Die 14. Pétanque-Weltmeisterschaft der Damen findet vom 4. bis 6. Oktober 2013 im südfranzösischen Montauban statt. Es wird in der Formation Triplette mit einem Auswechselspieler gespielt. Jedes Team darf also aus bis zu vier Damen bestehen.

Parallel zur Triplette-Weltmeisterschaft findet die 7. Damen-Weltmeisterschaft im Tir de précision statt, für die jede teilnehmenden Nation einen Tireur nominieren darf.

An beiden Wettbewerben nehmen 41 Nationen teil. Der Gastgeber Frankreich und der amtierende Weltmeister Tunesien dürfen im Triplette zwei Teams stellen, so dass 43 Teams um diesen Titel spielen.

Ausrichter beider Disziplinen ist der Weltverband FIPJP.

Triplette

43 Mannschaften aus 41 Nationen nehmen am Wettbewerb im Triplette teil. Jedes Team darf während einer Partie einmal eine Spielerin aus- und die Ersatzspielerin einwechseln. Danach darf kein Spielertausch mehr vorgenommen werden. Aufgrund des Modus hat jedes Team mindestens sechs Spiele vor sich.

Teilnehmer

Die Liste der teilnehmenden Nationen wurde gut einen Monat vor Beginn der Weltmeisterschaft veröffentlicht. Wie schon 2011 nehmen weniger als die maximal 48 Teams teil.

Teilnehmende Nationen

29 aus Europa 4 aus Afrika 3 aus Asien 3 aus Ozeanien Die Fédération tahitienne de Pétanque en Polynesie française wird in der FIPJP als Tahiti geführt. 2 aus Amerika

Teilnehmende Spieler

Alle Teams gaben ihr WM-Aufgebot spätestens zwei Wochen vor dem Turnierbeginn bekannt.

Der DPV, Vizeweltmeister von 2004, nominierte folgende vier Spielerinnen für das Turnier: Carolin Birkmeyer(VFPS Osterholz-Scharmbeck/Niedersachsen), Susanne Fleckenstein (BC Konstanz/Baden-Württemberg), Muriel Hess (PCB Horb/Baden-Württemberg) und Indra Waldbüßer (BC Stuttgart/Baden-Württemberg).

Somit startet exakt dasselbe Team wie schon bei der WM 2011. Hess und Waldbüßer vertraten Deutschland außerdem bei den World Games 2013.

Die Titelverteidigerinnen starten ebenfalls in identischer Aufstellung wie 2011 als Tunesien B.

Die kursiv gedruckten Spielerinnen nehmen auch am Tireur-Wettbewerb teil.

Land Spielerin 1 Spielerin 2 Spielerin 3 Spielerin 4 Ariadne Ernest Josie Petrolo Kate Mangan Elizabeth Sowter Cindy Barzin Nancy Barzin Linda Goblet Camille Max Magareta Milanova Rumena Tareva Ralitza Mancheva Hristina Yordanova Mia Jensen Maria Saxild-Hansen Line Hjort Camilla Svensson Carolin Birkmeyer Susanne Fleckenstein Muriel Hess Indra Waldbüßer Samantha Thatcher Sabrina Seville Rachel Shaw Debbie Elcome Merike Aava Eve Oidsalu Varje Reede Maive Sein Taru Sareela Pirjo Saarela Mirja Laine Sirkka Laine A Angelique Papon Ludivine D'isidoro Marie Laure Virebayre Audrey Bandiera B Anais Lapoutge Marie Angel Germain Sandrine Herlem Anna Maillard Farzana Mauderbaccus Polina Delecheva Emily Di Pizzo Sivan Siri Sagit Siri Rinkai Yefet Nikol Korolov Jessica Rattenni Simona Bagala Serena Sacco Laura Cardo Akemi Kinoshita Kimiko Imaizumi Machiko Inoue Chantrea Oum Sreymom Ouk Leng Ke Sreya Un Maryse Bergeron Manon Joyal Marielle Rodrigue Monique Daigle Laura Miglane Ida Dace Ginta Miglane Josepha Randriamiandrisoa Lila Rajamason Lalaina Andrianavalona Nosy Raharinaivo Latifa Ouabba Bouchra Lefthal Karima Ghariz Hajar Zay Nathalie Cornet Yoletta Lieutier Shirley Sewoke Marie Laure Sanna Sylvie Garino Corinne Maradei Aline Monge Christine Strichen Claire Wilson Barbara Johnson Joanne Lippard

