Casting Shadows ( für ‚Schattenwurf‘) ist das fünfte und bislang letzte Studioalbum des deutschen Synthiepop-Duos Wolfsheim.

Entstehung und Artwork Alle Stücke des Albums wurden zusammen von den beiden Wolfsheim-Mitgliedern Peter Heppner und Markus Reinhardt geschrieben, vier Stücke entstanden in Zusammenarbeit mit Axel Ermes. Produziert wurden die Titel von José Alvarez-Brill in den Pleasure-Park Studios in Berlin (2 Titel), Axel Breitung mit seinem Assistenten Kay Nickold in den Bishop Studios in Hamburg (1 Titel) und Andreas Herbig mit seinem Assistenten Oliver Pinelli im Tonofen Studio in Hamburg und den Trixx Studios in Berlin (8 Titel). Auf der Suche nach den Produzenten für dieses Album hörten sich Wolfsheim in ihrem Freundeskreis um und so entstand eine kleine Liste, auf der die Produzenten versammelt waren. Auf Herbig kam man unter anderem durch dessen Erfolg mit dem Comebackalbum Minor Earth, Major Sky von a-ha aus dem Jahr 2000. kleinertod.de, 2003, abgerufen am 23. April 2019. Gemastert wurde das Album im Master & Servant in Hamburg, unter der Leitung von Tom Meyer. Abgemischt und aufgenommen wurde das Album durch Heiko Albrecht (1 Titel), José Alvarez-Brill (2 Titel), Axel Breitung (1 Titel) und Andreas Herbig (8 Titel). Das Album wurde unter den Musiklabels Metropolis Records und Strange Ways Records veröffentlicht und durch Indigo vertrieben.

Auf dem blau-rot-schwarz gehaltenen Cover des regulären Albums ist – neben Künstlernamen und Liedtitel – ein stark vergrößerter Teil einer Rinde zu erkennen. Dasselbe Coverprinzip mit ähnlichem Artwork findet sich auf den Singleauskopplungen zu Kein Zurück und Find You’re Here / Find You’re Gone wieder. Dazu enthält das Album ein 16-Seitiges Booklet. Auf der Rückseite des Booklets finden sich folgende Zitate wieder: „In dankbarer Erinnerung an G. Delfs (Markus)“ und „Everyone Who Casts a Shadow Seems to Stand in the Sun…“ ( für „Jeder, der einen Schatten wirft, scheint in der Sonne stehen …“). Auf einem alternativen Albumcover ist ein Bandfoto von Wolfsheim zu sehen. Die Fotos auf dem Cover und im Booklet wurden von Stefano Boragno geschossen, die Artworkarbeiten stammen von den Graphischen Werken Ottensen.

Veröffentlichung und Promotion Die Erstveröffentlichung von Casting Shadows erfolgte am 7. April 2003 in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Noch im selben Jahr folgte eine europaweite Veröffentlichung sowie eine Veröffentlichung in den Vereinigten Staaten am 8. April 2003 (unter dem Musiklabel Metropolis Records). Das Album besteht aus elf neuen Studioaufnahmen. Neben der regulären Ausgabe wurde zeitgleich eine „Magix Edition“ von Casting Shadows veröffentlicht. Vor der offiziellen Veröffentlichung erfolgte die Ausgabe einer Promo-CD, diese bestand aus neun Liedern in derselben Reihenfolge. Nicht auf der Promo-CD enthalten waren die Titel Find You’re Gone und This Is for Love. Um das Album zu bewerben, gingen Wolfsheim kurz vor der Albumveröffentlichung in allen deutschsprachigen Ländern auf die Casting Shadows Tour. Im März und April 2004 folgte eine eigenständige US-Tournee unter dem Namen Wolfsheim US Tour 2004. Des Weiteren folgte mit Kein Zurück ein Liveauftritt in der RTL-Musikshow Top of the Pops.

Magix Edition In den deutschsprachigen Ländern ist Casting Shadows zum einen in der regulären Standard-Edition und zum anderen in der „Magix Edition“ zu erwerben. Die reguläre Albumausgabe beinhaltet elf Lieder und die „Magix Edition“ ist um die Software Magix Music Maker erweitert. Das Programm enthält folgende Funktionalitäten: 16 Stereo-Spuren für Audio und Video, Mixer mit Panorama und Effektweg, Effekte (Distortion, Echo, Hall und Reverse) und Originalklänge von Kein Zurück und Leave No Deed Undone. Die Software ermöglicht das Erstellen eigener Lieder, Remixe und Musikclips. Es können aus einer Vielzahl von Klängen eigene Remixe zu den Titeln Kein Zurück und Leave No Deed Undone inklusive Videoclip arrangiert werden.

