löwe da. Der Eber stürmt mit blanken Zähnen auf ihn los, Verwundet ihn, und rächte so ein altes Leid. Der Stier sofort auch stößet bald mit scharfem Horn Los auf den Feind. Der Esel, als er sah, daß man Den Leun straflos mißhandelt, schlägt ihn mit dem Huf An seine Stirn. Da seufzt er sterbend: Bitter schmerzt Mich schon der Hohn von Tapfern; doch daß ich von dir, Scheusal, Dieß leide, schmerzet doppelt mich der Tod.H. J. Kerler: Römische Fabeldichter. S. 98/99. Stuttgart 1838, (online).Qui|cúm|qu~a|mí|sit dí|gni|tá|tem prís|ti|nám, ig|ná|vis ét|iam ió|cu~st ín ca|sú gra|ví. De|féc|tus án|nis ét de|sér|tus ví|ri|bús leo cúm ia|cé|ret spí|ri|t~éx|tre|múm tra|héns, a|pér ful|mí|ne|is ád e|um vé|nit dén|ti|bús, et vín|di|cá|vit íc|tu vé|te|r~in|iúr|i|ám. In|fés|tis taú|rus móx con|fó|dit cór|ni|bús hos|tí|le cór|pus. Á|si|nus, út vi|dít fe|rúm im|pú|ne laé|di, cál|ci|bús fron|t~éx|tu|dít. At íl|l~ex|spí|rans: „Fór|tes ín|dig|né tu|lí mi|h~ín|sul|tá|re: Té, Na|tú|rae dé|de|cús, quod fér|re cér|te có|gor bís vi|de|ór mo|rí.“

Metrik Versmaß ist der jambische Senar.

Literatur Johann Ulrich Krausen, J. v. Vianen: Aesopische Fabeln. (Phaedrus) Kraus, Augsburg 1716, . H. J. Kerler: Römische Fabeldichter. In: Römische Dichter in neuen metrischen Uebersetzungen. Band 24–26. Stuttgart 1838, , S. 98/99. Johannes Siebelis: Tirocinium poeticum. Teubner, Berlin 1917, S. 24/25.

Weblinks Der Löwe, der Eber, der Stier und der Esel auf uni-mannheim.de (Fabel mit Bilddarstellung)

Einzelnachweise

Lowe Kategorie:Löwe in der Kunst Kategorie:Literatur der Antike Kategorie:Esel in der Kunst Kategorie:Schwein in der Kunst Kategorie:Rind in der Kultur