Land Spielerin 1 Spielerin 2 Spielerin 3 Spielerin 4 Katy Bosch Diana de Wolf Lieke van der Voort Frances van Donge Signe Hovind Lisbeth Fossen Ranu Homniam Eli Gjengsto Jennifer Obasuyi Isabella Schimak Nicole Käser Michaela Kinberger Wioletta Sliz Arleta Neumann Joanna Kastelik Evelina Shkredova Marina Kostina Svetlana Barinova Natalia Grachanats LynnJenkins Emma Montgomery Dani Cassini Jessica Johansson Emma Kohalmi Jenny Hamberg Cajsa Qvarnström Karin Rudolfs Nathalie Poget Jessica Lamon Stéphanie Pache Kaja Jamnik Darinka Kujavec Tatjana Seruga Natasa Novak Diana Sobolicova Martina Snopova Timea Surinova Ivana Daucikova Ines Rosario Yolanda Matarranz Véronica Martinez Jéronima Ballesta Sandrine Hurumanu Pauline Taruoura Caroline Tuahine Tahia Pautu Thongsri Thamakord Phantipha Wongchuvej Aumpawan Suwannaphruk Nantawan Fueangsanit Iveta Hajkova Dorota Hajkova Lenka Nyvltova Hana Srubarova A Ahlem Sessi Asma Belli Marwa Ltaifi Mariem Skandrani B Mouna Beji Nadia Ben Abdeselem Monia Sahal Saousseni Belaid Deniz Guzelocak Talia Kumartaslioglu Gamze Ozgun Pinar Demir Olena Kolody Valentina Vtoraya Oleksandra Shevchenko Agnes Simon Miklosné Sule Tamasne Pukler Monika Sinka Narin Garrett Barbara Hall Cynthia Stroud Erin McTaggart Gemma Foster Tansy Mayfield Julie Bailey Gay Evans

Modus

Der Wettbewerb wird wie schon 2011 in zwei Phasen ausgespielt:

Phase 1: - Schweizer System

Die 32 Teilnehmer spielen 5 Vorrunden nach dem Schweizer System, an deren Ende die 16 besten Teams im Turnier verbleiben. Bei der Ermittlung der Rangplätze werden zunächst die Siege, dann die Buchholzpunkte und schließlich die Kugeldifferenz betrachtet. Die restlichen Teams spielen nach der Vorrunde in der sog. Coupe de nations, dem „B-Turnier“ weiter.

Während der Vorrunde wird mit Zeitbegrenzung auf 1 Stunde + 2 Aufnahmen gespielt.

Phase 2: - K.O.-System

Sowohl im Hauptturnier als auch in der Coupe de nations werden anschließend in Achtel-, Viertel- und Halbfinale die Endspielteilnehmer gesucht. In der Coupe de nations wird vor dem Achtelfinale eine Cadrage gespielt, die das Teilnehmerfeld auf 16 reduziert.

Gespielt wird dabei nach einer Baumstruktur, so dass die Ersten und Zweiten nach der Vorrunde erst im Finale aufeinandertreffen können.

Zeitplan

Einen Tag vor dem offiziellen Wettkampfbeginn findet die Begrüßung der Teilnehmerinnen sowie die Auslosung der ersten Runde statt.

Am Freitagmorgen wird zunächst eine Generalversammlung abgehalten, bevor der sportliche Teil der WM beginnt.