Hintergrund Das letzte Studioalbum Spectators entstand vier Jahre vor der Veröffentlichung von Casting Shadows. Auf die Frage, wieso es so lange gedauert hat, um ein neues Album zu veröffentlichen, sagte Heppner, dass sie anfangs nicht wussten, was sie genau wollen. Wolfsheim gingen gleich nach der Veröffentlichung von Spectators wieder ins Studio, wo sie festgestellt haben, dass der Abstand nicht groß genug war, alles was entstand, klang wie beim Vorgänger. Hätten sie zu dem Zeitpunkt an einem neuen Album weitergearbeitet, wäre lediglich ein zweiter Teil des vorangegangenen Albums entstanden. Das wollte keiner der beiden, deswegen landeten alle Titel die direkt nach Spectators entstanden im Papierkorb. Erst zwei Jahre später (2001), als das Lied Kein Zurück entstand, war beiden klar, dass dies etwas Neues sei.

Auf die Frage, ob es einen roten Faden in dem Album gäbe, antwortete Heppner, dass es einfach nur Reinhardt und er seien. Es sei einfach nur Wolfsheim und das was passiert, wenn die beiden zusammentreffen. Sowohl für die Qualität als auch für den Inhalt sei nur ihr Geschmack entscheidend.

Anfänglich trug das Album den Arbeitstitel Close Enough ( für ‚Nahe genug‘). Viele waren verwundert über die Änderung in Casting Shadows. In einem Interview gab Heppner später an, das Close Enough lediglich ein Arbeitstitel war, dieser habe sich selber zum offiziellen Titel gemacht, weil er und Reinhardt keine bessere Idee für einen Albumtitel hatten. Durch das vermehrte Auftreten von Castingshows für neue Musiker in den Jahren 2000 bis 2003 (unter anderem Deutschland sucht den Superstar, Fame Academy, Popstars, Star Search usw.), deuteten viele Musikwissenschaftler und Redakteure den Albumtitel in Verbindung damit. Der Albumtitel entstand durch das erste Stück Everyone Who Casts a Shadow. Dieses Werk verkörpere für beide die ganze LP. Es käme vielleicht Subjektiv rüber, aber Heppner gab an, dass es einfach deren Gefühl war, nachdem das Lied im Studio fertig war.

Inhalt Das Album besteht aus elf neu eingespielten Titeln. Acht der elf Liedtexte sind in englischer Sprache, zwei Liedtexte in deutscher Sprache verfasst. Musikalisch bewegen sich die Lieder im Bereich des Dark Waves und Synthiepops. Bei In Time handelt es sich um ein reines Instrumentalstück. Bei dem Lied Kein Zurück wurden Wolfsheim von Klaus Knapp an der Gitarre unterstützt. Bei And I … wurden sie von Gereon Basso am Schlagzeug und Martin Ziaja am Bass begleitet.

+ Titelliste # Titel Autor(en) Produzent(en) Länge 1 Everyone Who Casts a Shadow Peter Heppner, Markus Reinhardt Andreas Herbig, Oliver Pinelli (Ko) 4:47 2 Care for You Peter Heppner, Markus Reinhardt Andreas Herbig, Oliver Pinelli (Ko) 5:07 3 I Won’t Believe Peter Heppner, Markus Reinhardt Andreas Herbig, Oliver Pinelli (Ko) 3:30 4 Kein Zurück Axel Ermes, Peter Heppner, Markus Reinhardt Andreas Herbig, Oliver Pinelli (Ko) 3:50 5 And I … Axel Ermes, Peter Heppner, Markus Reinhardt José Alvarez-Brill 4:03 6 Underneath the Veil Peter Heppner, Markus Reinhardt Andreas Herbig, Oliver Pinelli (Ko) 4:10 7 Find You’re Gone Peter Heppner, Markus Reinhardt Andreas Herbig, Oliver Pinelli (Ko) 4:23 8 This Is for Love Peter Heppner, Markus Reinhardt José Alvarez-Brill 3:16 9 Wundervoll Peter Heppner, Markus Reinhardt Andreas Herbig, Oliver Pinelli (Ko) 4:54 10 Approaching Lightspeed Axel Ermes, Peter Heppner, Markus Reinhardt Axel Breitung, Kay Nickold (Ko) 3:16 11 In Time Axel Ermes, Peter Heppner, Markus Reinhardt Andreas Herbig, Oliver Pinelli (Ko) 5:34 Magix Edition 12 Magix Music Maker

Singleauskopplungen Bereits zwei Monate vor der Veröffentlichung von Casting Shadows wurde am 17. Februar 2003 die Single Kein Zurück ausgekoppelt. Rund ein halbes Jahr nach der Albumveröffentlichung folgte im September 2003, zunächst als Promo-Single, die Doppel-A-Single Find You’re Here / Find You’re Gone. Die reguläre Singleveröffentlichung erfolgte am 3. November 2003. Beide Singleveröffentlichungen schafften den Einstieg in die deutschen Singlecharts. Letztere sogar einen Charteinstieg in Österreich. Kein Zurück wurde als einzige Single überhaupt mit einer Goldenen Schallplatte für über 150.000 verkaufte Einheiten in Deutschland ausgezeichnet und war für einen Zeitraum von elf Wochen das erfolgreichste deutschsprachige Lied in den deutschen Singlecharts.

