28. Leichtathletik-Europacup zentriert|100px Resultate Superliga (Endstand nach 40 Entscheidungen) Olympiastadion – 23./24. Juni 2007 Frauen Männer Platz Land Punkte Platz Land Punkte 1 110,0 1 116,0 2 105,0 2 112,0 3 97,5 3 110,0 4 92,0 4 102,0 5 84,0 5 93,0 6 83,0 6 70,0 7 78,0 7 59,5 8 67,5 8 54,5 ← Málaga 2006 Annecy 2008 → abgestiegen in die 1. Liga des nächsten Europacups mini| Das 28. Leichtathletik-Europacup-Superliga-Finale fand am 23. und 24. Juni 2007 wie schon der 17. Europacup 1997 im Olympiastadion von München (Deutschland) statt und umfasste vierzig Disziplinen (20 Männer, 20 Frauen).

Modus Auch die diesjährige Austragung fand nach den im Europacup 1983 erstmals gültigen Regeln statt. Das höchste Niveau des Cups wurde als Superliga bezeichnet. Die einen Rang unter der Superliga platzierten Nationen trugen ihre Wettbewerbe in der 1. Liga aus, die in zwei Gruppen unterteilt war. Die 2. Liga war wie schon in den Vorjahren ebenfalls in zwei Gruppen aufgeteilt.

Die Wettbewerbe der Superliga wurden am Samstag, 23. und Sonntag, 24. Juni ausgetragen. In den beiden anderen Ligen fanden die Wettkämpfe am selben Wochenende statt. Das seit 1983 praktizierte System mit Auf- und Absteigern entschied auch weiterhin über die Ligeneinteilungen des nächsten Cups – hier für den letzten in dieser Form ausgetragenen Europacup im Jahr 2008.

Ab 1994 war der vorher praktizierte Austragungsturnus von zwei Jahren auf ein Jahr verkürzt worden. Dadurch war der Europacup in keinem Jahr mehr der internationale Jahreshöhepunkt. In den ungeraden Jahren wurden Weltmeisterschaften, in den geraden Jahren Europameisterschaften oder Olympische Spiele ausgetragen. Dies führte im Lauf der kommenden Jahre zu einer Abwertung des Cups.

Auch die zur Straffung der Veranstaltung 1997 eingeführte Praxis in den vertikalen Sprungwettbewerben, im Kugelstoßen sowie den Wurfdisziplinen wurde beibehalten. Dort standen den Athleten nicht wie üblich sechs, sondern nur vier Versuche zur Verfügung.

Der Leichtathletik-Europacup 2007 Im Wettbewerbskatalog gab es keine Erweiterungen oder Veränderungen.

Seit 1996 sponserte die Handelskette Spar (Eigenschreibweise: SPAR) den Europacup und blieb der Veranstaltung bis zuletzt erhalten. Dies hatte auch zur Umbenennung in SPAR-Europacup geführt.

Bei den Frauen lag zunächst Russland mit 127 Punkten zum elften Mal in Folge vorn. Doch bei diesem Resultat blieb es nicht. Grund waren dopingbedingte nachträgliche Disqualifikationen der ursprünglich siegreichen Hammerwerferin Tatjana Lyssenko sowie der russischen 4-mal-400-Meter-Staffel, in der die nachträglich als Dopingbetrügerin entlarvte Swetlana Pospelowa (s. u.) mitgelaufen war. Der dadurch bedingte Punktabzug brachte die französischen Athletinnen auf Rang eins, während Russland den zweiten Platz belegte. Die beiden letztplatzierten Nationen Griechenland und Spanien mussten als Absteiger den Gang in die 1. Liga antreten.

Auch bei den Männern musste das zunächst entstandene Resultat nachträglich korrigiert werden. Frankreichs Männer hatten punktgleich mit Deutschland den Wettbewerb zunächst gewonnen. Doch auch das französische Männerteam war ebenfalls im Hammerwurf von einer dopingbedingten nachträglichen Disqualifikation für den zunächst fünftplatzierten Nicolas Figère (s. u.) betroffen. Auch hier veränderte der Punktabzug das Ergebnis. Deutschland gewann den Wettbewerb, Frankreich fiel auf Rang zwei zurück. Absteiger des Männerwettbewerbs waren die Ukraine und Belgien.

Herausragend war die Leistung der deutschen Speerwerferin Christina Obergföll, die einen neuen Europarekord aufstellte.XXVIII European Cup Bruno Zauli, sport-olympic.gr (englisch), abgerufen am 23. März 2024