Der zukünftige Weltmeister muss 9 Spiele an drei Tagen absolvieren, für die 41 Teilnehmerinnen im Präzisionsschießen stehen bis zu fünf Übungen à 20 Schuss an.

Es gibt zwei Siegerehrungen am Samstag (Tir) sowie am Sonntagabend (Triplette), als Abschluss der Titelkämpfe sind alle Teilnehmerinnen, Offiziellen und Schiedsrichter zu einem Galadinner eingeladen.

Zeitplan der Pétanque-Weltmeisterschaft 2012 3. Oktober 4. Oktober 5. Oktober 6. Oktober 8:00 Uhr Generalversammlung 3. Runde Schweizer System (8:30 Uhr) Viertelfinale 9:00 Uhr Halbfinale 10:00 Uhr 4. Runde Schweizer System (10:30 Uhr) Viertelfinale 11:00 Uhr 12:00 Uhr Treffen der Delegationschefs 13:00 Uhr Finale (14:00 Uhr) 14:00 Uhr 1. Runde Schweizer System Viertelfinale Halbfinale (14:15 Uhr) 15:00 Uhr 5. Runde Schweizer System 16:00 Uhr 2. Runde Schweizer System Achtelfinale Finale (16:15 Uhr) 17:00 Uhr Achtelfinale (17:00 Uhr) 18:00 Uhr Vorrunde Siegerehrung 19:00 Uhr Präsentation der Teams (19:30 Uhr) 20:00 Uhr Auslosung 1. Runde (20:15 Uhr) Galadinner (20:30 Uhr) 21:00 Uhr Repechage (21:30 Uhr) Halbfinaledanach Finale Legende: {| border="0" |- | bgcolor="#F4C430" |     || Zeremonien & Versammlungen | bgcolor="#32CD32" |     || Tir de Précision | bgcolor="#A1CAF1" |     || Triplette: Championnats du Monde (WM) | bgcolor="#D9603B" |     || Triplette: Coupe des nations (CDN)

Schweizer System

Mit dem gleichen Modus wie schon bei der WM 2011 wurden allen Teams 5 Spiele zugesichert.

Nach den 5 Runden erreichen die ersten 16 Teams das Achtelfinale, während die restlichen 27 Teams in der Coupe des nations, der „B-WM“ weiterspielen.

In der Vorrunde wird mit Zeitlimit (60min. + 2 Aufnahmen) gespielt.

Da 43 Teams teilnehmen, erhält in jeder Runde ein Team ein Freilos.

Teams, die schon einmal gegeneinander gespielt haben, können in der Vorrunde nicht nochmal aufeinandertreffen.

1. Runde

Deutschland traf in der ersten Runde auf die Ukraine. Dieses Spiel konnte, wenn auch relativ knapp, mit 13:9 gewonnen werden.

Die Topfavoriten Frankreich A und Tunesien B verloren überraschend ihre Spiele gegen Kanada bzw. Tschechien.

Hingegen gewannen die Rekordweltmeisterinnen aus Thailand, Spanien und Madagaskar ihre Spiele.

Überraschend war vor allem der deutliche Sieg der Australierinnen gegen Monaco.

Deutschland - Ukraine 13:9 Spanien - Finnland 13:7 Estland - Neuseeland 11:10 Polen - Norwegen 13:10 Frankreich B - Russland 13:0 Slowenien - Kambodscha 9:13 Mauritius - Österreich 13:1 Lettland - USA 4:13 Marokko - Wales 13:2 Monaco - Australien 3:13 Italien - Tunesien A 9:11

Dänemark - Israel 13:10 Niederlande - Irland 13:4 Bulgarien - Slowakei 8:12 Kanada - Frankreich A 13:9 Thailand - Japan 13:0 Madagaskar - Tahiti 13:6 Türkei - Belgien 4:13 Tschechien - Tunesien B 13:10 Schweden - Schweiz 4:13 England - Ungarn 13:2 Schottland - Freilos 13:6

2. Runde

In Runde 2 gelang Deutschland ein souveräner 13:3-Erfolg gegen Team A Tunesiens, womit man den ersten Tag ungeschlagen beenden konnte.