Chartplatzierungen

Tourneen Casting Shadows Tour

Die folgende Liste ist eine Übersicht der Konzerte die Wolfsheim bei der Casting Shadows Tour gespielt haben. Die Tour erstreckte sich vom 24. April bis 13. Mai 2003 und führte die Band durch 12 Städte in Deutschland und jeweils einmal nach Österreich und die Schweiz. Eigentlich sollte die Tour bereits im Herbst 2002 stattfinden, doch dadurch, dass sich die Arbeiten an Casting Shadows verzögerten, wurde die Tour verschoben und im April 2004 gestartet. forum.vnvnation.de, abgerufen am 6. April 2018.

Datum Stadt Veranstaltungsort Land 24. April 2003 Hamburg Große Freiheit 36 25. April 2003 Bremen Pier 2 26. April 2003 Mainz Phönix-Halle 28. April 2003 Hannover Capitol 29. April 2003 Berlin Arena Treptow 30. April 2003 Erfurt Thüringenhalle 2. Mai 2003 Dresden Alter Schlachthof 3. Mai 2003 Wien Planet Music 4. Mai 2003 Zürich X-Tra Limmathaus 6. Mai 2003 München Zenith 7. Mai 2003 Köln Palladium 9. Mai 2003 Magdeburg Stadthalle 10. Mai 2003 Nürnberg Löwensaal 11. Mai 2003 Saarbrücken Garage 13. Mai 2003 Hamburg Große Freiheit 36

Wolfsheim US Tour

Die folgende Liste ist eine Übersicht der Konzerte die Wolfsheim bei der Wolfsheim US Tour gespielt haben. Die Tour erstreckte sich vom 21. März bis 5. April 2004 und führte sie durch zehn US-amerikanische Städte. Aufgrund des Erfolges des vorangegangenen Albums Spectators sollte die Tournee durch die Vereinigten Staaten eigentlich bereits im Jahr 2001 stattfinden, doch wegen der Terroranschläge am 11. September 2001 wurde die Tour verschoben und schließlich im März/April 2004 absolviert.Dirk Horst: Synthiepop – Die gefühlvolle Kälte: Geschichten des Synthiepop. Es war die einzige Tournee die Wolfsheim ausschließlich ins Ausland führte.

Datum Stadt Veranstaltungsort Land 21. März 2004 Tampa Masquerade 22. März 2004 Atlanta Masquerade 24. März 2004 New York City Webster Hall 26. März 2004 Boston Manray (TBC) 27. März 2004 Detroit St. Andrews Hall 28. März 2004 Chicago Metro 31. März 2004 Denver Gothic Theatre 2. April 2004 San Antonio Sin 13 4. April 2004 Los Angeles Henry Fonda Music Box Theatre 5. April 2004 San Francisco Death Guild

Mitwirkende Albumproduktion Heiko Albrecht: Abmischung (Lied 8), Tonmeister (Lied 8) José Alvarez-Brill: Abmischung (Lied 5, 8), Musikproduzent (Lieder: 5, 8), Tonmeister (Lieder: 5, 7–8) Gereon Basso: Schlagzeug (Lied 5) Axel Breitung: Abmischung (Lied 10), Musikproduzent (Lied 10), Tonmeister (Lied 10) Axel Ermes: Komponist (Lieder: 4–5, 10–11) Peter Heppner: Gesang, Komponist, Liedtexter, Tonmeister (Lied 7) Andreas Herbig: Abmischung (Lieder: 1–4, 6–7, 9, 11), Musikproduzent (Lieder: 1–4, 6–7, 9, 11), Tonmeister (Lieder: 1–4, 6–7, 9, 11) Klaus Knapp: Gitarre (Lied 10) Tom Meyer: Mastering Kay Nickold: Koproduzent (Lied 10) Oliver Pinelli: Koproduzent (Lieder: 1–4, 6–7, 9, 11) Markus Reinhardt: Keyboard, Komponist, Liedtexter, Tonmeister (Lied 7) Martin Ziaja: Bass (Lied 5) Artwork (Cover) Stefano Boragno: Fotograf

Unternehmen Bishop Studios: Tonstudio Graphische Werke Ottensen: Artwork (Cover) Indigo: Vertrieb Master & Servant: Mastering Metropolis: Musiklabel Pleasure-Park Studios: Tonstudio Strange Ways Records: Musiklabel Tonofen Studio: Tonstudio Trixx Studios: Tonstudio

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