Doping In diesem Jahr war der Europacup von drei Dopingfällen betroffen: Tatjana Lyssenko (Russland), Hammerwurf – Sie hatte zunächst Rang eins belegt, war aber bereits im Mai 2007 positiv auf das verbotene Mittel Androstendion getestet worden. Nach ihrem Verzicht auf die Öffnung der B-Probe erfolgte eine zweijährige Sperre. Ihre nach der positiven Dopingprobe erzielten Resultate – u. a. auch ein Weltrekord – wurden ihr aberkannt.Doping Rule Violation, Weltleichtathletikverband 8. Mai 2008 (englisch), worldathletics.org, abgerufen am 23. März 2024 Die Athletin, die nach Ablauf ihrer Sperre sehr erfolgreich in den Wettkampfsport zurückkehrte, wurde später rückfällig, unter anderem ihr Olympiasieg 2012 wurde ihr aberkanntIOC sanctions Tatyana Lysenko for failing anti-doping test at London 2012, olympics.com (englisch), abgerufen am 23. März 2024 und im Jahr 2019 wurde sie rückwirkend ab Juli 2016 für acht Jahre gesperrt.Doping-Sperren gegen zwölf russische Sportler, dw.com 1. Februar 2019, abgerufen am 23. März 2024 Nicolas Figère (Frankreich), Hammerwurf – Er hatte zunächst Rang fünf belegt, wurde aber wegen eines positiven Dopingbefunds disqualifiziert. Ihm wurde der Einsatz der verbotenen Substanz Cathin nachgewiesen.Deutsche Leichtathleten nachträglich Europacupsieger. In: Rheinische Post vom 24. April 2008, rp-online.de, abgerufen am 23. März 2024 Swetlana Pospelowa (Russland), 4-mal-400-Meter-Staffel – Sie war schon bei den Olympischen Spielen 2000 positiv auf das verbotene Mittel Stanozolol getestet und deshalb disqualifiziert worden.Russin positiv getestet. In: Der Spiegel vom 20. September 2000, spiegel.de, abgerufen am 23. März 2024 Auch bei den Europameisterschaften 2006 wurde der russischen 4-mal-400-Meter-Staffel wegen Verstoßes gegen die Antidopingbestimmungen durch Swetlana Pospelowa das Ergebnis aberkannt. Pospelowas Verstoß führte dazu, dass unter anderem auch das Staffelergebnis Russlands beim Europacup hier in München annulliert wurde.Resultater 4x400 meter, kvinner, nrk.no/sport am 20. August 2006 (norwegisch), abgerufen am 13. März 2024

Deutsche Mannschaft Das Team des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) setzte sich aus 51 Athleten (25 Frauen und 26 Männer) zusammen.

Länderwertungen 2. Liga Die 2. Liga der Männer und Frauen wurde in zwei Gruppen ausgetragen. Die Wettbewerbe der Gruppe 1 fanden am 23. Juni in Odense, Dänemark, statt, die der Gruppe 2 am 23./24. Juni in Zenica, Bosnien und Herzegowina. Aus den beiden Gruppen qualifizierten sich die jeweils ersten beiden Teams für die Teilnahme an den beiden Gruppen der 1. Liga des nächsten Europacups. Länderwertungen 2. Liga Gruppe 1 in Odense am 23. Juni Frauen Männer Platz Land Punkte Land Punkte 1 124,0 120,5 2 117,0 118,0 3 109,0 111,0 4 102,0 109,5 5 101,0 104,0 6 83,5 72,0 7 61,5 50,0 8 20,0 30,0 qualifiziert für die 1. Liga des nächsten Europacups

Länderwertungen 2. Liga Gruppe 2 in Zenica am 23./24. Juni Frauen Männer Platz Land Punkte Land Punkte 1 254,0 232,0 2 246,0 226,0 3 243,0 209,0 4 217,0 208,0 5 180,0 196,5 6 155,5 158,5 7 149,0 151,0 8 118,0 142,5 9 110,5 124,5 10 98,0 115,0 11 90,5 106,0 12 78,0 20px|# AASSE 72,0 13 20px|# AASSE 55,0 66,0 14 46,5 57,0 qualifiziert für die 1. Liga des nächsten Europacups

Länderwertungen 1. Liga Die Wettbewerbe in der 1. Liga wurden für Männer und Frauen gemeinsam am 23. und 24. Juni ausgetragen. Die Teams der Gruppe 1 trafen sich in Vaasa (Finnland), die Gruppe 2 fand in der italienischen Stadt Mailand statt. Die beiden jeweiligen Gruppenersten qualifizierten sich für die Superliga des kommenden Europacups. In die 2. Liga absteigen mussten die Mannschaften auf den jeweils letzten beiden Plätzen. mini|hochkant| Länderwertungen 1. Liga Gruppe 1 – in Vaasa am 23./24. Juni Frauen Männer Platz Land Punkte Land Punkte 1 131 111,0 2 110 107,0 3 102 101,5 4 98 93,5 5 78 88,5 6 76 81,0 7 73 76,0 8 50 59,5 qualifiziert für die Superliga des nächsten Europacups abgestiegen in die 2. Liga des nächsten Europacups

Länderwertungen 1. Liga Gruppe 2 – in Mailand am 23./24. Juni Frauen Männer Platz Land Punkte Land Punkte 1 140,0 135 2 123,0 105 3 97,5 102 4 85,0 98 5 84,0 89 6 63,5 85 7 60,5 57 8 59,5 46 qualifiziert für die Superliga des nächsten Europacups abgestiegen in die 2. Liga des nächsten Europacups