Ebenfalls stark zeigten sich die Kanadierinnen (nach ihrem Auftaktsieg über Frankreich A), Madagaskar und Thailand, das auch das zweite Spiel (gegen die Schweiz) 13:0 gewinnen konnte, sowie die Teams Frankreich B und Spanien.

Schwach hingegen blieb das Ergebnis der Titelverteidigerinnen Tunesien B, die ihr zweites Spiel gegen Slowenien verloren und somit bereits vor dem Aus standen.

Österreich erhielt das Freilos und bekam so den ersten Sieg „geschenkt“. Italien schrappte gegen Japan beim 13:12 nur knapp an einer Blamage vorbei.

Deutschland - Tunesie A 13:3 Spanien - England 13:2 Estland - USA 7:13 Polen - Kambodscha 7:13 Frankreich B - Australien 13:3 Schweiz - Thailand 0:13 Mauritius - Schottland 13:5 Tschechien - Dänemark 12:13 Marokko - Belgien 8:13 Madagaskar - Niederlande 13:0 Slowakei - Kanada 3:13

Ukraine - Israel 5:13 Frankreich A - Irland 13:0 Bulgarien - Wales 13:8 Russland - Finnland 13:4 Italien - Japan 13:12 Lettland - Tahiti 11:13 Türkei - Schweden 6:13 Slowenien - Tunesien B 13:12 Neuseeland - Monaco 7:13 Norwegen - Ungarn 5:13 Österreich - Freilos 13:6

3. Runde

Die dritte Runde, die am Samstagmorgen stattfand, wurde bereits Freitagabend, im Anschluss an die 2. Runde ausgelost.

Deutschland traf dabei auf Frankreich B und verlor am Ende deutlich mit 5:13. Thailand gab gegen Belgien zwar die ersten Punkte im Turnier ab, gewann dennoch souverän mit 13:4.

Ebenfalls ungeschlagen blieben weiterhin Spanien, Madagaskar und Kanada.

Die ungeschlagenen Däninnen verloren die hochgelosten Italienerinnen. Österreich unterlag Schottland, die Schweiz schlug Bulgarien zu 1.

Titelverteidiger Tunesien B errang gegen Russland den ersten Sieg im Turnier.

Nicht ganz so früh aufstehen muss das Team der Türkei, das per Freilos zum ersten Sieg kam.

Thailand - Belgien 13:4 Deutschland - Frankreich B 5:13 Kambodscha - Madagaskar 4:12 Mauritius - Kanada 5:13 Spanien - USA 13:0 Dänemark - Italien 9:13 Schottland - Österreich 13:7 Slowakei - Schweden 10:8 Frankreich A - Estland 13:3 Marokko - Niederlande 13:0 Bulgarien - Schweiz 1:13

England - Tunesien A 2:13 Ungarn - Israel 5:13 Slowenien - Polen 5:13 Australien - Tschechien 4:13 Monaco - Tahiti 5:13 Russland - Tunesien B 4:13 Wales - Neuseeland 13:6 Lettland - Ukraine 5:13 Finnland - Irland 13:4 Norwegen - Japan 11:10 Türkei - Freilos 13:6

4. Runde

In der vierten Runde wurde das deutsche Team hochgelost und traf auf die ungeschlagenen Kanadierinnen. Dabei unterlagen sie knapp mit 11:13 und standen vor dem letzten Vorrundenspiel bereits unter Druck.

Madagaskar und Spanien blieben ebenfalls ungeschlagen. Die Afrikanerinnen kämpften Frankreich B 12:9 nieder, Spanien fertigte die bis dahin überragenden Thailänderinnen 13:1 ab.

Die Schweiz bezwang Polen und holte den dritten Sieg im vierten Spiel.

Österreich kassierte gegen Tunesien B eine Fanny und war somit ebenso bereits ausgeschieden wie Monaco.