Länderwertungen Superliga Die Teams auf den jeweils letzten beiden Plätzen stiegen in die 1. Liga des nachfolgenden Europacups ab. Länderwertungen Superliga – in München am 23./24. Juni Frauen Männer Platz Land Punkte Land Punkte 1 110,0 116,0 2 105,0 112,0 3 97,5 110,0 4 92,0 102,0 5 84,0 93,0 6 83,0 70,0 7 78,0 59,5 8 67,5 54,5 abgestiegen in die 1. Liga des nächsten Europacups

Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: ER Europarekord DNF nicht im Ziel (did not finish) DSQ disqualifiziert DOP wegen Dopingvergehens disqualifiziert keine Höhe (No Mark) ogV ohne gültigen Versuch x ungültig o Höhe übersprungen – ausgelassen w Rückenwindunterstützung über dem erlaubten Limit von 2,0 m/s

Superliga: Resultate der Einzeldisziplinen Männer 100 m Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Craig Pickering 10,15 2 Martial Mbandjock 10,29 3 Christian Blum 10,37 4 Dmytro Hluschtschenko 10,41 5 Dariusz Kuć 10,44 6 Efthímios Steryioúlis 10,46 7 Andrei Jepischin 10,51 8 Anthony Ferro 10,60 Datum: 23. Juni

Wind: +0,2 m/s

200 m Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Marlon Devonish 20,33 2 David Alerte 20,34 3 Anastasios Gousis 20,43 4 Marcin Jędrusiński 20,53 5 Kristof Beyens 20,53 6 Alexander Kosenkow 20,63 7 Roman Smirnow 20,75 8 Ihor Bodrow 20,91 Datum: 24. Juni

Wind: 1,0 m/s

400 m Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Leslie Djhone 45,54 2 Timothy Benjamin 45,67 3 Bastian Swillims 45,95 4 Maxim Dyldin 46,04 5 Daniel Dąbrowski 46,25 6 Kévin Borlée 46,46 7 Dimítrios Grávalos 46,83 8 Oleksiy Rachkovskiy 47,05 Datum: 23. Juni

800 m Platz Athlet Land Zeit (min) 1 Paweł Czapiewski 1:49,00 2 Michael Rimmer 1:49,06 3 Robin Schembera 1:49,06 4 Dimitri Bogdanow 1:49,09 5 Thomas Matthys 1:49,51 6 Oleksandr Osmolovich 1:49,52 7 Abdesslam Merabet 1:49,56 8 Efthímios Papadópoulos 1:52,41 Datum: 24. Juni

1500 m Platz Athlet Land Zeit (min) 1 Mehdi Baala 3:47,36 2 Andrew Baddeley 3:48,08 3 Franek Haschke 3:48,54 4 Mirowslaw Formela 3:49,48 5 Vasyl Tsikalo 3:49,86 6 Sergei Iwanow 3:49,91 7 Joeri Jansen 3:50,41 8 Konstadinos Nakopoulos 3:54,28 Datum: 23. Juni

3000 m Platz Athlet Land Zeit (min) 1 Bouabdellah Tahri 7:51,32 2 Sergei Iwanow 8:02,47 3 Bartosz Nowicki 8:02,47 4 Nick McCormick 8:02,55 5 Willem Van Hoof 8:08,41 6 Antonios Papantonis 8:13,73 7 Mykola Labovskyy 8:32,62 8 Carsten Schlangen 8:33,27 Datum: 24. Juni

5000 m Platz Athlet Land Zeit (min) 1 Monder Rizki 14:15,46 2 Arne Gabius 14:16,09 3 Alexander Orlow 14:16,57 4 Pierre Joncheray 14:17,61 5 Oleksandr Sitkowskij 14:22,36 6 Łukasz Parszczyński 14:27,11 7 Frank Tickner 14:29,22 8 Anastasios Fraggos 14:31,25 Datum: 23. Juni

110 m Hürden Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Ladji Doucouré 13,35 2 Andrew Turner 13,48 3 Thomas Blaschek 13,51 4 Igor Peremota 13,61 5 Konstandinos Douvalidis 13,63 6 Adrien Deghelt 13,67 7 Mariusz Kubaszewski 13,74 8 Olexandr Vakhnyakov 14,21 Datum: 24. Juni

Wind: +0,4 m/s

400 m Hürden Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Periklis Iakovakis 48,35 2 Marek Plawgo 48,90 3 Naman Keïta 48,90 4 Alexander Derewjagin 49,12 5 Thomas Goller 50,48 6 Ben Carne 50,74 7 Michaël Bultheel 50,87 DNF Stanislaw Melnykow Datum: 23. Juni

3000 m Hindernis Platz Athlet Land Zeit (min) 1 Filmon Ghirmai 8:38,78 2 Mahiedine Mekhissi-Benabbad 8:39,34 3 Andrew Lemoncello 8:39,94 4 Andrei Farnosow 8:40,53 5 Pieter Desmet 8:42,51 6 Michał Kaczmarek 8:44,86 7 Wadim Slobodenjuk 8:47,98 8 Panayiótis Kokorós 9:11,66 Datum: 24. Juni

4 × 100 m Staffel